Ich werde endgültig eine Blogpause einlegen müssen. Vielen Dank für eure Leserkommentare, die Hilfe und aufbauenden Worte. Ich werde eure Blogs weiterhin verfolgen und mich hier und da in einem Kommentar melden. Dieser Blog wird auch weitergeführt, ich brauche einfach ein paar Tage Pause.
Passt auf euch auf!
Dienstag, 27. April 2010
Montag, 26. April 2010
26. April 2010
Auch, wenn mir das Datum absolut nicht gefällt, draußen gefällt es mir. Endlich. Es ist wunderschön grün, nicht zu warm, aber in zwei dicken Pullovern friere ich nicht mehr. Grauer Himmel, gleich wird es leicht zu regnen beginnen. Typisches Aprilwetter. Ich liebe es.
Es erinnert mich so sehr an dieses geliebte Dachzimmer. An diesen Bauernhof, diese Wärme. Wie ich dort vor einer halben Ewigkeit stand, aufgestanden. Ich blickte hinaus, durch das einzige, kleine Dachfenster, sah genau dieses Bild in einer noch viel wunderschöneren Landschaft. Trotz tiefster Depression ging es mir einfach nur gut. Es regnete. Es roch nach diesem warmen Sommerregen, nur im Frühling. Frühlingsregen.
Es erinnert mich so sehr an dieses geliebte Dachzimmer. An diesen Bauernhof, diese Wärme. Wie ich dort vor einer halben Ewigkeit stand, aufgestanden. Ich blickte hinaus, durch das einzige, kleine Dachfenster, sah genau dieses Bild in einer noch viel wunderschöneren Landschaft. Trotz tiefster Depression ging es mir einfach nur gut. Es regnete. Es roch nach diesem warmen Sommerregen, nur im Frühling. Frühlingsregen.
09:39
Ich weiß es nicht. Nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Ich muss darauf vertrauen, dass mein Umfeld es weiß und nach diesem Wissen handelt. Aber vertrauen, auch so eine Sache, die nicht mehr funktioniert. Ich bereite es vor, sorgsam, denn es wird mein Moment werden. In dem ich nichts wissen muss, in dem ich einfach handele.
Da ist mein geliebtes, dunkelrotes Taschenmesser, das mir mein Vater vor so vielen Jahren schenkte und das mir seitdem immer wieder treue Dienste leistete. Ich liebe mein Taschenmesser. Weil es mir mein Vater schenkte, weil es schön ist, weil ich genau weiß, wie ich wann und wo am Besten schneiden kann.
Da ist meine Rasierklinge, schneidet anders. Abwechslung, damit es mir nicht langweilig wird. Außerdem situationsabhängig.
Ich freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich in meine Tasche greife, das in Küchenrollenpapier eingewickelte Werkzeug heraushole, es ausbreite.
Ich trage es immer bei mir, sorgsam in Küchenrollenpapier eingewickelt. Man weiß nie, wo und wann man es benutzen möchte. Deshalb zur Sicherheit immer Küchenrollenpapier dabei.
Nochmal zum Anfang. Ich weiß nicht mehr, was richtig oder falsch ist. Deshalb muss ich darauf vertrauen, dass mein Umfeld es weiß und auch danach handelt. Gleiches mit Gleichem vergelten? Wie du mir, so ich dir? Ist das richtig? Für mein Umfeld anscheinend und ich kann es nicht einordnen. Ist es zuwenig Strafe, ist es zuviel Strafe? Ich halte es nicht aus, aber habe ich es nicht eigentlich verdient? Man sagt mir, ich hätte es verdient und es würde passieren, weil ich Gleiches (unbewusst und nicht absichtlich) tat, einfach, weil ich manchmal nicht mehr weiß, was ich tue.
Dann dürfte es mich nicht so fertig machen, bzw. dürfte und darf ich mich nicht darüber beschweren. Schon wieder zuviel Selbstmitleid?
Ich bin so müde, aber der Tag ist noch so lang.
Sonntag, 25. April 2010
25. April 2010
Nichts.
16:30
Ich denke, es geht mir zu gut. Wer niemals kämpfen musste, wie soll es auf einmal funktionieren? Wer niemals kämpfen wollte, woher soll auf einmal die Kraft dazu kommen?
Es geht mir nicht so schlecht, wie ich glaube und es mir einrede. Wirklich Schlimmes, das habe ich nicht erlebt. Wurde mir niemals angetan, möchte ich vielleicht auch gar nicht sehen. Deshalb ist es die Faulheit, die mich dazu treibt, nichts zu ändern. Anders nicht erklärbar.
Die Faulheit, mein Leben endlich in die Hand zu nehmen, lässt mich kotzen. Lässt mich fressen und kotzen. Lässt mich nur fressen. Lässt mich die Arme blutig schneiden, lässt mich Ängste haben und hält mich ab, vom glücklich sein. Da ich es nicht zulasse. Was ist daran so schwer? Niemand zwingt mich dazu, mich zu schneiden. Niemand stopft diese Massen an Essen in mich rein und holt sie danach wieder raus. Niemand stopft mich voll und hindert mich daran, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Niemand zwingt mich, hier zu bleiben, seltsame Ansichten zu haben, komische Gedankengänge zu denken oder gar an Selbstmord zu denken. Niemand zieht mich aus dem Leben, aus der Realität, weg von mir selbst. Niemand stopft mich voll mit Zweifel, Angst, Depression.
Es entspringt meinem Kopf und meiner Faulheit, etwas aus meinem Leben zu machen. Wie bequem ist es, zu sagen, ich bin Borderlinerin, ich kann nichts dafür, dass ich so anders bin und nicht richtig lebe. Ständiger Drang, sich rechtfertigen zu müssen. Vor anderen, besonders vor mir selbst. Faules Stück, durch und durch.
Diese Angst soll aufhören. Bitte, sie soll einfach nur aufhören.
16:30
Ich denke, es geht mir zu gut. Wer niemals kämpfen musste, wie soll es auf einmal funktionieren? Wer niemals kämpfen wollte, woher soll auf einmal die Kraft dazu kommen?
Es geht mir nicht so schlecht, wie ich glaube und es mir einrede. Wirklich Schlimmes, das habe ich nicht erlebt. Wurde mir niemals angetan, möchte ich vielleicht auch gar nicht sehen. Deshalb ist es die Faulheit, die mich dazu treibt, nichts zu ändern. Anders nicht erklärbar.
Die Faulheit, mein Leben endlich in die Hand zu nehmen, lässt mich kotzen. Lässt mich fressen und kotzen. Lässt mich nur fressen. Lässt mich die Arme blutig schneiden, lässt mich Ängste haben und hält mich ab, vom glücklich sein. Da ich es nicht zulasse. Was ist daran so schwer? Niemand zwingt mich dazu, mich zu schneiden. Niemand stopft diese Massen an Essen in mich rein und holt sie danach wieder raus. Niemand stopft mich voll und hindert mich daran, Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Niemand zwingt mich, hier zu bleiben, seltsame Ansichten zu haben, komische Gedankengänge zu denken oder gar an Selbstmord zu denken. Niemand zieht mich aus dem Leben, aus der Realität, weg von mir selbst. Niemand stopft mich voll mit Zweifel, Angst, Depression.
Es entspringt meinem Kopf und meiner Faulheit, etwas aus meinem Leben zu machen. Wie bequem ist es, zu sagen, ich bin Borderlinerin, ich kann nichts dafür, dass ich so anders bin und nicht richtig lebe. Ständiger Drang, sich rechtfertigen zu müssen. Vor anderen, besonders vor mir selbst. Faules Stück, durch und durch.
Diese Angst soll aufhören. Bitte, sie soll einfach nur aufhören.
Samstag, 24. April 2010
24. April 2010
Ich schreibe nicht. Ich rede nicht. Ich schreibe nicht mit meinen realen Freunden, ich schreibe nicht mit Menschen, die ich nicht real kenne. Ich rede nicht mit meinen realen Freunden, ich rede nicht mit Menschen, die ich nicht real kenne.
Alles dreht sich nur um mich, um mich allein. Vielleicht, weil ich mich ganz verlieren würde, würde ich nicht wenigstens meine Gedanken und mein Handeln nur auf mich konzentrieren. Ich, nur ich. Besonders, wenn man nicht mehr weiß, wer dieses Ich eigentlich ist, muss man es festhalten. Es an sich binden, festkrallen, damit es nicht verloren geht und man eventuell analysieren kann. Das kranke Ich analysiert das kranke Ich. Eigentlich logisch, dass man damit zu keinem schlüssigen Ergebnis kommt.
Müdigkeit, Kreislauf möchte nicht. Kreislauf ist sauer, weil zuviel gekotzt wird. Produziert Sternchen vor die Augen, weißen und schwarzen Schimmer, schaltet das Gehirn ab, nimmt die Kraft. Um zu demonstrieren gegen die ständige Kotzerei. Doch, das kranke Ich kennt nur sich selbst, nicht mehr seinen Körper. Deshalb ist es ihm relativ egal, was der Kreislauf macht.
Erinnerungen an die Kindheit. Ständige Kreislaufprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel. Beim Autofahren, beim Busfahren, auf Klassenfahrten, auf Ausflügen, vor Urlauben, in Urlauben, in engen Räumen, in großen Hallen, in Kirchen, im Sommer, auf Festen.
Eistee Pfirsich zuckerfrei schmeckt wesentlich besser als Eistee Zitrone zuckerfrei. Das war schon immer so, Pfirsicheistee schmeckt besser als Zitroneneistee. Schon früher, als der Eistee noch selbst gemacht oder aus Tüten war. Als der Eistee noch Zucker hatte, Kalorien.
Alles dreht sich nur um mich, um mich allein. Vielleicht, weil ich mich ganz verlieren würde, würde ich nicht wenigstens meine Gedanken und mein Handeln nur auf mich konzentrieren. Ich, nur ich. Besonders, wenn man nicht mehr weiß, wer dieses Ich eigentlich ist, muss man es festhalten. Es an sich binden, festkrallen, damit es nicht verloren geht und man eventuell analysieren kann. Das kranke Ich analysiert das kranke Ich. Eigentlich logisch, dass man damit zu keinem schlüssigen Ergebnis kommt.
Müdigkeit, Kreislauf möchte nicht. Kreislauf ist sauer, weil zuviel gekotzt wird. Produziert Sternchen vor die Augen, weißen und schwarzen Schimmer, schaltet das Gehirn ab, nimmt die Kraft. Um zu demonstrieren gegen die ständige Kotzerei. Doch, das kranke Ich kennt nur sich selbst, nicht mehr seinen Körper. Deshalb ist es ihm relativ egal, was der Kreislauf macht.
Erinnerungen an die Kindheit. Ständige Kreislaufprobleme, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel. Beim Autofahren, beim Busfahren, auf Klassenfahrten, auf Ausflügen, vor Urlauben, in Urlauben, in engen Räumen, in großen Hallen, in Kirchen, im Sommer, auf Festen.
Eistee Pfirsich zuckerfrei schmeckt wesentlich besser als Eistee Zitrone zuckerfrei. Das war schon immer so, Pfirsicheistee schmeckt besser als Zitroneneistee. Schon früher, als der Eistee noch selbst gemacht oder aus Tüten war. Als der Eistee noch Zucker hatte, Kalorien.
Freitag, 23. April 2010
23. April 2010
Ich habe Mist gebaut. Richtig. Ich glaube, ich verliere langsam aber sicher meinen Verstand und die Kontrolle über mein Denken und Handeln. Mehr kann ich gerade dazu nicht sagen, außer, ich habe richtig Mist gebaut.
Desweiteren ist mir heute Morgen an der Supermarktkasse mein Einkauf aufgefallen, der solch eine Bulimieklassik in sich hatte, dass ich lachen musste. Es war nicht bewusst so eingekauft, nur es fiel mir, als die Sachen auf dem Band lagen, auf. Bulimie.
500gr. Packung gemischte Kekse, 125gr. Packung Butterkekse mit Schokoladenüberzug, 3 x 100gr. Tafeln Vollmilchschokolade, 1 Paket Toilettenpapier, 2 Flaschen Wasser, 2 Flaschen Eistee zuckerfrei.
17:03
Gefühlvoll. Sehnsuchtsvoll. Mitleidsvoll. Ekelhaft voll. Lebt der Körper, wünscht der Geist den Tod. Stirbt der Körper, schreit der Geist nach Leben. Stirbt der Körper, stirbt der Geist. Niemals Erkenntnis, aber dennoch Ruhe.
Absoluter Schwachsinn, das Ganze. Ich hasse mich, es ekelt mich, es ist widerlich. Ich bin widerlich!
Desweiteren ist mir heute Morgen an der Supermarktkasse mein Einkauf aufgefallen, der solch eine Bulimieklassik in sich hatte, dass ich lachen musste. Es war nicht bewusst so eingekauft, nur es fiel mir, als die Sachen auf dem Band lagen, auf. Bulimie.
500gr. Packung gemischte Kekse, 125gr. Packung Butterkekse mit Schokoladenüberzug, 3 x 100gr. Tafeln Vollmilchschokolade, 1 Paket Toilettenpapier, 2 Flaschen Wasser, 2 Flaschen Eistee zuckerfrei.
17:03
Gefühlvoll. Sehnsuchtsvoll. Mitleidsvoll. Ekelhaft voll. Lebt der Körper, wünscht der Geist den Tod. Stirbt der Körper, schreit der Geist nach Leben. Stirbt der Körper, stirbt der Geist. Niemals Erkenntnis, aber dennoch Ruhe.
Absoluter Schwachsinn, das Ganze. Ich hasse mich, es ekelt mich, es ist widerlich. Ich bin widerlich!
Donnerstag, 22. April 2010
22. April 2010
Bevor ich heute wieder mit meinen Erkenntnissen anfange, sagen wir heute eher, ich habe eine Feststellung gemacht. Auch dadurch, indem man sich die Haare wie in diesem einen Jahr färbt, in dem man den größten Spaß und die wildeste Zeit seines Lebens hatte, kann man dieses Lebensgefühl nicht zurückholen.
Ich bin alt geworden, älter. Es war damals ein wildes Jahr, es passierte sehr viel Schlechtes, aber man nahm es nicht wahr, weil man spätestens am Wochenende fernab der Realität schwebte. Erzwungene, überdrehte Freude, schon wahnhaften Charakters und ständiger Zufluss von Alkohol, damals eine gelungene Mischung, um sich mit nichts mehr beschäftigen zu müssen.
Damals waren meine Haare gefärbt, ähnlich wie heute. Ich habe mir Fotos aus dieser Zeit angeschaut, aber die Farbe meiner Haare bringt diese Zeit nicht zurück. Dafür ist die Erinnerung, die damals erfolgreich verdrängt wurde, mit doppelter Macht wieder zurückgekehrt und hat in meinem Kopf eine Festung um sich errichtet, damit ich sie ja niemals wieder vergesse.
Ich bin jemand anders geworden, aber da ich nicht weiß wer, versuchte ich mich zwanghaft an die Vergangenheit zu klammern. Ich kleide und benehme mich, wie ein pubertärer Teenager in der Findungsphase seiner Persönlichkeit. Meine habe ich damals leider nicht gefunden.
Angst vor morgen.
Besuch bei meiner `15-Minuten Therapeutin`, um ihr offen und ehrlich mitzuteilen, dass ich nicht mehr kommen werde. Endgültig.
