Sonntag, 25. April 2010

25. April 2010

Nichts.

16:30

Ich denke, es geht mir zu gut. Wer niemals kämpfen musste, wie soll es auf einmal funktionieren? Wer niemals kämpfen wollte, woher soll auf einmal die Kraft dazu kommen?
Es geht mir nicht so schlecht, wie ich glaube und es mir einrede. Wirklich Schlimmes, das habe ich nicht erlebt. Wurde mir niemals angetan, möchte ich vielleicht auch gar nicht sehen. Deshalb ist es die Faulheit, die mich dazu treibt, nichts zu ändern. Anders nicht erklärbar.
Die Faulheit, mein Leben endlich in die Hand zu nehmen, lässt mich kotzen. Lässt mich fressen und kotzen. Lässt mich nur fressen. Lässt mich die Arme blutig schneiden, lässt mich Ängste haben und hält mich ab, vom glücklich sein. Da ich es nicht zulasse. Was ist daran so schwer? Niemand zwingt mich dazu, mich zu schneiden. Niemand stopft diese Massen an Essen in mich rein und holt sie danach wieder raus. Niemand stopft mich voll und hindert mich daran, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Niemand zwingt mich, hier zu bleiben, seltsame Ansichten zu haben, komische Gedankengänge zu denken oder gar an Selbstmord zu denken. Niemand zieht mich aus dem Leben, aus der Realität, weg von mir selbst. Niemand stopft mich voll mit Zweifel, Angst, Depression.
Es entspringt meinem Kopf und meiner Faulheit, etwas aus meinem Leben zu machen. Wie bequem ist es, zu sagen, ich bin Borderlinerin, ich kann nichts dafür, dass ich so anders bin und nicht richtig lebe. Ständiger Drang, sich rechtfertigen zu müssen. Vor anderen, besonders vor mir selbst. Faules Stück, durch und durch.

Diese Angst soll aufhören. Bitte, sie soll einfach nur aufhören.


1 Kommentar:

  1. Das, was du machst, hat nichts mit Faulheit zu tun, sondern wie es dir psychisch geht. Aus all dem kommt dann die Ohnmacht. Man kann einfach nichts mehr tun. Es ist so schwer sich zu bewegen. Und es gibt wichtigere Dinge für dich, als mit irgendwas "Erfolg" zu haben.
    Ach Liebe *ganz fest in den Arm nehm*

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