Dienstag, 6. April 2010

06. April 2010

Überfordert mit einem Leben, in dem nichts passiert. Ich mache mir den ganzen Tag schon darüber Gedanken, dass ich endlich einmal auf die Kommentare hier antworten sollte und ich schiebe und schiebe und schiebe es vor mir her.
Nicht, weil mir die Kommentare nicht wichtig sind, oder mir nichts bedeuten, ich weiß es nicht weshalb. Es hat absolut nichts mit euch zu tun, die ihr hinter den aufbauenden Worten steht, die mich jedes Mal so erfreuen. Es ist etwas mit mir.

Genauso wie es mit meiner besten und liebsten Freundin ist. Ich möchte den ganzen Tag bei ihr sein, Stunde um Stunde mit ihr verbringen, weil sie solch ein wundervoller Mensch ist. Sie schreibt mir, jeden Tag, aber ich schaffe es nicht. Bin überfordert damit, zurückzuschreiben und für sie da zu sein. Alles in meinem Kopf dreht sich nur um mich.

Nein, nicht ganz. Ich wagte heute bzw. gestern Abend einen Schritt nach draußen, der eiskalt bestraft wurde. Was fiel mir ein, den Kontakt nach draußen zu suchen, wo mich die Krankheit doch so schön eingepackt hat.
Worte verließen nach Stunden zögerlich mein Inneres. Kleinigkeiten huschten aus ihrem gut behüteten Versteck. Es war mein Ostergeschenk, meine Ehrlichkeit. Wie ein rohes Ei zerklatsche es lieblos an der nackten Wand und liefen schleimigtriefend herab.
Versteht er es nicht? Will er es nicht verstehen? Kann er es nicht verstehen? Verstehe ich es nicht? Bin ich einfach nur unglaublich selbstsüchtig und anstrengend?
Vorwürfe prallten mir entgegen, Ablehnung, Unverständnis.
Die Sache war wieder da. Nachdem sie geschehen war, folgte pure Harmonie. Als ob nichts geschehen wäre. Mein Ostergeschenk schon längst vergessen. Meine Welt steht, bricht, baut sich auf, strauchelt, baut sich auf, bricht. Verwirrung im Kopf über Richtig und Falsch. Angst und ständiges Selbstmitleid. Ich kann mich selber nicht mehr hören.

2 Kommentare:

  1. Hallo du,
    ich wollte dir nur sagen, dass ich mir das hier
    auch mal durchgelesen hab und es sehr traurig finde... Du bist eine tolle Person und ich finde es jedes Mal sehr schön mit dir zu schreiben und danke dir dafür.. Ich würde dir gern helfen wenn ich könnte, allerdings weiß ich nicht wie genau ich das machen könnte.. Aber wenn du magst darfst du immer schreiben
    Ganz liebe Grüße Nichtigkeit

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  2. Ablehnung ist wohl das schlimmste für mich :(
    Ich zerbreche auch immer, wenn so auf und ab geht in einer Beziehung. Das habe ich grade wieder erlebt.
    Hm, also hilft es nur dich an zu rufen oder notfalls in deine Wohnung ein zu brechen und einfach nicht zu gehen, bis du geredet hast? ;p

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