Besuch bei meinen Großeltern samt meinem Vater. Sie werden sich das Maul zerreißen. Über meine Haare, über die Trennung. Eher über meine Haare. Das mit der Trennung, das dürfte ihnen passen. Sie mochten meinen Freund nicht, noch nie. Aber, wir sind doch eine perfekte Familie, in der solch eine Situation mit falscher Höflichkeit und Freundlichkeit gekonnt überspielt wird. Ab und zu ein abwertender Kommentar, aber was macht das schon.
In einer Familie, in der die Tochter eigentlich brav ihr Tiermedizinstudium absolviert und der Freund erfolgreich sein Studium abschließt, um später einen gut bezahlten Job zu erhalten. Das erste Enkelkind ist auch schon in Aussicht. Nebenher wird die Tierarztpraxis auf dem Land eröffnet und ordentlich Geld verdient. Um teure Kleidung zu kaufen, Autos und dem Rest der Menschheit zu zeigen `Seht her, ich bin perfekt. Ich bin etwas Besseres. Ich bin so unendlich perfekt, wie ihr es niemals sein werdet!`
Krankheit, Ängste, unästhetisches Aussehen, das gibt es nicht. Ich passe nicht mehr in das Bild. Die Enkelin und Tochter mit der Borderlinestörung. Passt nicht, nicht perfekt. Aber sie geht ja in eine Klinik, dort wird sie innerhalb weniger Wochen wieder gesund, um danach das fröhliche, perfekte Spiel weiterzuspielen. Mein Vater, mein Opa, sie sind weniger das Problem. Eher meine Oma.
Sehr überspitzt, dennoch Wahrheit
Ich bin alt geworden, älter. Es war damals ein wildes Jahr, es passierte sehr viel Schlechtes, aber man nahm es nicht wahr, weil man spätestens am Wochenende fernab der Realität schwebte. Erzwungene, überdrehte Freude, schon wahnhaften Charakters und ständiger Zufluss von Alkohol, damals eine gelungene Mischung, um sich mit nichts mehr beschäftigen zu müssen.
Damals waren meine Haare gefärbt, ähnlich wie heute. Ich habe mir Fotos aus dieser Zeit angeschaut, aber die Farbe meiner Haare bringt diese Zeit nicht zurück. Dafür ist die Erinnerung, die damals erfolgreich verdrängt wurde, mit doppelter Macht wieder zurückgekehrt und hat in meinem Kopf eine Festung um sich errichtet, damit ich sie ja niemals wieder vergesse.
Ich bin jemand anders geworden, aber da ich nicht weiß wer, versuchte ich mich zwanghaft an die Vergangenheit zu klammern. Ich kleide und benehme mich, wie ein pubertärer Teenager in der Findungsphase seiner Persönlichkeit. Meine habe ich damals leider nicht gefunden.
Angst vor morgen.
Besuch bei meiner `15-Minuten Therapeutin`, um ihr offen und ehrlich mitzuteilen, dass ich nicht mehr kommen werde. Endgültig.
Besuch bei meinen Großeltern samt meinem Vater. Sie werden sich das Maul zerreißen. Über meine Haare, über die Trennung. Eher über meine Haare. Das mit der Trennung, das dürfte ihnen passen. Sie mochten meinen Freund nicht, noch nie. Aber, wir sind doch eine perfekte Familie, in der solch eine Situation mit falscher Höflichkeit und Freundlichkeit gekonnt überspielt wird. Ab und zu ein abwertender Kommentar, aber was macht das schon.
In einer Familie, in der die Tochter eigentlich brav ihr Tiermedizinstudium absolviert und der Freund erfolgreich sein Studium abschließt, um später einen gut bezahlten Job zu erhalten. Das erste Enkelkind ist auch schon in Aussicht. Nebenher wird die Tierarztpraxis auf dem Land eröffnet und ordentlich Geld verdient. Um teure Kleidung zu kaufen, Autos und dem Rest der Menschheit zu zeigen `Seht her, ich bin perfekt. Ich bin etwas Besseres. Ich bin so unendlich perfekt, wie ihr es niemals sein werdet!`
Krankheit, Ängste, unästhetisches Aussehen, das gibt es nicht. Ich passe nicht mehr in das Bild. Die Enkelin und Tochter mit der Borderlinestörung. Passt nicht, nicht perfekt. Aber sie geht ja in eine Klinik, dort wird sie innerhalb weniger Wochen wieder gesund, um danach das fröhliche, perfekte Spiel weiterzuspielen. Mein Vater, mein Opa, sie sind weniger das Problem. Eher meine Oma.
Sehr überspitzt, dennoch Wahrheit
Eigentlich nicht meine Musikrichtung, aber ich glaube, das ist bei diesem Lied egal.
Für meine kleine Lilly, meinen Benno, für alle meine kleinen Engel.
Für meine kleine Lilly, meinen Benno, für alle meine kleinen Engel.
Mittwoch, 21. April 2010
21. April 2010
Eigentlich wollte ich es löschen, aber ich denke mir, ich sollte dazu stehen. Vielleicht ist es mir dieses Mal eine Lehre, mich das nächste Mal betrunken etwas besser unter Kontrolle zu halten.
Haare dunkelbraun/schwarz.
Unsauberes Schneidezeug benutzt. Drei Schnitte am rechten Arm ziemlich entzündet. Gefällt mir, solange ich damit nicht irgendwann zum Arzt muss.
Seltsame Träume von Prostitution.
Übelkeit, aber Glück darüber, zwei Eisteesorten gefunden zu haben, die auf 100ml jeweils 1kcal, bzw. 2 kcal haben.
12:50
1. Erkenntnis des Tages: Fressen macht nicht glücklich.
2. Erkenntnis des Tages: Essen hilft dem Körper nicht, wenn man es direkt wieder auskotzt.
3. Erkenntnis des Tages: Fallen einem die Haare aufgrund von Nährstoffmangel, Stoffwechselerkrankung oder ähnlichen Vorkommnissen ohnehin schon aus, ist es eine schlechte Idee, sie zu färben.
16:21
4. Erkenntnis des Tages: Ablehnung ist grausam. Ablehnung ist besser als Nichts.
20:24
5. Erkenntnis des Tages: Essen. Essen ersetzt keine Liebe. Essen bewältigt keine Probleme. Essen verursacht in zu großen Mengen erhebliche Bauchschmerzen.
Haare dunkelbraun/schwarz.
Unsauberes Schneidezeug benutzt. Drei Schnitte am rechten Arm ziemlich entzündet. Gefällt mir, solange ich damit nicht irgendwann zum Arzt muss.
Seltsame Träume von Prostitution.
Übelkeit, aber Glück darüber, zwei Eisteesorten gefunden zu haben, die auf 100ml jeweils 1kcal, bzw. 2 kcal haben.
12:50
1. Erkenntnis des Tages: Fressen macht nicht glücklich.
2. Erkenntnis des Tages: Essen hilft dem Körper nicht, wenn man es direkt wieder auskotzt.
3. Erkenntnis des Tages: Fallen einem die Haare aufgrund von Nährstoffmangel, Stoffwechselerkrankung oder ähnlichen Vorkommnissen ohnehin schon aus, ist es eine schlechte Idee, sie zu färben.
16:21
4. Erkenntnis des Tages: Ablehnung ist grausam. Ablehnung ist besser als Nichts.
20:24
5. Erkenntnis des Tages: Essen. Essen ersetzt keine Liebe. Essen bewältigt keine Probleme. Essen verursacht in zu großen Mengen erhebliche Bauchschmerzen.
Dienstag, 20. April 2010
immer noch 20. April 2010
Ohje, das wird was. Betrunken einen Blogeintrag verfassen. Habt ihr wenigstens mal was zu lachen, wenn ihr euch das Drama hier durchlest.
Mein w klemmt. Also nicht wundern, wenn zwischenzeitlich mal ein w fehlt. Geht ja schon gut los...
Warum betrinke ich mich. Keine Ahnung, habe ein extremes Bedürfnis dazu gehabt. Um endlich mal wieder zu fühlen, wie schön diese Welt sein kann. Ich sitze im Garten, im wilden Garten. Abendrot, kühler Wind, wunderschöne, saftig grüne Bäume. Blumenwiese. Blauer Himmel, Vogelarten, die ich niemals zuvor gesehen habe. Mein Hund bei mir, traumhaft. Wunderschön. Bacardi, Whiskey, Pepsi Light und Multivitaminsaft Light. Irgendwo muss man ja noch Kalorien sparen, bei dem Dreck, den ich mir heut reingeknallt habe.
Aber es geht mir gut, seit Ewigkeiten geht es mir gut. Und es geht mir gut, wenn ich an euch denke. Besonders an euch. An dich, Wortsucherin, die ich in jedem ihrer Blogeinträge so sehr erkenne. Es geht mir sooft wie dir, auch wenn ich dir so selten schreibe. An dich Hexenherz, deren Geschichte mich so unendlich traurig macht und der ich so gern irgendwie helfen würde. Der ich das Glück schenken möchte, zu vergessen, was passiert ist. Das Geschehene Ungeschehen machen, genauso wie dir Wortsucherin. An meine liebe Sternenstaub, der ich auch in letzter Zeit so wenig schreibe, aber deren Blog ich regelmässig verfolge, weil er einfach nur so süß geschrieben ist! Zuletzt mein lieber Phreak, der mich in Schamesröte versetzt, nicht nur des Alkohols wegen *augenzwinker* Ich habe dich wirklich sehr lieb gewonnen, danke, dass du da bist. Danke, dass ihr alle da seid, auch wenn ich euch nur über das Internet kenne!!!
Ja, wenn ich getrunken habe, verfalle ich entweder in die `Ich habe alle lieb und die Welt ist wunderschön`-Stimmung, oder ich bekomme furchtbare Aggressionen und einen absoluten Hass auf diese Welt. Zum Glück bin ich dieses Mal auf die positive Stimmungsseite gefallen. Dennoch, ich meine es ernst, was dort oben steht. Ich drücke euch gedanklich alle ganz lieb, auch diejenigen, die ich jetzt vergessen habe! Da fällt mir noch jemand ein, deren Namen ich nicht kenne. `Pass this on` heißt dein Blog, den ich so liebend gerne lese! Dich umarme ich auch ganz lieb.
Entschuldigt dieses Chaos daoben, aber vielleicht auch mal eine Abwechslung zu den negativen Katastrophen, die sonst hier zu lesen sind.
Eure Rosenrot
---
Und so schnell kann es einem wieder dreckig gehen. Meinen (Ex)Freund gefragt, ob wir heut Abend unsere ehemalige Lieblingssendung zusammen gucken wollen. Eiskalt abgelehnt. Ok. Dann halt nicht.
Mein w klemmt. Also nicht wundern, wenn zwischenzeitlich mal ein w fehlt. Geht ja schon gut los...
Warum betrinke ich mich. Keine Ahnung, habe ein extremes Bedürfnis dazu gehabt. Um endlich mal wieder zu fühlen, wie schön diese Welt sein kann. Ich sitze im Garten, im wilden Garten. Abendrot, kühler Wind, wunderschöne, saftig grüne Bäume. Blumenwiese. Blauer Himmel, Vogelarten, die ich niemals zuvor gesehen habe. Mein Hund bei mir, traumhaft. Wunderschön. Bacardi, Whiskey, Pepsi Light und Multivitaminsaft Light. Irgendwo muss man ja noch Kalorien sparen, bei dem Dreck, den ich mir heut reingeknallt habe.
Aber es geht mir gut, seit Ewigkeiten geht es mir gut. Und es geht mir gut, wenn ich an euch denke. Besonders an euch. An dich, Wortsucherin, die ich in jedem ihrer Blogeinträge so sehr erkenne. Es geht mir sooft wie dir, auch wenn ich dir so selten schreibe. An dich Hexenherz, deren Geschichte mich so unendlich traurig macht und der ich so gern irgendwie helfen würde. Der ich das Glück schenken möchte, zu vergessen, was passiert ist. Das Geschehene Ungeschehen machen, genauso wie dir Wortsucherin. An meine liebe Sternenstaub, der ich auch in letzter Zeit so wenig schreibe, aber deren Blog ich regelmässig verfolge, weil er einfach nur so süß geschrieben ist! Zuletzt mein lieber Phreak, der mich in Schamesröte versetzt, nicht nur des Alkohols wegen *augenzwinker* Ich habe dich wirklich sehr lieb gewonnen, danke, dass du da bist. Danke, dass ihr alle da seid, auch wenn ich euch nur über das Internet kenne!!!
Ja, wenn ich getrunken habe, verfalle ich entweder in die `Ich habe alle lieb und die Welt ist wunderschön`-Stimmung, oder ich bekomme furchtbare Aggressionen und einen absoluten Hass auf diese Welt. Zum Glück bin ich dieses Mal auf die positive Stimmungsseite gefallen. Dennoch, ich meine es ernst, was dort oben steht. Ich drücke euch gedanklich alle ganz lieb, auch diejenigen, die ich jetzt vergessen habe! Da fällt mir noch jemand ein, deren Namen ich nicht kenne. `Pass this on` heißt dein Blog, den ich so liebend gerne lese! Dich umarme ich auch ganz lieb.
Entschuldigt dieses Chaos daoben, aber vielleicht auch mal eine Abwechslung zu den negativen Katastrophen, die sonst hier zu lesen sind.
Eure Rosenrot
---
Und so schnell kann es einem wieder dreckig gehen. Meinen (Ex)Freund gefragt, ob wir heut Abend unsere ehemalige Lieblingssendung zusammen gucken wollen. Eiskalt abgelehnt. Ok. Dann halt nicht.
20. April 2010
Kurzer Nachtrag. Es hat nicht alles nur mein Freund gesagt. Meine Mutter, mein Vater, die Verwandtschaft meines Freundes, meine Freunde, seine Freunde, alle haben irgendwann hier oder da einen dieser Sätze fallen lassen.
Kurze Mitteilung. Falls einmal ein Kommentar von euch nicht veröffentlicht sein sollte, es liegt nicht an mir. Die Kommentarfunktion spinnt und veröffentlicht manchmal mit Verzögerung, oder gar nicht.
Längerer Eintrag. Es schmeckt nicht mehr. Gar nichts mehr. Es schmeckt eklig, gar nicht, langweilig oder einfach nach nichts. Luft. Entweder habe ich meine Geschmacksnerven kaputt gekotzt, oder es liegt an etwas anderem. Mit dem Fressen stimmt nämlich genausowenig etwas. Es macht nicht mehr glücklich. Die wenigen Sekunden des Glücks, wenn die süße oder deftige Nahrung die Zunge berührte, sie bleiben aus. Das Kotzen danach befriedigt auch nicht mehr. Mein Körper schreit und zickt, reißt die Mundwinkel ein, rebelliert mit Magenschmerzen, Kopfweh, Schwäche, Atemnot. Aber ich bekomme es nicht runter, weil es einfach nicht schmeckt. Und wenn es dann in mir ist, werde ich wütend. Weil es nicht geschmeckt hat und ich esse nichts, was mir nicht schmeckt. Das gab es früher zu Genüge.
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Der Teller muss leer sein, damit es am nächsten Tag schönes Wetter gibt. Schmeckt nicht, gibts nicht.
Ich bin erwachsen, diesen Mist brauche ich nicht mehr. Ich werde wütend und kotze es wieder aus, weil es nicht geschmeckt hat. Behalte ich es drin, straft mich mein Körper mit Magenkrämpfen, die sich anfühlen, als hätte ich 2 Dosen Glaubersalz hintereinander gekippt.
Aber was denn nun? Entscheide dich! Esse ich nicht, passt es dir nicht. Esse ich, passt es dir nicht. Ich glaube, ich habe tatsächlich das Essen verlernt. Genauso, wie mein Körper verlernt hat, damit umzugehen.
15:49
Befinde mich noch auf der Suche. Habe ihn noch nicht gefunden. Platz geschaffen, für neue Lebensmittel und deren Geschmack. Aber auch hier, nichts. Wird aber in mir bleiben. Keine Kraft mehr, um erneut Platz zu schaffen, für Lebensmittel und deren geschmacklosen Geschmack.
Ich glaube, ich hätte es nicht machen sollen. Aber ich merke, wie mein Körper Stück für Stück daran kaputt geht, weil ich nicht mehr vernünftig esse und ihn seit 4 Jahren mit Magersucht, Bulimie und Sportsuchtphasen quäle. Dann bricht diese Seite durch, die mir Mut zuspricht und mir sagt, versuche es. Du darfst normal essen, du musst normal essen. Es geht so nicht mehr.
Aber so geht es auch nicht. Mit dem Essen. Ich bin schon wieder so weit weg, gedanklich, körperlich. Zu tiefe Schnitte auf zu fetten Armen. Es ekelt mich, widert mich an, das Essen, mein Körper, meine Weiblichkeit. Alles ist kaputt, wieso ruiniere ich mir dann auch noch mein Gewicht. Mein Gewicht, das eigentlich das Unwichtigste überhaupt der ganzen Probleme ist.
Ich halte es nicht mehr aus. Alle reden sie auf mich ein, obwohl ich allein vor meinem Laptop sitze. Sie reden nicht nur von der Fresserei, sie reden davon, dass sie sich Sorgen machen. Auf einmal. Davon, wieso ich mich solang schon wieder nicht gemeldet habe. Sie reden von Socken, die noch nicht zusammengelegt sind. Davon, dass ich nicht den ganzen Tag verschlafen sollte. Weshalb ich nichts mit meinem Leben anfange, warum ich dies noch nicht erledigt habe, warum das noch nicht getan ist. Wo ich bin, wann ich Zeit habe, warum das noch herumliegt, wie ich dieses Problem lösen will, wer ich mir einbilde, zu sein. Sie reden und reden und reden. Endlosschleife.
16:31
Wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören zu schreiben. Seltsam, dass es funktioniert, solange ich für mich allein und nicht in Kommunikation mit anderen Mitmenschen stehe.
Was ich eigentlich sagen bzw. schreiben wollte, ich bin mir nicht sicher, ob man es schreiben darf. Andererseits, es ist mein Blog, meine Welt, mein Leben und ich darf und kann verfassen, wie es mir beliebt.
Ich will nicht mehr. Gar nicht mehr. Schon seit mein Freund Schluß machte, stand es fest. Schon Jahre vorher stand es fest. Es stand nicht fest, es steht fest. Ich will nicht mehr, denn ich habe den Glauben verloren. Als Kind, da verlor ich den Glauben an Gott. Als Jugendlicher, da verlor ich den Glauben an die Menscheit. Als Erwachsener verlor ich den Glauben an die Liebe, die Freundschaft und die Ehrlichkeit. Und schon vor langer Zeit verlor ich den Glauben an mich selbst. Fraglich, ob ich diesen Glauben jemals gehabt habe. Einzig und allein drei, nein, vier Lebewesen sind es, die es mir wert sind, es auszuhalten. Zumal ich nicht weiß, ob ich den Tod wirklich verdient habe.
Meine wunderbaren, drei kleinen Meerschweinchen. Niemand darf sie anfassen, niemand darf für sie sorgen. Niemand, es sind meine drei Heiligtümer. Niemand darf sie ohne meine Erlaubnis füttern, sehen oder mit ihnen reden. Niemand. Was würde mit ihnen passieren, wäre ich nicht mehr hier. Wo würden sie hinkommen, wie würden sie es verkraften, wer würde für sie sorgen, so wie ich es für sie tat?
Mein wunderbarer Hund, der eigentlich meinem Freund und mir gehört und auf meinen Freund gemeldet ist. Aber was sagt diese Meldung schon aus, wenn doch ich es bin, die tagtäglich mit ihm spielt? Ihn beschäftigt, ihn streichelt, mit ihm redet, sich um ihn sorgt und ihn füttert? Was würde mit ihm geschehen? Wie sehr würde es ihn schmerzen, wäre ich nicht mehr hier?
Doch bleibt die Frage, ob es für die Tiere nicht besser wäre, sie wären ohne mich. Denn manchmal fehlt mir die Kraft. An manchen Tagen die körperliche, an manchen die seelische Kraft, für sie zu sorgen. Ich gebe mir größte Mühe, ihnen geht es wirklich sehr gut, aber reicht das, wenn ich an manchen Tagen nicht fähig bin, zu lieben?
Meine Meerschweinchen, meine drei wunderbaren Meerschweinchen, haben niemals Käfiggitter gesehen. Sie mussten niemals ihr Leben auf winzigen Quadratmetern fristen, sind bei Wind und Wetter geschützt in ihrem eigenen Zimmer. Haben sogar einen eigenen Heizlüfter für die kalten Nächte.
Mein Hund, er hat einen eigenen, riesigen Garten. Ein eigenes, großes Waldstück, ganz für sich allein. Bekommt jeden Tag genügend Futter, Leckerchen und Streicheleinheiten.
Aber an manchen Tagen fühle ich nicht. Ich liebe sie alle, sie sind der Grund, warum ich lebe, aber es gibt Tage, an denen fühle ich nicht. An denen kann ich nicht sorgen, weil sich alles nur um mich selbst dreht.
Ich halte es hier nicht mehr aus. Alles ist kaputt und schon wieder viel zu viel. Zuviel Essen, zuviel Termine, zuviel Druck, zuviel Verletzung und Beleidigung. Viel zu viel Selbstmitleid.
Kurze Mitteilung. Falls einmal ein Kommentar von euch nicht veröffentlicht sein sollte, es liegt nicht an mir. Die Kommentarfunktion spinnt und veröffentlicht manchmal mit Verzögerung, oder gar nicht.
Längerer Eintrag. Es schmeckt nicht mehr. Gar nichts mehr. Es schmeckt eklig, gar nicht, langweilig oder einfach nach nichts. Luft. Entweder habe ich meine Geschmacksnerven kaputt gekotzt, oder es liegt an etwas anderem. Mit dem Fressen stimmt nämlich genausowenig etwas. Es macht nicht mehr glücklich. Die wenigen Sekunden des Glücks, wenn die süße oder deftige Nahrung die Zunge berührte, sie bleiben aus. Das Kotzen danach befriedigt auch nicht mehr. Mein Körper schreit und zickt, reißt die Mundwinkel ein, rebelliert mit Magenschmerzen, Kopfweh, Schwäche, Atemnot. Aber ich bekomme es nicht runter, weil es einfach nicht schmeckt. Und wenn es dann in mir ist, werde ich wütend. Weil es nicht geschmeckt hat und ich esse nichts, was mir nicht schmeckt. Das gab es früher zu Genüge.
Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Der Teller muss leer sein, damit es am nächsten Tag schönes Wetter gibt. Schmeckt nicht, gibts nicht.
Ich bin erwachsen, diesen Mist brauche ich nicht mehr. Ich werde wütend und kotze es wieder aus, weil es nicht geschmeckt hat. Behalte ich es drin, straft mich mein Körper mit Magenkrämpfen, die sich anfühlen, als hätte ich 2 Dosen Glaubersalz hintereinander gekippt.
Aber was denn nun? Entscheide dich! Esse ich nicht, passt es dir nicht. Esse ich, passt es dir nicht. Ich glaube, ich habe tatsächlich das Essen verlernt. Genauso, wie mein Körper verlernt hat, damit umzugehen.
15:49
Befinde mich noch auf der Suche. Habe ihn noch nicht gefunden. Platz geschaffen, für neue Lebensmittel und deren Geschmack. Aber auch hier, nichts. Wird aber in mir bleiben. Keine Kraft mehr, um erneut Platz zu schaffen, für Lebensmittel und deren geschmacklosen Geschmack.
Ich glaube, ich hätte es nicht machen sollen. Aber ich merke, wie mein Körper Stück für Stück daran kaputt geht, weil ich nicht mehr vernünftig esse und ihn seit 4 Jahren mit Magersucht, Bulimie und Sportsuchtphasen quäle. Dann bricht diese Seite durch, die mir Mut zuspricht und mir sagt, versuche es. Du darfst normal essen, du musst normal essen. Es geht so nicht mehr.
Aber so geht es auch nicht. Mit dem Essen. Ich bin schon wieder so weit weg, gedanklich, körperlich. Zu tiefe Schnitte auf zu fetten Armen. Es ekelt mich, widert mich an, das Essen, mein Körper, meine Weiblichkeit. Alles ist kaputt, wieso ruiniere ich mir dann auch noch mein Gewicht. Mein Gewicht, das eigentlich das Unwichtigste überhaupt der ganzen Probleme ist.
Ich halte es nicht mehr aus. Alle reden sie auf mich ein, obwohl ich allein vor meinem Laptop sitze. Sie reden nicht nur von der Fresserei, sie reden davon, dass sie sich Sorgen machen. Auf einmal. Davon, wieso ich mich solang schon wieder nicht gemeldet habe. Sie reden von Socken, die noch nicht zusammengelegt sind. Davon, dass ich nicht den ganzen Tag verschlafen sollte. Weshalb ich nichts mit meinem Leben anfange, warum ich dies noch nicht erledigt habe, warum das noch nicht getan ist. Wo ich bin, wann ich Zeit habe, warum das noch herumliegt, wie ich dieses Problem lösen will, wer ich mir einbilde, zu sein. Sie reden und reden und reden. Endlosschleife.
16:31
Wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören zu schreiben. Seltsam, dass es funktioniert, solange ich für mich allein und nicht in Kommunikation mit anderen Mitmenschen stehe.
Was ich eigentlich sagen bzw. schreiben wollte, ich bin mir nicht sicher, ob man es schreiben darf. Andererseits, es ist mein Blog, meine Welt, mein Leben und ich darf und kann verfassen, wie es mir beliebt.
Ich will nicht mehr. Gar nicht mehr. Schon seit mein Freund Schluß machte, stand es fest. Schon Jahre vorher stand es fest. Es stand nicht fest, es steht fest. Ich will nicht mehr, denn ich habe den Glauben verloren. Als Kind, da verlor ich den Glauben an Gott. Als Jugendlicher, da verlor ich den Glauben an die Menscheit. Als Erwachsener verlor ich den Glauben an die Liebe, die Freundschaft und die Ehrlichkeit. Und schon vor langer Zeit verlor ich den Glauben an mich selbst. Fraglich, ob ich diesen Glauben jemals gehabt habe. Einzig und allein drei, nein, vier Lebewesen sind es, die es mir wert sind, es auszuhalten. Zumal ich nicht weiß, ob ich den Tod wirklich verdient habe.
Meine wunderbaren, drei kleinen Meerschweinchen. Niemand darf sie anfassen, niemand darf für sie sorgen. Niemand, es sind meine drei Heiligtümer. Niemand darf sie ohne meine Erlaubnis füttern, sehen oder mit ihnen reden. Niemand. Was würde mit ihnen passieren, wäre ich nicht mehr hier. Wo würden sie hinkommen, wie würden sie es verkraften, wer würde für sie sorgen, so wie ich es für sie tat?
Mein wunderbarer Hund, der eigentlich meinem Freund und mir gehört und auf meinen Freund gemeldet ist. Aber was sagt diese Meldung schon aus, wenn doch ich es bin, die tagtäglich mit ihm spielt? Ihn beschäftigt, ihn streichelt, mit ihm redet, sich um ihn sorgt und ihn füttert? Was würde mit ihm geschehen? Wie sehr würde es ihn schmerzen, wäre ich nicht mehr hier?
Doch bleibt die Frage, ob es für die Tiere nicht besser wäre, sie wären ohne mich. Denn manchmal fehlt mir die Kraft. An manchen Tagen die körperliche, an manchen die seelische Kraft, für sie zu sorgen. Ich gebe mir größte Mühe, ihnen geht es wirklich sehr gut, aber reicht das, wenn ich an manchen Tagen nicht fähig bin, zu lieben?
Meine Meerschweinchen, meine drei wunderbaren Meerschweinchen, haben niemals Käfiggitter gesehen. Sie mussten niemals ihr Leben auf winzigen Quadratmetern fristen, sind bei Wind und Wetter geschützt in ihrem eigenen Zimmer. Haben sogar einen eigenen Heizlüfter für die kalten Nächte.
Mein Hund, er hat einen eigenen, riesigen Garten. Ein eigenes, großes Waldstück, ganz für sich allein. Bekommt jeden Tag genügend Futter, Leckerchen und Streicheleinheiten.
Aber an manchen Tagen fühle ich nicht. Ich liebe sie alle, sie sind der Grund, warum ich lebe, aber es gibt Tage, an denen fühle ich nicht. An denen kann ich nicht sorgen, weil sich alles nur um mich selbst dreht.
Ich halte es hier nicht mehr aus. Alles ist kaputt und schon wieder viel zu viel. Zuviel Essen, zuviel Termine, zuviel Druck, zuviel Verletzung und Beleidigung. Viel zu viel Selbstmitleid.
Montag, 19. April 2010
19. April 2010
Durch die Gitter kann ich sie sehen.
Die Sterne, die an mir vorüberziehen.
Durch die Gitter seh` ich sie blitzen.
Während Messer durch ihre Kehlen ritzen.
Und ich kann sie hören.
Die Schreie, die durch die Nächte schallen.
Kommend, von den großen Schlachterhallen.
Und ich kann sie hören.
Die Schreie, die auch ich einst werde von mir geben.
Wenn sie mir auf grausamste Weise mein Leben nehmen.
Vor Jahren verfasst. Dennoch, ich fresse und kotze tote Tiere. Ich fresse und kotze das, was mir das Liebste auf der Welt ist. Pure Perversion.
13:03
Liebe Familie, Verwandte, Bekannte und reale Freunde,
es fällt mir schwer, diese Zeilen zu schreiben. Doch auch, wenn ihr es euch nicht vorstellen könnt, ich bin ein Lebewesen. Mit Gefühlen. Mit echten Gefühlen. Ich nehme es euch nicht böse, dass ihr nicht hinter die Fassade aus gespielter Heiterkeit, gespielter Aggression, gespielter Freundlichkeit oder Höflichkeit blicken könnt, vielleicht wollt ihr das ja auch gar nicht. Aber bitte, vergesst nicht, es leben Gefühle in mir. Auch wenn ich sie niemand zeige, nicht darüber spreche, ihr kennt es doch selbst. Ihr selbst habt doch auch Gefühle, oder? Wisst ihr, es ist so, diese Gefühle sind verletzlich. Mit Worten, Taten, Handlungen. Sie sind sehr leicht zerstörbar, vielleicht noch leichter, als bei einigen von euch. Es ist mir bewusst, dass ich Strafe in meinem Leben verdient habe, für das, was ich tat. Dies kann man nicht wieder gutmachen, niemals. Aber ich bitte euch, ich kämpfe selbst jeden Tag mit mir, strafe mich, hasse und verachte mich für die Vergangenheit. Könntet ihr eventuell ein wenig Rücksicht nehmen? Ich trau` es mich kaum zu sagen, aber ein wenig Rücksicht auf die Seele, die sich hinter dieser Maske verbirgt?
`Die kann doch gar nichts! Die ist zu blöd, um zu putzen. Selbst zum waschen.`
`Was willst du denn mit der? Nee, ernsthaft, jetzt auch mal auf die Zukunft bedacht? Die ist ja ganz nett, aber für immer?`
`Die ist die letzte Schlampe, so ein dreckiges Ding.`
`Wie die aussieht, überhaupt, diese ganze verkommene Art.`
`Kannst du dir bitte einmal etwas Ordentliches anziehen? Du läufst rum wie die letzte Schlampe!`
`Ich schäme mich für dich. Was sollen bloß die Nachbarn denken, wenn die dich so sehen!`
`Deine Meerschweinchen schmeiße ich in den Hundenapf, wenn du die hierher bringst.`
`Tierpflegerin? Im Dreck, mit dem ganzen Mist der Tiere arbeiten? Das ist doch widerlich. Du musst zur Sparkasse, oder zum Finanzamt. Da hast du einen ordentlichen Beruf.`
`Hat die das schon wieder nicht gemacht? Das ist die letzte Sau, wenn ich die das nächste Mal sehe, dann...`
`Das ist nicht die Richtige für dich. Du musst mit der Schluß machen.`
`M. sagt mir auch andauuernd, ich sollte mich von dir trennen.`
`Du machst ja überhaupt nichts!`
`Ich habe mit Papa geredet. Mit den Folgen musst du selber klarkommen.`
`Ich habe keine Lust, für so ein Schwein wie dich zu kochen, deshalb mach dir selber was. Aber spülen nicht vergessen, sonst brauchst du dich nicht zu wundern, wenn du bald hier ausziehen kannst.`
`Die können dich aber echt nicht leiden, oder? Das ist immer so lustig, wie die über dich reden.`
`Du schadest doch nur dir selber, mach` es doch einfach so, wie ich es dir gesagt habe.`
`Gut, dass du Schluß gemacht hast, die wäre doch auf Dauer eh nichts gewesen.`
(Im Laufe der Jahre teils bewusst, teils unbewusst mitbekommen. Geschwiegen, aber niemals vergessen.)
Sonntag, 18. April 2010
18. April 2010
Mag nicht schon wieder das Gleiche sagen. Mag nicht schon wieder, immer wieder über das Gleiche jammern. Ich stehe auf und habe überhaupt keinen Blick mehr für die Welt, außerhalb meiner gestörten Wahrnehmung und kranken Gedanken. Teilweise selbst Schuld, weil ich mir noch nichteinmal die geringste Mühe gebe, aus dieser Isolation auszubrechen.
Ein Versuch. Normalerweise hasse ich blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Aber, draußen wird es warm sein. Vielleicht würde ich wie gestern, zwei oder drei Wühlmäuse sehen. Ja, etwas gefunden. Wühlmäuse. Sie waren so unglaublich süß. Ganz klein, ein wenig größer als der Deckel einer Colalightflasche. Die schwarzen Augen so groß wie der satzbeendende Punkt. Sie kamen raus, weil ich allein dort war, ohne meinen geliebten Hund. Dieser musste Zuhause bleiben, mein Freund wollte ihn am Spieleabend dabei haben. Er lag wohl die ganze Zeit herum und hat geschlafen, der Hund. Wäre für ihn ja auch nichts gewesen, zwei oder drei Stunden mit seinem Frauchen, das dringend Kalorien verbrennen musste, durch den Wald zu wandern.
Stop, zurück zur Wühlmaus. Absolut süß. Jedes Mal, wenn ich eine sah, wohl eher, wenn sie mich sah, legte sie ein unglaubliches Tempo vor, rannte unter einen Blätterstapel und blieb ganz ruhig sitzen. Ich beobachtete, tat, als würde ich sie nicht sehen, um dem Tier keine Angst zu machen. Dennoch beobachtete ich, wunderschönes, hellbraunes und garantiert weiches Fell.
Den Rest des Abends verbrachte ich im Auto. Zu meiner Mutter für die Zeit, auf gar keinen Fall. Zu meiner besten Freundin, ging natürlich nicht. Zu meiner Oma/Vater, auf gar keinen Fall. Zuviele dämliche Fragen, zuviel Erinnerung, zuviel Streß. Also schlief ich irgendwann ein, wachte vier oder fünf Stunden später wieder auf. Eine SMS, von einem sehr lieben Menschen, der sich sorgte. Ich war zu müde, um zurückzuschreiben, aber ich habe sie gelesen. Danke!
Zweite SMS, von meinem Exfreund. Ich könnte nach Hause kommen, alle seien weg.
Ergebnis des gestrigen Abends, süße Erinnerung an Wühlmäuse und eine fette Erkältung.
Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Sonntag.
Ein Versuch. Normalerweise hasse ich blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Aber, draußen wird es warm sein. Vielleicht würde ich wie gestern, zwei oder drei Wühlmäuse sehen. Ja, etwas gefunden. Wühlmäuse. Sie waren so unglaublich süß. Ganz klein, ein wenig größer als der Deckel einer Colalightflasche. Die schwarzen Augen so groß wie der satzbeendende Punkt. Sie kamen raus, weil ich allein dort war, ohne meinen geliebten Hund. Dieser musste Zuhause bleiben, mein Freund wollte ihn am Spieleabend dabei haben. Er lag wohl die ganze Zeit herum und hat geschlafen, der Hund. Wäre für ihn ja auch nichts gewesen, zwei oder drei Stunden mit seinem Frauchen, das dringend Kalorien verbrennen musste, durch den Wald zu wandern.
Stop, zurück zur Wühlmaus. Absolut süß. Jedes Mal, wenn ich eine sah, wohl eher, wenn sie mich sah, legte sie ein unglaubliches Tempo vor, rannte unter einen Blätterstapel und blieb ganz ruhig sitzen. Ich beobachtete, tat, als würde ich sie nicht sehen, um dem Tier keine Angst zu machen. Dennoch beobachtete ich, wunderschönes, hellbraunes und garantiert weiches Fell.
Den Rest des Abends verbrachte ich im Auto. Zu meiner Mutter für die Zeit, auf gar keinen Fall. Zu meiner besten Freundin, ging natürlich nicht. Zu meiner Oma/Vater, auf gar keinen Fall. Zuviele dämliche Fragen, zuviel Erinnerung, zuviel Streß. Also schlief ich irgendwann ein, wachte vier oder fünf Stunden später wieder auf. Eine SMS, von einem sehr lieben Menschen, der sich sorgte. Ich war zu müde, um zurückzuschreiben, aber ich habe sie gelesen. Danke!
Zweite SMS, von meinem Exfreund. Ich könnte nach Hause kommen, alle seien weg.
Ergebnis des gestrigen Abends, süße Erinnerung an Wühlmäuse und eine fette Erkältung.
Ich wünsche euch einen schönen, sonnigen Sonntag.
Samstag, 17. April 2010
17. April 2010
Wie sollte es anders sein. Ich bin doch wiedergekommen, heute schon. Mit einer Feststellung, dass ich nicht fähig bin. Einfach nicht fähig. Wäre ich ein Tier in freier Wildbahn, wäre alles in Ordnung. Ich würde als nicht fähiges Wesen dahinvegetieren und sterben. Ausselektiert. In Ordnung. Aber als Mensch, wenn man selbst keine Menschen mag? Wenn man das ist, was man hasst und dennoch die Verpflichtung hat, weiterzumachen?
Heute Nacht wieder sehr seltsam geträumt. Ungeknickte, abgesägte Strommasten. Überall. Ich mit meiner besten Freundin an einem See, dort unser Haus, ihre Klinik und überall umgeknickte, abgesägte Strommasten. Schön für einen `Stromphobiker`, ich hasse meine Stromträume.
`V. findet es gut, dass wir uns getrennt haben. Der ist richtig glücklich drüber.`
`Aha. Wieso kann man dann nicht ehrlich zu mir sein und mir offen ins Gesicht sagen, dass man mich nicht leiden kann? Ich hasse so eine scheinheilige Scheiße hinterm Rücken!`
`Naja, er weiß auch, dass die Möglichkeit besteht, dass wir wieder zusammenkommen und da hat er dann nunmal nett zu dir zu sein.`
Kann man Verletzung und Freude besser in einem Satz vereinen, als wie in diesem?
`B. hat nicht viel dazu gesagt. Der fand` dich eigentlich ganz ok, nur an dem einen Abend fand er dich unmöglich.`
`Aha. Ja, hat er vielleicht auch Recht. Was soll er auch sonst großartig dazu sagen.`
`Und M.? Der hat sich doch mit Sicherheit gefreut, dass Schluß ist, oder?`
`Nee, das glaube ich nicht. Nee, der hat sich nicht gefreut. Aber ich habe noch nicht richtig mit ihm gesprochen. Und M. (jemand anders) hat gedacht, wir heiraten in 2 Jahren.`
`M. hat sich nicht gefreut? Krass! Also, ich mag M., auch wenn er sich gefreut hätte, aber das finde ich krass.`
Meine Menschenkenntnis = Null
Traumdeutung meiner Träume, nicht nur auf den obigen bezogen. Finde ich irgendwie sehr interessant, Traumdeutung:
Elektrischer Strom symbolisiert die Gefahr, daß man den Anschluß an einen Menschen oder auf dem eigenen Lebensweg verpassen könnte.
Träume von Katastrophen sind oft überaus anschaulich. War man lediglich unbeteiligter Zuschauer, wenn auch gelähmt vor Entsetzen, stellt sich die Frage, ob man Existenzängste hat oder zumindest weniger selbstsicher ist, als man sein sollte. Wasser nimmt in den Träumen ständig verschiedene Formen an, hat aber auch seinen Platz in Katastrophenträumen. Hat man geträumt, sich in einem Schiffswrack zu befinden, in dem das Wasser immer höher steigt, steht einem auch emotional in einer bedeutsamen Sache "das Wasser bis zum Hals".
Eine auf See: bedeutet für Seeleute Unglück und den Verlust ihrer Heuer; für andere zeigt dies Verlust durch Tod an
Glaubt eine junge Frau, in eine Katastrophe verwickelt zu sein, dann wird sie den Verlust ihres Geliebten durch Tod oder Fortgang bedauern.
Hochspannungsleitung. Wer davon träumt, steht selbst unter höchster Spannung, die Leitung ist also das Symbol für den eigenen Zustand - die Drähte der Leitungen entsprechen den Nervensträngen. Wirkt die Traumhandlung aber beunruhigend oder kommt es gar zu einer Explosion, sind dies Anzeichen einer ernsthaften psychischen Störung des Träumenden. Warnsignale sind in diesem Zusammenhang auch nicht kontrollierbare elektrische Leitungen, Starkstromkabel usw.
Einen Elektroschock erleiden: sich auf eine große Gefahr einstellen müssen;
Elektrische Funken sehen: Ernüchterung nach einer leidenschaftlichen Liebe;
Elektrisches Licht: Warnung aus dem unbewußten Raum, da tödliche Gefahr besteht, wenn man unvorsichtig ist
Weltuntergang wird allgemein als schwere seelische Erschütterung verstanden; oft handelt es sich dabei um eine Trennung von einem nahestehenden Menschen oder um Einsichten, die alle bisherigen Überzeugungen, Werte und Ziele in Frage stellen und einen Neuanfang erforderlich machen.
Dieses Traumbild kennzeichnet unsere Weltuntergangsstimmung, die Angst vor dem Leben, das uns zuviel abverlangen könnte.
Erleben: kündet eine Auseinandersetzung mit nachfolgender Trennung an
Die Atombombe bedeutet in der Wirklichkeit eine starke Bedrohung für Mensch und Umwelt und kann auch im Traum als ernstzunehmendes Gefahrensymbol für die Angst vor Irrationalität und vor falsch gebrauchter Macht stehen.
...daß die Beendigung eines bestimmten Lebensabschnitts auf besonders dramatische Weise nahe bevorsteht.
Sie deutet auf eine geistige oder psychische Spaltung des Träumenden hin, kann aber ebenso ein Signal für eine neurotische Auflösung oder, im schlimmsten Fall, für eine Schizophrenie sein.
Sehen: es wird bald eine Katastrophe einsetzen, die Sie und Ihre Lieben betrifft
Sie ist häufig ein Gefahrenzeichen, deutet an, daß irgend etwas in unserem zentralen Nervensystem nicht stimmt. Im Traum verweist die Explosion ähnlich wie Bombe und Dynamit in der Regel auf hohe innere Spannung, Gereiztheit, Unruhe und Nervosität, sowie auf das plötzliche heftige Entweichen von Energie bzw. auf einen psychischen Zusammenbruch oder auf einen heftigen Streit hin.
Allgemein: schlechte Taten nahestehender Personen werden einem vorübergehend Kummer und Verluste bereiten; eine geschäftliche Entwicklung wird enttäuschend sein; Etwas, was man lange verborgen hielt, kommt ans Licht.
Miterleben: eine unerwartete Überraschung droht, die mit einem Schrecken verbunden ist;
Miterleben und danach ruckartig aufwachen: es liegt eine körperliche Störung vor;
Einer großen Fabrik mit Feuersbrunst: kündet ein vorteilhaftes Ereignis an;
Junge Frauen sollten sich nach einem solchen Traum vor Kontakten mit dem anderen Geschlecht hüten.
In dem man eine Reihe von unerwünschten Persönlichkeitsmerkmalen unterdrückt, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen, führt man eine zerstörerische Energieansammlung herbei. Durch den Traum von einem GAU wird der Träumende möglicherweise auf diesen gefährlichen Zustand aufmerksam gemacht.
Ein bewölkter Himmel kann turbulente Zeiten voraussagen. Er kann auch bedeuten, daß man eine schwere Last mit sich herumträgt.
Ein dichtbewölkter und düsterer Himmel dagegen weist auf Depressionen im bewußten Leben hin, die auf mangelnden Erfolg zurückzuführen sein könnten.
Bringt uns der Traumlift in eine höhere Etage, werden wir wohl mit fremder Hilfe aufsteigen können; wer aber mit ihm rasch nach unten fährt, kann im Augenblick höheren Ansprüchen nicht genügen. Kommt dagegen der Lift im Keller an, wird für den Wachzustand signalisiert, man möge einmal seine Gefühle überprüfen, es könnte da Schockierendes ans Tageslicht kommen.
Wenn der Lift im Traum steckenbleibt, ist dies ein Zeichen für eine Störung in der Persönlichkeitsentwicklung des Träumenden oder für Minderwertigkeitsgefühle. Als Kind habe ich sehr oft geträumt, ich würde im Aufzug stecken bleiben. Ich hatte solche Angst vor diesem Aufzug.
Keller.
Ein ungünstiges Omen! Verkündet Unannehmlichkeiten infolge Hochmut und Dünkel; auch: kann eine Reise anzeigen oder die Erweiterung von beruflichen Interessen;
In einen gehen: man wird in den nächsten Wochen sehr viel Geduld und Ausdauer benötigen;
Sich in einem kalten, feuchten befinden: man wird von Zweifeln geplagt; man verliert die Zuversicht und hegt düstere Gedanken, die einen nicht mehr loslassen, wenn man seinen Willen nicht durchsetzt; auch: deutet auf Besitzverlust hin;
Fundament des Hauses; Symbol für Beine und untere Körperregionen;
In einem dunklen sitzen: bedeutet Trauer, große Unannehmlichkeiten und Mißerfolge;
Das Traumbild des Gleises veranschaulicht meistens Einseitigkeit, Monotonie und Starrheit. Der träumende ist zuwenig flexibel und befindet sich in seinem Leben vielleicht in einer Sackgasse.
Allgemein: Wenn man nur seine Sorgen im Kopf hat, wird es einem immer schlechter gehen. Man denke auch einmal an die positiven Dinge im Leben.
Betreten wir den Bahnhof nur ungern, zögernd, atemlos, verspätet, so fehlt es an Entschlußkraft und Selbstvertrauen, das Alte hinter sich zu lassen und an das Neue zu glauben. Man sollte mehr Zuversicht entwickeln.
Zum Bahnhof wollen, aber der Weg ist versperrt: einige Hindernisse sind noch zu überwinden, bis Veränderungen möglich sind;
Ist der Bahnhof im Umbau oder muß man erst mühselig den richtigen Zug suchen: ein geplantes Vorhaben ist noch in Frage gestellt.
Stumm sein: du vertraust zu viel; es erwartet einem Unglück und ungerechte Verfolgungen; man diskutiere nicht über seine geschäftlichen Pläne; auch: man wird seine Probleme nicht lösen können, wenn man nicht darüber spricht;
Wenn der Träumende vergißt, wer er ist und woher er kommt, wenn er also, in anderen Worten, den Bezug auf sich selbst verliert, dann drückt sich dies in solchen typischen Träumen vom Fallen aus.
Versagensangst; Machtverlust; Kontrollverlust
Aus großer Höhe: bedeutet Verlust an Ehre und Vermögen; steht oft für ein plötzliches Unglück, bei dem man Verluste hinnehmen muß; man kann aber auch "aus allen Wolken fallen", also überrascht oder enttäuscht werden;
Fallen und dabei sehr erschrecken: heftige Kämpfe durchstehen und schließlich zu Ehre und Reichtum gelangen;
13:41
Ok, ich komm nicht klar. Gar nicht. Nicht fähig. Überhaupt nicht. Telefon klingelt. Ich sitze hier, 1,5l MultivitaminsaftLight im Bauch, gemischt mit rund 450gr. Keksen, 1 Stück Schokolade, 2 Brötchen mit Aufschnitt, Ketchup und Mayo im Bauch. Kotzen gehe ich nicht. Fragt mich nicht wieso, ist gerade einfach so.
Telefon klingelt also. Ich gehe nicht ran, weil ich niemals ans Telefon gehe. Ich erkenne die Nummer. Jemand, der heute Abend zum Spieleabend kommen wird. Wollte wahrscheinlich meinen Freund sprechen, der nicht Zuhause ist. Ich sehe sie, alle. Wie sie da sitzen, grinsen, lachen. In letzter Zeit war ich selten dabei, habe mich freiwillig ins Abseits gestellt und mich nicht blicken lassen. Dieses Mal ist es anders. Dieses mal bin ich nicht freiweillig nicht dabei. Ich höre die Gespräche, spüre, wie mein Freund sich aufspielt (oder auch nicht). Ich komme nicht klar. Gar nicht.
Habe mir Fotos von früher angeschaut und spüre nichts. Fotos aus unserer Anfangszeit, ich erkenne mich darauf noch nichteinmal. Habe das Gefühl, ich würde zwei wildfremde Personen dort sehen. Ok, meinen Freund, den ich vom sehen her kenne, aber ich bin mir absolut fremd. So, wie auf all den anderen Fotos. Alle zwei oder drei Jahre, totale Veränderung. Äußerlich und innerlich. Ich möchte doch nur ein wenig Ruhe, Stillstand. Sicherheit, die ich mit Sicherheit nicht aushalten würde.
15:39
Was ist denn los? Mit niemand mag ich reden und hier verfasse ich ganze Romane. Da sind Bilder, die mir wieder in den Sinn kommen. Erstmal, ich war doch noch kotzen. Kam natürlich nicht mehr alles raus, aber immerhin.
Bilder, Alkohol. Nicht ich betrunken, jemand anders. Sitzt dort, kommt nicht nach Hause. Kommt nach Hause, wird rausgeschmissen. Sitzt dort, wird bedroht, droht selbst. Gefundene Tagebücher, in denen steht, was wirklich passierte. Was hinter verschlossener Küchentür gesprochen wurde, was geschah, als ich in Urlaub war. Tagebücher, vor 13 Jahren gelesen und vergessen. Es kommt wieder. Ich aß nicht. Ich heulte, weil ich meinen blauen Elefanten verlegt hatte und ihn nicht finden konnte. Ich saß auf meinem Bett, heulte, aß nicht. Die Bilder hören nicht auf. Wie sie dort steht und er dort sitzt. Krankenhaus. Klinik. Er veränderte sich so. Veränderte sich erneut, diesmal für mich. Worte in meinem Kopf, neue Freundin, alles Durcheinander. Du musst dich entscheiden, entweder deine Tochter oder ich. Und beide sind wir noch da. Beide. Worte, die meine beste Freundin mir sagte. Wie man sie als Kind beschimpfte, welche Lügen man mir erzählte. Zwei Seiten. Streit, Schreie, Schläge, Geld, Gedankenflucht, Angst, Alpträume, Kotzen, Kratzen, Selbstverletzen, Sexualverhalten fehlgeleitet.
Glückliche Kindheit, wo bist du nur geblieben.
Es ekelt mich so, warum bin ich nicht früher kotzen gegangen. Ich will nicht fett werden! Es ist so verdammt ekelhaft!
Heute Nacht wieder sehr seltsam geträumt. Ungeknickte, abgesägte Strommasten. Überall. Ich mit meiner besten Freundin an einem See, dort unser Haus, ihre Klinik und überall umgeknickte, abgesägte Strommasten. Schön für einen `Stromphobiker`, ich hasse meine Stromträume.
`V. findet es gut, dass wir uns getrennt haben. Der ist richtig glücklich drüber.`
`Aha. Wieso kann man dann nicht ehrlich zu mir sein und mir offen ins Gesicht sagen, dass man mich nicht leiden kann? Ich hasse so eine scheinheilige Scheiße hinterm Rücken!`
`Naja, er weiß auch, dass die Möglichkeit besteht, dass wir wieder zusammenkommen und da hat er dann nunmal nett zu dir zu sein.`
Kann man Verletzung und Freude besser in einem Satz vereinen, als wie in diesem?
`B. hat nicht viel dazu gesagt. Der fand` dich eigentlich ganz ok, nur an dem einen Abend fand er dich unmöglich.`
`Aha. Ja, hat er vielleicht auch Recht. Was soll er auch sonst großartig dazu sagen.`
`Und M.? Der hat sich doch mit Sicherheit gefreut, dass Schluß ist, oder?`
`Nee, das glaube ich nicht. Nee, der hat sich nicht gefreut. Aber ich habe noch nicht richtig mit ihm gesprochen. Und M. (jemand anders) hat gedacht, wir heiraten in 2 Jahren.`
`M. hat sich nicht gefreut? Krass! Also, ich mag M., auch wenn er sich gefreut hätte, aber das finde ich krass.`
Meine Menschenkenntnis = Null
Traumdeutung meiner Träume, nicht nur auf den obigen bezogen. Finde ich irgendwie sehr interessant, Traumdeutung:
Elektrischer Strom symbolisiert die Gefahr, daß man den Anschluß an einen Menschen oder auf dem eigenen Lebensweg verpassen könnte.
Träume von Katastrophen sind oft überaus anschaulich. War man lediglich unbeteiligter Zuschauer, wenn auch gelähmt vor Entsetzen, stellt sich die Frage, ob man Existenzängste hat oder zumindest weniger selbstsicher ist, als man sein sollte. Wasser nimmt in den Träumen ständig verschiedene Formen an, hat aber auch seinen Platz in Katastrophenträumen. Hat man geträumt, sich in einem Schiffswrack zu befinden, in dem das Wasser immer höher steigt, steht einem auch emotional in einer bedeutsamen Sache "das Wasser bis zum Hals".
Eine auf See: bedeutet für Seeleute Unglück und den Verlust ihrer Heuer; für andere zeigt dies Verlust durch Tod an
Glaubt eine junge Frau, in eine Katastrophe verwickelt zu sein, dann wird sie den Verlust ihres Geliebten durch Tod oder Fortgang bedauern.
Hochspannungsleitung. Wer davon träumt, steht selbst unter höchster Spannung, die Leitung ist also das Symbol für den eigenen Zustand - die Drähte der Leitungen entsprechen den Nervensträngen. Wirkt die Traumhandlung aber beunruhigend oder kommt es gar zu einer Explosion, sind dies Anzeichen einer ernsthaften psychischen Störung des Träumenden. Warnsignale sind in diesem Zusammenhang auch nicht kontrollierbare elektrische Leitungen, Starkstromkabel usw.
Einen Elektroschock erleiden: sich auf eine große Gefahr einstellen müssen;
Elektrische Funken sehen: Ernüchterung nach einer leidenschaftlichen Liebe;
Elektrisches Licht: Warnung aus dem unbewußten Raum, da tödliche Gefahr besteht, wenn man unvorsichtig ist
Weltuntergang wird allgemein als schwere seelische Erschütterung verstanden; oft handelt es sich dabei um eine Trennung von einem nahestehenden Menschen oder um Einsichten, die alle bisherigen Überzeugungen, Werte und Ziele in Frage stellen und einen Neuanfang erforderlich machen.
Dieses Traumbild kennzeichnet unsere Weltuntergangsstimmung, die Angst vor dem Leben, das uns zuviel abverlangen könnte.
Erleben: kündet eine Auseinandersetzung mit nachfolgender Trennung an
Die Atombombe bedeutet in der Wirklichkeit eine starke Bedrohung für Mensch und Umwelt und kann auch im Traum als ernstzunehmendes Gefahrensymbol für die Angst vor Irrationalität und vor falsch gebrauchter Macht stehen.
...daß die Beendigung eines bestimmten Lebensabschnitts auf besonders dramatische Weise nahe bevorsteht.
Sie deutet auf eine geistige oder psychische Spaltung des Träumenden hin, kann aber ebenso ein Signal für eine neurotische Auflösung oder, im schlimmsten Fall, für eine Schizophrenie sein.
Sehen: es wird bald eine Katastrophe einsetzen, die Sie und Ihre Lieben betrifft
Sie ist häufig ein Gefahrenzeichen, deutet an, daß irgend etwas in unserem zentralen Nervensystem nicht stimmt. Im Traum verweist die Explosion ähnlich wie Bombe und Dynamit in der Regel auf hohe innere Spannung, Gereiztheit, Unruhe und Nervosität, sowie auf das plötzliche heftige Entweichen von Energie bzw. auf einen psychischen Zusammenbruch oder auf einen heftigen Streit hin.
Allgemein: schlechte Taten nahestehender Personen werden einem vorübergehend Kummer und Verluste bereiten; eine geschäftliche Entwicklung wird enttäuschend sein; Etwas, was man lange verborgen hielt, kommt ans Licht.
Miterleben: eine unerwartete Überraschung droht, die mit einem Schrecken verbunden ist;
Miterleben und danach ruckartig aufwachen: es liegt eine körperliche Störung vor;
Einer großen Fabrik mit Feuersbrunst: kündet ein vorteilhaftes Ereignis an;
Junge Frauen sollten sich nach einem solchen Traum vor Kontakten mit dem anderen Geschlecht hüten.
In dem man eine Reihe von unerwünschten Persönlichkeitsmerkmalen unterdrückt, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen, führt man eine zerstörerische Energieansammlung herbei. Durch den Traum von einem GAU wird der Träumende möglicherweise auf diesen gefährlichen Zustand aufmerksam gemacht.
Ein bewölkter Himmel kann turbulente Zeiten voraussagen. Er kann auch bedeuten, daß man eine schwere Last mit sich herumträgt.
Ein dichtbewölkter und düsterer Himmel dagegen weist auf Depressionen im bewußten Leben hin, die auf mangelnden Erfolg zurückzuführen sein könnten.
Bringt uns der Traumlift in eine höhere Etage, werden wir wohl mit fremder Hilfe aufsteigen können; wer aber mit ihm rasch nach unten fährt, kann im Augenblick höheren Ansprüchen nicht genügen. Kommt dagegen der Lift im Keller an, wird für den Wachzustand signalisiert, man möge einmal seine Gefühle überprüfen, es könnte da Schockierendes ans Tageslicht kommen.
Wenn der Lift im Traum steckenbleibt, ist dies ein Zeichen für eine Störung in der Persönlichkeitsentwicklung des Träumenden oder für Minderwertigkeitsgefühle. Als Kind habe ich sehr oft geträumt, ich würde im Aufzug stecken bleiben. Ich hatte solche Angst vor diesem Aufzug.
Keller.
Ein ungünstiges Omen! Verkündet Unannehmlichkeiten infolge Hochmut und Dünkel; auch: kann eine Reise anzeigen oder die Erweiterung von beruflichen Interessen;
In einen gehen: man wird in den nächsten Wochen sehr viel Geduld und Ausdauer benötigen;
Sich in einem kalten, feuchten befinden: man wird von Zweifeln geplagt; man verliert die Zuversicht und hegt düstere Gedanken, die einen nicht mehr loslassen, wenn man seinen Willen nicht durchsetzt; auch: deutet auf Besitzverlust hin;
Fundament des Hauses; Symbol für Beine und untere Körperregionen;
In einem dunklen sitzen: bedeutet Trauer, große Unannehmlichkeiten und Mißerfolge;
Das Traumbild des Gleises veranschaulicht meistens Einseitigkeit, Monotonie und Starrheit. Der träumende ist zuwenig flexibel und befindet sich in seinem Leben vielleicht in einer Sackgasse.
Allgemein: Wenn man nur seine Sorgen im Kopf hat, wird es einem immer schlechter gehen. Man denke auch einmal an die positiven Dinge im Leben.
Betreten wir den Bahnhof nur ungern, zögernd, atemlos, verspätet, so fehlt es an Entschlußkraft und Selbstvertrauen, das Alte hinter sich zu lassen und an das Neue zu glauben. Man sollte mehr Zuversicht entwickeln.
Zum Bahnhof wollen, aber der Weg ist versperrt: einige Hindernisse sind noch zu überwinden, bis Veränderungen möglich sind;
Ist der Bahnhof im Umbau oder muß man erst mühselig den richtigen Zug suchen: ein geplantes Vorhaben ist noch in Frage gestellt.
Stumm sein: du vertraust zu viel; es erwartet einem Unglück und ungerechte Verfolgungen; man diskutiere nicht über seine geschäftlichen Pläne; auch: man wird seine Probleme nicht lösen können, wenn man nicht darüber spricht;
Wenn der Träumende vergißt, wer er ist und woher er kommt, wenn er also, in anderen Worten, den Bezug auf sich selbst verliert, dann drückt sich dies in solchen typischen Träumen vom Fallen aus.
Versagensangst; Machtverlust; Kontrollverlust
Aus großer Höhe: bedeutet Verlust an Ehre und Vermögen; steht oft für ein plötzliches Unglück, bei dem man Verluste hinnehmen muß; man kann aber auch "aus allen Wolken fallen", also überrascht oder enttäuscht werden;
Fallen und dabei sehr erschrecken: heftige Kämpfe durchstehen und schließlich zu Ehre und Reichtum gelangen;
13:41
Ok, ich komm nicht klar. Gar nicht. Nicht fähig. Überhaupt nicht. Telefon klingelt. Ich sitze hier, 1,5l MultivitaminsaftLight im Bauch, gemischt mit rund 450gr. Keksen, 1 Stück Schokolade, 2 Brötchen mit Aufschnitt, Ketchup und Mayo im Bauch. Kotzen gehe ich nicht. Fragt mich nicht wieso, ist gerade einfach so.
Telefon klingelt also. Ich gehe nicht ran, weil ich niemals ans Telefon gehe. Ich erkenne die Nummer. Jemand, der heute Abend zum Spieleabend kommen wird. Wollte wahrscheinlich meinen Freund sprechen, der nicht Zuhause ist. Ich sehe sie, alle. Wie sie da sitzen, grinsen, lachen. In letzter Zeit war ich selten dabei, habe mich freiwillig ins Abseits gestellt und mich nicht blicken lassen. Dieses Mal ist es anders. Dieses mal bin ich nicht freiweillig nicht dabei. Ich höre die Gespräche, spüre, wie mein Freund sich aufspielt (oder auch nicht). Ich komme nicht klar. Gar nicht.
Habe mir Fotos von früher angeschaut und spüre nichts. Fotos aus unserer Anfangszeit, ich erkenne mich darauf noch nichteinmal. Habe das Gefühl, ich würde zwei wildfremde Personen dort sehen. Ok, meinen Freund, den ich vom sehen her kenne, aber ich bin mir absolut fremd. So, wie auf all den anderen Fotos. Alle zwei oder drei Jahre, totale Veränderung. Äußerlich und innerlich. Ich möchte doch nur ein wenig Ruhe, Stillstand. Sicherheit, die ich mit Sicherheit nicht aushalten würde.
15:39
Was ist denn los? Mit niemand mag ich reden und hier verfasse ich ganze Romane. Da sind Bilder, die mir wieder in den Sinn kommen. Erstmal, ich war doch noch kotzen. Kam natürlich nicht mehr alles raus, aber immerhin.
Bilder, Alkohol. Nicht ich betrunken, jemand anders. Sitzt dort, kommt nicht nach Hause. Kommt nach Hause, wird rausgeschmissen. Sitzt dort, wird bedroht, droht selbst. Gefundene Tagebücher, in denen steht, was wirklich passierte. Was hinter verschlossener Küchentür gesprochen wurde, was geschah, als ich in Urlaub war. Tagebücher, vor 13 Jahren gelesen und vergessen. Es kommt wieder. Ich aß nicht. Ich heulte, weil ich meinen blauen Elefanten verlegt hatte und ihn nicht finden konnte. Ich saß auf meinem Bett, heulte, aß nicht. Die Bilder hören nicht auf. Wie sie dort steht und er dort sitzt. Krankenhaus. Klinik. Er veränderte sich so. Veränderte sich erneut, diesmal für mich. Worte in meinem Kopf, neue Freundin, alles Durcheinander. Du musst dich entscheiden, entweder deine Tochter oder ich. Und beide sind wir noch da. Beide. Worte, die meine beste Freundin mir sagte. Wie man sie als Kind beschimpfte, welche Lügen man mir erzählte. Zwei Seiten. Streit, Schreie, Schläge, Geld, Gedankenflucht, Angst, Alpträume, Kotzen, Kratzen, Selbstverletzen, Sexualverhalten fehlgeleitet.
Glückliche Kindheit, wo bist du nur geblieben.
Es ekelt mich so, warum bin ich nicht früher kotzen gegangen. Ich will nicht fett werden! Es ist so verdammt ekelhaft!
Freitag, 16. April 2010
16. April 2010
Ich muss mich hier für kurze Zeit abmelden. Die letzten Einträge passen nicht. Weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, sie passen einfach nicht.
All jene, die auf eine Antwort warten, werden sie erhalten. Du weißt glaube ich, dass ich dich meine. Heute, spätestens morgen. Versprochen.
Die Situation, gerade, alles passt nicht. Nicht mehr, vielleicht hat es auch niemals gepasst. Danke an euch alle, die ihr, auch wenn ich nur kurze Zeit gebloggt habe, gelesen habt und da wart, obwohl ihr mich gar nicht kanntet.
Ich weiß es nicht, wann ich wieder schreibe. Morgen oder gar nicht mehr, oder irgendwann.
`Wir machen morgen Abend Spieleabend hier. Wäre schön, wenn du dann nicht hier rumlaufen würdest.`
Keine Angst, werde ich nicht mehr.
Habe übrigens gefressen, wie noch nie. Gelogen, fast wie noch nie. Kotzen will ich gerade nicht. Ich werde fett werden, abartig schwabbelig fett. Ich rede so einen Mist zusammen, alles passt nicht. Ich denke an euch!
All jene, die auf eine Antwort warten, werden sie erhalten. Du weißt glaube ich, dass ich dich meine. Heute, spätestens morgen. Versprochen.
Die Situation, gerade, alles passt nicht. Nicht mehr, vielleicht hat es auch niemals gepasst. Danke an euch alle, die ihr, auch wenn ich nur kurze Zeit gebloggt habe, gelesen habt und da wart, obwohl ihr mich gar nicht kanntet.
Ich weiß es nicht, wann ich wieder schreibe. Morgen oder gar nicht mehr, oder irgendwann.
`Wir machen morgen Abend Spieleabend hier. Wäre schön, wenn du dann nicht hier rumlaufen würdest.`
Keine Angst, werde ich nicht mehr.
Habe übrigens gefressen, wie noch nie. Gelogen, fast wie noch nie. Kotzen will ich gerade nicht. Ich werde fett werden, abartig schwabbelig fett. Ich rede so einen Mist zusammen, alles passt nicht. Ich denke an euch!
16. April 2010
Ich bin gerade wortlos. Später vielleicht. Doch. Ich träume wieder, endlich wieder richtig! Nachts, wenn ich mit meinem Freund im Bett lag, kam es die letzten Monate oder Jahre vor, dass ich mitten in der Nacht aufgestanden bin. Ich konnte nicht schlafen, hatte Heißhunger, hatte kurze Alpträume, alles mögliche und bin Nacht für Nacht vor den Laptop getigert.
Es ist Schluss, ich schlafe im Wohnzimmer auf dem Sofa. Und ich schlafe tatsächlich. Heute Nacht wieder. Von ungf. 23:00 - 08:30. Durchgeschlafen, soviel geträumt. Gutes und Schlechtes, wie früher. Ich habe meine Träume wieder! Natürlich schlafe ich tagsüber immer noch, ich schlafe eigentlich sehr gern und viel, zuviel, aber besonders, dass ich Nachts durchschlafe und endlich wieder meine Träume nicht nur in Fetzen, sondern als ganzen Film erlebe, das freut mich! Auch wenn die Träume noch so seltsam und schlimm sind, ich liebe sie.
10:15
Gestern war ich auch wortlos. Durchgerungen, mit dem Hund in den Wald zu gehen. Denn normalerweise liebe ich diese Waldspaziergänge mit meinem Hund. Abgelegener, aber dennoch offizieller Wanderweg. In der Ferne zwei Menschen. Ich, wie bei jedem Waldspaziergang, weit weg in meiner Gedankenwelt. Beobachtete, aber bekam gar nicht mit, was ich dort sah.
Plötzlich herausgerissen aus meiner Traumwelt. Zwei unten nicht bekleidete Personen springen auf und versuchen sich hastig anzuziehen.
Ich drehe mich auf der Stelle um, rufe meinen Hund zurück und haue ab. Ich weiß nicht weshalb, aber ich hätte an Ort und Stelle kotzen können, so schlecht wurde es mir. Diese nackten Körper, es war ekelhaft. Ich bin nicht prüde, aber diese nackten, ekligen Körper in dieser eindeutigen Position.
Warum gehen die nicht tiefer in den Wald, ich weiß es nicht, mitten auf einem abgelegenen Wanderweg.
13:17
Anscheinend habe ich doch mehr zu sagen heute.
Ich frage mich, ob das eine Art ist. Nach sovielen Jahren Beziehung. Ob es ihm vielleicht Spaß macht, mich fertig zu machen, so wie ich es manchmal schon in der Beziehung empfand. Vielleicht ist es keine böse Absicht, vielleicht schon. Wer weiß, wie er mein seltsames Verhalten manches Mal empfand, wenn ich es selbst noch nichteinmal verstehe.
Aber, ob das wirklich eine Art ist? Denn ich glaube, er ist noch bei klarem Verstand. Er weiß auch vom Selbstverletzen, was es heißt, was es ist. Von der Essstörung weiß er und den Depressionen. Dissoziation, Ängste, Zwänge, das versteht er nicht richtig. In Ordnung, das verlange ich gar nicht, ich verlange schon gar nicht, dass er zu 100% versteht, was Borderline im Ganzen bedeutet. Wie gesagt, verstehe ich selber ja auch nicht richtig.
Aber, diese absolute Ignoranz, Kälte und Herzlosigkeit von einem Tag auf den anderen, die sonst immer nur für wenige Tage durchbrach und sich legte. Von einem Tag auf den anderen, an dem ich mich unter Druck gesetzt für etwas Falsches entschloß und von einem Tag auf den anderen, an dem ich mich unter Druck für etwas für mich Richtiges entschloß.
Es interessiert ihn nicht, warum ich so gehandelt habe. Null. Für ihn zählt nur, was ich getan habe, nicht der Hintergrund. Wie oft hätte ich ihn verlassen müssen, weil es mich kaputt gemacht hat. Weil er Sachen getan hat, die falsch waren, wie oft. Und ich blieb bei ihm, habe versucht, zu ergründen, warum das alles. 100 gegen 0. Aber wer weiß schon, was ich wirklich getan habe und wie anders es in meinen Gedanken aussieht. Aber würdet ihr nicht auch direkt zu eurer besten Freundin fahren, wenn ihr eine SMS bekommt, in der steht `Ich kann nicht mehr. Bitte komm`, ich bringe mich sonst um.`? Würdet ihr nicht auch euren Freund dafür sitzen lassen, auch wenn es ihm noch so dreckig geht, weil ihr wisst, dass er stark genug ist und sich nichts antun wird?
Wieder total entfernt von dem, was ich eigentlich schreiben wollte. Seine Art, nach dem Motto `Wir sind zwar nicht mehr zusammen, aber dennoch kann ich weiterhin über das bestimmten, was du tust und machen musst. Außerdem brauche ich dich nicht mehr, nur für Putzen und die Tiere. Deshalb darfst du hier bleiben. Geliebt habe ich dich eigentlich auch nicht mehr wirklich die letzten Monate. Und guck mal, ich habe noch immer Freunde, ich habe mein Leben total unter Kontrolle, ich habe viel mehr Freunde und mit denen mache ich auch was am Wochenende. Deshalb stelle ich mich mit dem Telefon direkt neben dich, als dieses Thema beginnt und rede groß und breit davon, dass ja noch ein paar Leute kommen können. S. zum Beispiel, und M., oder auch L. Denn es sind meine Freunde, die ich habe, du gehörst von heute auf Morgen nicht mehr dazu. Aber du musst weiterhin X und Y für mich machen, schließlich lasse ich dich hier wohnen.`
Vielleicht ist es einfach seine Art, mit der Trennung umzugehen und ich interpretiere alles wieder total falsch.
Ich habe auch meine eigene Art damit umzugehen. Widererwartend bin ich nicht zusammengebrochen, habe mir nicht die Pulsadern aufgeschnitten, bin nicht sturzbetrunken gegen einen Baum gefahren oder von einer Brücke gesprungen, habe mich nicht einweisen lassen, habe nicht stundenlang geheult oder bin abgehauen. Nein, ich schneide und putze. Wie eine Irre, wahnsinnig. Ich kotze nicht, fast nicht, ich esse nicht, fast nicht, ich habe mir nicht die Haare gefärbt, mich gepierct oder sonstirgendwas. Nein. Ich putze, schneide, putze, esse, putze, kotze, putze.
Aber stop, auch nicht richtig. Denn ich putze ja falsch, meinem Freund nach. Und der Müll ist auch noch nicht draußen, er möchte da am Wochenende rumräumen, bis dahin hat der weg zu sein. Die Tiere haben ihr Flohzeug auch noch nicht drauf. Überhaupt, den halben Tag vor dem Fernseher zu verbringen, ich sollte doch lieber was Ordentliches machen. Mit dem Hund rausgehen. Für die Spülmaschine, sein Geschirr und den Müll bin doch auch weiterhin ich zuständig. Nur Kochen und seine Wäsche waschen, für sich einkaufen, das ist seins.
Seine Art, meine Art, beides keine Art.
Es ist Schluss, ich schlafe im Wohnzimmer auf dem Sofa. Und ich schlafe tatsächlich. Heute Nacht wieder. Von ungf. 23:00 - 08:30. Durchgeschlafen, soviel geträumt. Gutes und Schlechtes, wie früher. Ich habe meine Träume wieder! Natürlich schlafe ich tagsüber immer noch, ich schlafe eigentlich sehr gern und viel, zuviel, aber besonders, dass ich Nachts durchschlafe und endlich wieder meine Träume nicht nur in Fetzen, sondern als ganzen Film erlebe, das freut mich! Auch wenn die Träume noch so seltsam und schlimm sind, ich liebe sie.
10:15
Gestern war ich auch wortlos. Durchgerungen, mit dem Hund in den Wald zu gehen. Denn normalerweise liebe ich diese Waldspaziergänge mit meinem Hund. Abgelegener, aber dennoch offizieller Wanderweg. In der Ferne zwei Menschen. Ich, wie bei jedem Waldspaziergang, weit weg in meiner Gedankenwelt. Beobachtete, aber bekam gar nicht mit, was ich dort sah.
Plötzlich herausgerissen aus meiner Traumwelt. Zwei unten nicht bekleidete Personen springen auf und versuchen sich hastig anzuziehen.
Ich drehe mich auf der Stelle um, rufe meinen Hund zurück und haue ab. Ich weiß nicht weshalb, aber ich hätte an Ort und Stelle kotzen können, so schlecht wurde es mir. Diese nackten Körper, es war ekelhaft. Ich bin nicht prüde, aber diese nackten, ekligen Körper in dieser eindeutigen Position.
Warum gehen die nicht tiefer in den Wald, ich weiß es nicht, mitten auf einem abgelegenen Wanderweg.
13:17
Anscheinend habe ich doch mehr zu sagen heute.
Ich frage mich, ob das eine Art ist. Nach sovielen Jahren Beziehung. Ob es ihm vielleicht Spaß macht, mich fertig zu machen, so wie ich es manchmal schon in der Beziehung empfand. Vielleicht ist es keine böse Absicht, vielleicht schon. Wer weiß, wie er mein seltsames Verhalten manches Mal empfand, wenn ich es selbst noch nichteinmal verstehe.
Aber, ob das wirklich eine Art ist? Denn ich glaube, er ist noch bei klarem Verstand. Er weiß auch vom Selbstverletzen, was es heißt, was es ist. Von der Essstörung weiß er und den Depressionen. Dissoziation, Ängste, Zwänge, das versteht er nicht richtig. In Ordnung, das verlange ich gar nicht, ich verlange schon gar nicht, dass er zu 100% versteht, was Borderline im Ganzen bedeutet. Wie gesagt, verstehe ich selber ja auch nicht richtig.
Aber, diese absolute Ignoranz, Kälte und Herzlosigkeit von einem Tag auf den anderen, die sonst immer nur für wenige Tage durchbrach und sich legte. Von einem Tag auf den anderen, an dem ich mich unter Druck gesetzt für etwas Falsches entschloß und von einem Tag auf den anderen, an dem ich mich unter Druck für etwas für mich Richtiges entschloß.
Es interessiert ihn nicht, warum ich so gehandelt habe. Null. Für ihn zählt nur, was ich getan habe, nicht der Hintergrund. Wie oft hätte ich ihn verlassen müssen, weil es mich kaputt gemacht hat. Weil er Sachen getan hat, die falsch waren, wie oft. Und ich blieb bei ihm, habe versucht, zu ergründen, warum das alles. 100 gegen 0. Aber wer weiß schon, was ich wirklich getan habe und wie anders es in meinen Gedanken aussieht. Aber würdet ihr nicht auch direkt zu eurer besten Freundin fahren, wenn ihr eine SMS bekommt, in der steht `Ich kann nicht mehr. Bitte komm`, ich bringe mich sonst um.`? Würdet ihr nicht auch euren Freund dafür sitzen lassen, auch wenn es ihm noch so dreckig geht, weil ihr wisst, dass er stark genug ist und sich nichts antun wird?
Wieder total entfernt von dem, was ich eigentlich schreiben wollte. Seine Art, nach dem Motto `Wir sind zwar nicht mehr zusammen, aber dennoch kann ich weiterhin über das bestimmten, was du tust und machen musst. Außerdem brauche ich dich nicht mehr, nur für Putzen und die Tiere. Deshalb darfst du hier bleiben. Geliebt habe ich dich eigentlich auch nicht mehr wirklich die letzten Monate. Und guck mal, ich habe noch immer Freunde, ich habe mein Leben total unter Kontrolle, ich habe viel mehr Freunde und mit denen mache ich auch was am Wochenende. Deshalb stelle ich mich mit dem Telefon direkt neben dich, als dieses Thema beginnt und rede groß und breit davon, dass ja noch ein paar Leute kommen können. S. zum Beispiel, und M., oder auch L. Denn es sind meine Freunde, die ich habe, du gehörst von heute auf Morgen nicht mehr dazu. Aber du musst weiterhin X und Y für mich machen, schließlich lasse ich dich hier wohnen.`
Vielleicht ist es einfach seine Art, mit der Trennung umzugehen und ich interpretiere alles wieder total falsch.
Ich habe auch meine eigene Art damit umzugehen. Widererwartend bin ich nicht zusammengebrochen, habe mir nicht die Pulsadern aufgeschnitten, bin nicht sturzbetrunken gegen einen Baum gefahren oder von einer Brücke gesprungen, habe mich nicht einweisen lassen, habe nicht stundenlang geheult oder bin abgehauen. Nein, ich schneide und putze. Wie eine Irre, wahnsinnig. Ich kotze nicht, fast nicht, ich esse nicht, fast nicht, ich habe mir nicht die Haare gefärbt, mich gepierct oder sonstirgendwas. Nein. Ich putze, schneide, putze, esse, putze, kotze, putze.
Aber stop, auch nicht richtig. Denn ich putze ja falsch, meinem Freund nach. Und der Müll ist auch noch nicht draußen, er möchte da am Wochenende rumräumen, bis dahin hat der weg zu sein. Die Tiere haben ihr Flohzeug auch noch nicht drauf. Überhaupt, den halben Tag vor dem Fernseher zu verbringen, ich sollte doch lieber was Ordentliches machen. Mit dem Hund rausgehen. Für die Spülmaschine, sein Geschirr und den Müll bin doch auch weiterhin ich zuständig. Nur Kochen und seine Wäsche waschen, für sich einkaufen, das ist seins.
Seine Art, meine Art, beides keine Art.
Donnerstag, 15. April 2010
15. April 2010
Mir geht es unglaublich gut. Ernsthaft. Freiheit. Es ist zwar alles nur eingebildet und wird maximal solange anhalten, bis mein Freund mich hierraus schmeißt und ich ihn nicht mehr sehen werde, aber bis dahin ist doch alles wieder in Ordnung. Es ging doch immer irgendwie weiter. Irgendwie konnte ich immer verdrängen, aushalten und bin irgendwo gelandet.
Solange ich es übersehe, diese Ignoranz und Kälte, die man nach mehr als 4 1/2 Jahren nicht erwarten sollte. Es interessiert ihn nichtmal im Geringsten, was das Gespräch mit meiner Mutter brachte. Wie ich mich fühle, was mit meiner besten Freundin ist. Nichts. Er geht seinen Weg, er zieht jetzt seine Sache durch, weil auf seine Gefühle auch nie jemand geachtet hat. Aber das war schon so, als wir noch zusammen waren. Verstehe ich teilweise, solange ich verdränge und aushalte.
Haare färben. Nur die Frage, welche Farbe? Von knallblond, über knallrot, dunkelrot, lila, dunkelbraun, dunkelbraun mit Strähnen, knallblond mit Strähnen bis zu tiefschwarz hatte ich schon alles drin und ich habe keine Ahnung, was ich nu will.
Es ist ein wenig blöd, wenn ich sie mir knallrot, dunkelrot oder schwarz mache und auf einmal feststelle, dass ich doch blond will. Ich weiß aber nicht, was ich will! Doch, ich kann diesen rotgoldbraun Naturfarbenscheiß nicht mehr sehen, weil er mich, so dämlich es klingt, an meine Kindheit und an die Beziehung zu meinem Freund erinnert. Denn ihm zu liebe habe ich aufgehört, mit dem Färben. Und mit dem Piercen. Und mit dem Trinken. Und mit dem nächtelangen Feiern. Und mit dem `nuttigen` Rumlaufen (ok, dafür bin ich ihm wirklich dankbar). Mit meinem ganzen `Ich sauf` und feier` mir die Erinnerungen weg`. Ihm zuliebe habe ich ausgehalten, mich Stück für Stück weiter kaputt gemacht, ihm zuliebe bin ich durch die Hölle gegangen. Aber er zieht ja jetzt seine Sache durch. Und außerdem, wir sind nicht mehr zusammen. Es kann ihm scheißegal sein, was mit mir ist. Genauso wie es mir scheißegal ist, was mit mir ist.
Ich komme mir wieder vor, als würde ich mich in Selbstmitleid ertränken. Hallo? Freiheit!
Diese Kinderfotos, das kleine süße Mädchen mit den naturroten, lockigen Haaren (wirklich rot sind sie nicht, keine Ahnung, eben eine Mischung aus rotgoldbraun) in dem kleinen süßen Kleidchen, das dieses Mädchen so hasste. Dieses Mädchen, die den Dreck liebte, große Hunde, mit denen sie auf der Wiese liebend gern tobte und die sich danach anhören durfte, dass das nicht geht. Das Kleidchen wird doch dreckig. Wozu gibt es eine Waschmaschine? Also bitte, sowas macht man als Mädchen nicht. Das Mädchen, das phasenweise lieber ein Junge gewesen wäre, sich so verhielt und kleidete, um daraufhin doch wieder froh zu sein, ein Mädchen zu sein. Dieses Mädchen, das Dinosaurier liebte, Bücher über Dinosaurier sammelte und dennoch immer wieder Puppen geschenkt bekam. Puppen, denen es später die Haare ausriss, die es `folterte`, weil es Babys nicht ausstehen konnte. Und noch heute nicht kann, aber sie hält sich zurück. Sowas gehört sich für einen Mensch und besonders eine Frau nicht. Zu sagen, dass man keine Babys und Kinder mag und selbst erst recht keine haben möchte. Dass einem Tiere wichtiger als Menschen sind. Also bitte, sowas sagt man als Mädchen und Frau doch nicht.
Das Mädchen, das immer ein schwarzes Haarband bei sich trägt. Denn man weiß nie, wann man die langen Haare zusammenbinden muss, weil sie sonst beim Kotzen stören. Das Mädchen, das selbst im Sommer lange, schwarze Pullover trägt, weil es seine Mitmenschen vor dem Anblick schützen will. Vor dem Anblick von einem fetten und zerschnittenen Körper. Das Mädchen, das nach außen hin höflich und zurückhaltend, genausogut übertrieben fröhlich und aufgedreht sein kann und das im Inneren einfach nur kaputt ist. Das Mädchen, das nicht mehr weiß, was oder wer es ist. Das Angst hat, vor sich selbst, das sich schon lang verloren hat. Das Angst hat, zuviel zu erzählen, zuviel von Selbstmitleid. Doch hier ist der einzige Ort, an dem ich offen reden kann. Reden durch schreiben, denn wirklich so über alles sprechen, das kann ich nicht.
Danke an alle, die sich jedes Mal aufs Neue die Mühe machen, dieses Chaos hier zu lesen und dann auch noch darauf zu antworten. Wirklich, Danke an euch alle!
Solange ich es übersehe, diese Ignoranz und Kälte, die man nach mehr als 4 1/2 Jahren nicht erwarten sollte. Es interessiert ihn nichtmal im Geringsten, was das Gespräch mit meiner Mutter brachte. Wie ich mich fühle, was mit meiner besten Freundin ist. Nichts. Er geht seinen Weg, er zieht jetzt seine Sache durch, weil auf seine Gefühle auch nie jemand geachtet hat. Aber das war schon so, als wir noch zusammen waren. Verstehe ich teilweise, solange ich verdränge und aushalte.
Haare färben. Nur die Frage, welche Farbe? Von knallblond, über knallrot, dunkelrot, lila, dunkelbraun, dunkelbraun mit Strähnen, knallblond mit Strähnen bis zu tiefschwarz hatte ich schon alles drin und ich habe keine Ahnung, was ich nu will.
Es ist ein wenig blöd, wenn ich sie mir knallrot, dunkelrot oder schwarz mache und auf einmal feststelle, dass ich doch blond will. Ich weiß aber nicht, was ich will! Doch, ich kann diesen rotgoldbraun Naturfarbenscheiß nicht mehr sehen, weil er mich, so dämlich es klingt, an meine Kindheit und an die Beziehung zu meinem Freund erinnert. Denn ihm zu liebe habe ich aufgehört, mit dem Färben. Und mit dem Piercen. Und mit dem Trinken. Und mit dem nächtelangen Feiern. Und mit dem `nuttigen` Rumlaufen (ok, dafür bin ich ihm wirklich dankbar). Mit meinem ganzen `Ich sauf` und feier` mir die Erinnerungen weg`. Ihm zuliebe habe ich ausgehalten, mich Stück für Stück weiter kaputt gemacht, ihm zuliebe bin ich durch die Hölle gegangen. Aber er zieht ja jetzt seine Sache durch. Und außerdem, wir sind nicht mehr zusammen. Es kann ihm scheißegal sein, was mit mir ist. Genauso wie es mir scheißegal ist, was mit mir ist.
Ich komme mir wieder vor, als würde ich mich in Selbstmitleid ertränken. Hallo? Freiheit!
Diese Kinderfotos, das kleine süße Mädchen mit den naturroten, lockigen Haaren (wirklich rot sind sie nicht, keine Ahnung, eben eine Mischung aus rotgoldbraun) in dem kleinen süßen Kleidchen, das dieses Mädchen so hasste. Dieses Mädchen, die den Dreck liebte, große Hunde, mit denen sie auf der Wiese liebend gern tobte und die sich danach anhören durfte, dass das nicht geht. Das Kleidchen wird doch dreckig. Wozu gibt es eine Waschmaschine? Also bitte, sowas macht man als Mädchen nicht. Das Mädchen, das phasenweise lieber ein Junge gewesen wäre, sich so verhielt und kleidete, um daraufhin doch wieder froh zu sein, ein Mädchen zu sein. Dieses Mädchen, das Dinosaurier liebte, Bücher über Dinosaurier sammelte und dennoch immer wieder Puppen geschenkt bekam. Puppen, denen es später die Haare ausriss, die es `folterte`, weil es Babys nicht ausstehen konnte. Und noch heute nicht kann, aber sie hält sich zurück. Sowas gehört sich für einen Mensch und besonders eine Frau nicht. Zu sagen, dass man keine Babys und Kinder mag und selbst erst recht keine haben möchte. Dass einem Tiere wichtiger als Menschen sind. Also bitte, sowas sagt man als Mädchen und Frau doch nicht.
Das Mädchen, das immer ein schwarzes Haarband bei sich trägt. Denn man weiß nie, wann man die langen Haare zusammenbinden muss, weil sie sonst beim Kotzen stören. Das Mädchen, das selbst im Sommer lange, schwarze Pullover trägt, weil es seine Mitmenschen vor dem Anblick schützen will. Vor dem Anblick von einem fetten und zerschnittenen Körper. Das Mädchen, das nach außen hin höflich und zurückhaltend, genausogut übertrieben fröhlich und aufgedreht sein kann und das im Inneren einfach nur kaputt ist. Das Mädchen, das nicht mehr weiß, was oder wer es ist. Das Angst hat, vor sich selbst, das sich schon lang verloren hat. Das Angst hat, zuviel zu erzählen, zuviel von Selbstmitleid. Doch hier ist der einzige Ort, an dem ich offen reden kann. Reden durch schreiben, denn wirklich so über alles sprechen, das kann ich nicht.
Danke an alle, die sich jedes Mal aufs Neue die Mühe machen, dieses Chaos hier zu lesen und dann auch noch darauf zu antworten. Wirklich, Danke an euch alle!
Mittwoch, 14. April 2010
14. April 2010
Manchmal wünschte ich, ich würde für ewig in meinem Blog leben können und nicht in der Welt hierdraußen. Vielen Dank für eure lieben Kommentare, es hilft sehr!
Was genau passiert ist, kann ich gar nicht sagen. Beide entschlossen sich zum selben Zeitpunkt, dass sie mich für sich allein brauchen. Ich versuchte dennoch, für beide dazusein, eher an einem Tag zu 100% für die eine Seite, am anderen Tag zu 100% für die andere Seite. Dann waren beide Seiten sauer und traurig, dass ich an einem Tag für die andere Seite da war, weil ich es nicht kann, für beide Seiten gleichzeitig genügend da zu sein.
Dazu muss man sagen, dass ich an diesen 100% Tagen die andere Seite sehr vernachlässigte, teilweise sogar schlecht mache und verletzende Dinge sagte, vermutlich um es auszuhalten, dass ich nicht für sie da war. Es war so ein Druck dahinter, von beiden Seiten, aber ich möchte niemanden schlecht machen. Beide sind derzeit in extrem schwierigen Situationen, ich kann mit soetwas nicht umgehen. Ich weiß auch nicht, ob es so zutreffend ist.
Meine beste Freundin, ich weiß es nicht, wie es weitergeht. Die letzten Stunden war ich so eiskalt zu ihr, allein um zu verkraften, dass sie gehen wird. Nicht um sie zu beleidigen, nicht aus böser Absicht, ich würde es sonst einfach nicht aushalten. 3 Wochen wird sie in eine Klinik gehen und danach weiß ich nicht, wie es aussehen wird. Ihre Eltern wollen nicht mehr, dass sie Kontakt zu mir hat. Denn sie macht sich fertig, weil sie meint, dass es mir bei meinem Freund schlecht geht.
Mein Freund, ich weiß es nicht, wie es weitergeht. Zu ihm war ich genauso eiskalt, weil ich es auch hier nicht verkraften würde, wenn er geht. Er denkt darüber nach, fühlt sich von mir im Stich gelassen, womit er in gewisser Weise auch Recht hat und er kann aus gewissen Gründen auch nicht die Hintergründe dazu sehen, die mich dazu brachten, ihn im Stich zu lassen.
Und letztendlich brachte ich alles ins Rollen, als mir meine Mutter all das erzählte, andere Sachen ans Licht kamen und ich darauf nicht klar kam. Der ganze Dreck der Vergangenheit kommt wieder hoch und da ich ohnehin schon nicht mehr weiß, was ich fühle, was ich bin und was ich denke, mache, tue, endet nun alles in einem einzigen Chaos. Es ist mein Talent, jedes Mal aufs Neue mein Leben kaputt zu machen. Immerhin, besser als gar kein Talent.
Und immerhin, ein oder zwei Tage nicht gekotzt, glaube ich. Denn was man nicht isst, kann man auch nicht auskotzen.
18:12
Ich war nicht beim Arzt. Die Klinik, das dauert noch mindestens 2 Monate. Psychiatrie geht nicht, ich habe einen Horror vor dieser Frau. Und letztendlich ist es alles egal. Alles so egal.
Meine beste Freundin ist weg. Niemand sagt mir wohin, niemand sagt mir, wie es ihr geht, niemand. Ich kann es euch ruhig sagen, meine beste Freundin ist meine Cousine. Und gestern, oder war es vorgestern, da stellten wir etwas fest. Wir waren schon seit unserer Kindheit sehr gleich und haben uns auch immer gewundert, dass wir nach all diesen Jahren immer noch so gleich sind. Von unserer Art und unserem Denken. Und ich habe hier geschrieben, was ich als Kind im Stillen und Heimlichen getan habe. Sie hat es genauso getan. Im Stillen und Heimlichen. Nicht alles, aber vieles. Davon wusste ich nichts, ich wusste nicht, wie absolut schlecht es ihr geht. Ich weiß doch gar nichts mehr.
Und mein Freund hat Schluß gemacht. Wir leben noch zusammen im Haus, ich darf hier wohnen bleiben, aber WG-Leben. Das hast du dir doch immer gewünscht, oder nicht? Bei ihm sein und dennoch keine Verpflichtungen. Nähe und dennoch Distanz.
Meine Mutter ruft seit gestern andauernd an. Auf einmal. Was ist denn los mit dir? Rede doch mit mir? Versprich mir, dass du zu mir kommst, wenn irgendwas ist!
Alles ein schlechter Film. Ich muss irgendeinen ganz großen Fehler begangen haben, damit all dies passiert. Vielleicht in meinem Leben vor diesem Leben, wenn es das dann überhaupt gab. Denn den Fehler, durch den ich mir das alles erklären kann, dieser Fehler passierte vor 14 Jahren. Wieso ging es mir aber vorher schon schlecht, wenn ich den ganzen Mist durch diesen Fehler rechtfertige?
Und dann sitzt man hier und verliert alles. Die Kontrolle. Den Sinn. Den Verstand. Ist mir bisher ich glaube zwei oder dreimal passiert. Genau diese Situation, in der sich alles auflöste. Ich kann das nicht beschreiben. Aber was solls?
Ich bin frei! Ich bin so verdammt frei! Ich kann mich ritzen, ein Blutbad anrichten, ohne schlechtes Gewissen meinem Freund gegenüber. Ohne Angst, es könnte daneben gehen und meine beste Freundin würde mich verlieren. Denn ich habe sie verloren.
Frei! Ich kann mich zudröhnen, bis ich nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Woran ich ohnehin schon zweifel.
Frei! Ich kann abhauen, durchbrennen, mir endlich wieder die Haare färben, mich wieder piercen lassen, fressen wie das letzte Schwein auf Erden, kotzen, bis ich denke, mein Magen würde mit rauskommen, schreien, hassen, zerstören und endlich richtig wahnsinnig werden.
Auf die Freiheit!
Nehmt es nicht ernst, was da oben steht. Ich befinde mich gerade einfach nur, ja, im freien Fall und irgendwann werde ich die Reißleine ziehen. Wie ich sie bisher immer gezogen habe und darauf hoffen und vertrauen, dass sie nicht reißt. Die Reißleine.
Was genau passiert ist, kann ich gar nicht sagen. Beide entschlossen sich zum selben Zeitpunkt, dass sie mich für sich allein brauchen. Ich versuchte dennoch, für beide dazusein, eher an einem Tag zu 100% für die eine Seite, am anderen Tag zu 100% für die andere Seite. Dann waren beide Seiten sauer und traurig, dass ich an einem Tag für die andere Seite da war, weil ich es nicht kann, für beide Seiten gleichzeitig genügend da zu sein.
Dazu muss man sagen, dass ich an diesen 100% Tagen die andere Seite sehr vernachlässigte, teilweise sogar schlecht mache und verletzende Dinge sagte, vermutlich um es auszuhalten, dass ich nicht für sie da war. Es war so ein Druck dahinter, von beiden Seiten, aber ich möchte niemanden schlecht machen. Beide sind derzeit in extrem schwierigen Situationen, ich kann mit soetwas nicht umgehen. Ich weiß auch nicht, ob es so zutreffend ist.
Meine beste Freundin, ich weiß es nicht, wie es weitergeht. Die letzten Stunden war ich so eiskalt zu ihr, allein um zu verkraften, dass sie gehen wird. Nicht um sie zu beleidigen, nicht aus böser Absicht, ich würde es sonst einfach nicht aushalten. 3 Wochen wird sie in eine Klinik gehen und danach weiß ich nicht, wie es aussehen wird. Ihre Eltern wollen nicht mehr, dass sie Kontakt zu mir hat. Denn sie macht sich fertig, weil sie meint, dass es mir bei meinem Freund schlecht geht.
Mein Freund, ich weiß es nicht, wie es weitergeht. Zu ihm war ich genauso eiskalt, weil ich es auch hier nicht verkraften würde, wenn er geht. Er denkt darüber nach, fühlt sich von mir im Stich gelassen, womit er in gewisser Weise auch Recht hat und er kann aus gewissen Gründen auch nicht die Hintergründe dazu sehen, die mich dazu brachten, ihn im Stich zu lassen.
Und letztendlich brachte ich alles ins Rollen, als mir meine Mutter all das erzählte, andere Sachen ans Licht kamen und ich darauf nicht klar kam. Der ganze Dreck der Vergangenheit kommt wieder hoch und da ich ohnehin schon nicht mehr weiß, was ich fühle, was ich bin und was ich denke, mache, tue, endet nun alles in einem einzigen Chaos. Es ist mein Talent, jedes Mal aufs Neue mein Leben kaputt zu machen. Immerhin, besser als gar kein Talent.
Und immerhin, ein oder zwei Tage nicht gekotzt, glaube ich. Denn was man nicht isst, kann man auch nicht auskotzen.
18:12
Ich war nicht beim Arzt. Die Klinik, das dauert noch mindestens 2 Monate. Psychiatrie geht nicht, ich habe einen Horror vor dieser Frau. Und letztendlich ist es alles egal. Alles so egal.
Meine beste Freundin ist weg. Niemand sagt mir wohin, niemand sagt mir, wie es ihr geht, niemand. Ich kann es euch ruhig sagen, meine beste Freundin ist meine Cousine. Und gestern, oder war es vorgestern, da stellten wir etwas fest. Wir waren schon seit unserer Kindheit sehr gleich und haben uns auch immer gewundert, dass wir nach all diesen Jahren immer noch so gleich sind. Von unserer Art und unserem Denken. Und ich habe hier geschrieben, was ich als Kind im Stillen und Heimlichen getan habe. Sie hat es genauso getan. Im Stillen und Heimlichen. Nicht alles, aber vieles. Davon wusste ich nichts, ich wusste nicht, wie absolut schlecht es ihr geht. Ich weiß doch gar nichts mehr.
Und mein Freund hat Schluß gemacht. Wir leben noch zusammen im Haus, ich darf hier wohnen bleiben, aber WG-Leben. Das hast du dir doch immer gewünscht, oder nicht? Bei ihm sein und dennoch keine Verpflichtungen. Nähe und dennoch Distanz.
Meine Mutter ruft seit gestern andauernd an. Auf einmal. Was ist denn los mit dir? Rede doch mit mir? Versprich mir, dass du zu mir kommst, wenn irgendwas ist!
Alles ein schlechter Film. Ich muss irgendeinen ganz großen Fehler begangen haben, damit all dies passiert. Vielleicht in meinem Leben vor diesem Leben, wenn es das dann überhaupt gab. Denn den Fehler, durch den ich mir das alles erklären kann, dieser Fehler passierte vor 14 Jahren. Wieso ging es mir aber vorher schon schlecht, wenn ich den ganzen Mist durch diesen Fehler rechtfertige?
Und dann sitzt man hier und verliert alles. Die Kontrolle. Den Sinn. Den Verstand. Ist mir bisher ich glaube zwei oder dreimal passiert. Genau diese Situation, in der sich alles auflöste. Ich kann das nicht beschreiben. Aber was solls?
Ich bin frei! Ich bin so verdammt frei! Ich kann mich ritzen, ein Blutbad anrichten, ohne schlechtes Gewissen meinem Freund gegenüber. Ohne Angst, es könnte daneben gehen und meine beste Freundin würde mich verlieren. Denn ich habe sie verloren.
Frei! Ich kann mich zudröhnen, bis ich nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Woran ich ohnehin schon zweifel.
Frei! Ich kann abhauen, durchbrennen, mir endlich wieder die Haare färben, mich wieder piercen lassen, fressen wie das letzte Schwein auf Erden, kotzen, bis ich denke, mein Magen würde mit rauskommen, schreien, hassen, zerstören und endlich richtig wahnsinnig werden.
Auf die Freiheit!
Nehmt es nicht ernst, was da oben steht. Ich befinde mich gerade einfach nur, ja, im freien Fall und irgendwann werde ich die Reißleine ziehen. Wie ich sie bisher immer gezogen habe und darauf hoffen und vertrauen, dass sie nicht reißt. Die Reißleine.
Dienstag, 13. April 2010
13. April 2010
Ich glaube, ich bin zu dämlich, um zu leben.
Entweder verliere ich heute meinen Freund, meine beste Freundin und im schlimmsten Fall beide. Nicht, weil ich es absichtlich so will, sondern weil mein Unterbewusstsein einen Stein ins Rollen gebracht hat. Vermutlich mein Unterbewusstsein, weil es nicht aushielt, dass zwei Personen da waren. Genausowenig wird es aushalten, wenn niemand mehr da ist. Und auch nicht, wenn eine Person fehlt.
Leere. Wenn ich ohnehin einen von beiden verliere, müsste ohnehin einer von beiden ohne mich sein. Wenn ich beide verliere, müssten ohnehin beide ohne mich sein. Warum quäle ich mich also, bis diese Entscheidung gefallen ist, in dem Wissen, dass ich das darauffolgende Leben nicht ertragen werde?
Entweder verliere ich heute meinen Freund, meine beste Freundin und im schlimmsten Fall beide. Nicht, weil ich es absichtlich so will, sondern weil mein Unterbewusstsein einen Stein ins Rollen gebracht hat. Vermutlich mein Unterbewusstsein, weil es nicht aushielt, dass zwei Personen da waren. Genausowenig wird es aushalten, wenn niemand mehr da ist. Und auch nicht, wenn eine Person fehlt.
Leere. Wenn ich ohnehin einen von beiden verliere, müsste ohnehin einer von beiden ohne mich sein. Wenn ich beide verliere, müssten ohnehin beide ohne mich sein. Warum quäle ich mich also, bis diese Entscheidung gefallen ist, in dem Wissen, dass ich das darauffolgende Leben nicht ertragen werde?
Montag, 12. April 2010
12. April 2010
Der wilde Wolf hat sich an die Freiheit gewagt. Zumindest daran geschnuppert. All die Jahre habe ich verdrängt, verharmlost, versucht mir einzureden, es sei nicht schlimm, es sei nichts passiert, es sei alles normal. Aber es geht nicht mehr, der bekanntliche Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt, ist hineingetropft und es kommen Sachen in mir hoch, die jahrelang sicher verschloßen in diesem Faß gelagert waren.
Gestern bin ich zu meiner Mutter gefahren, um mich zu vergewissern, was damals passierte. Mit einer unglaublichen Ruhe, Gleichgültigkeit und Gelassenheit erzählte sie.
Danach Treffen mit meiner besten Freundin, meiner wundervollen besten Freundin. Daraufhin Durcheinander. Ich wollte zu ihr, wir wollten abhauen, ich fuhr zu meinem Freund, wir wollten uns trennen, ich brach zusammen, wir fanden wieder zusammen, genau wie meine beste Freundin und ich. Es ist sehr schwer, zu akzeptieren, dass es zum ersten Mal zwei Bezugspersonen in meinem Leben gibt, die mir gleich wichtig sind. Eine konnte ich bisher akzeptieren und kam damit wunderbar zurecht. Sobald sich eine Zweite anbahnte, wurde die erste oder zweite Bezugsperson verlassen. Diesmal klappte es nicht. Es geht nicht. Nicht ohne sie, nicht ohne ihn.
Und ich habe Angst, dass ich sie verliere, bleibe ich bei ihm. Dass ich ihn verliere, bleibe ich bei ihr. Dass ich sie beide verliere, weil ich mich selbst verliere.
Es ist alles so Durcheinander, meine ganze Ordnung, mein ganzes krankes System bricht. Es musste irgendwann zusammenbrechen und vermutlich habe ich heute selbst damit begonnen, weil sonst nicht das System, sondern ich selbst daran zerbrochen wäre.
Ich werde nun Essen, danach nicht erbrechen. Zerbrechen reicht.
04:26
Schlecht, wenn man als Borderliner keine Fleischwunden sehen kann.
05:05
Es lässt mich nicht los.
`Im Wald ist etwas Schlimmes passiert. Ich darf nicht darüber sprechen. Im Wald ist etwas ganz Schlimmes passiert.`
Diese Sätze soll ich meiner Mutter angeblich einmal gesagt und mich daraufhin extrem verändert haben. Ich weiß, dass ich mich extrem veränderte, dass da keine Mühen mehr waren, mein kaputtes Inneres geheim zu halten und unter einem Mantel der Fröhlichkeit und Freundlichkeit zu verstecken. Aber ich erinnere mich nicht daran, soetwas jemals gesagt zu haben. Geschweige denn, dass in diesem Wald irgendetwas passiert ist.
Und was mich noch viel mehr interessiert, weshalb fragte meine Mutter nicht weiter nach? Sie sagte mir, zweimal hätte sie mich gefragt und jedes Mal hätte ich wie oben geantwortet. Sie erzählte komplett gefühllos, gleichgültig weiter.
`Das weiß ich noch, danach hast du dich auch so verändert. Da hast du nicht mehr mit mir gesprochen, über gar nichts mehr. Du wolltest auch nicht mehr zu der Oma, weil du immer gesagt hast, dass da im Wald etwas Schreckliches passiert wäre. (Zur Erklärung, dies war die Mutter meiner Mutter und alle lebten bzw. leben eher ländlich. Damals gab es dort einen Hund, den ich jedes Mal, wenn wir dort waren, spazieren führte im besagten Wald. Mir tat der Hund so schrecklich Leid, weil er ein trauriges Zwingerleben fristete.) Und dein Zimmer sah auf einmal aus, so chaotisch und überall ganz dunkle Bilder von Drachen und anderen Sachen an der Wand. Einmal, da hast du so ein schreckliches Bild gemalt, von toten Menschen und Kreuzen, da dachte ich mir, dass ich das einem Psychologen zeigen muss, weil ich mich so erschrocken hatte. Ich hatte mir das Bild in den Schrank gelegt, aber ich glaube, du hast es wieder rausgeholt. Auf einmal war es weg.` (Ich weiß nicht mehr genau, was ich gemalt hatte, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich mich geschnitten und es mit meinem Blut übermalt hatte).
Da überlegt man. Jahrelang. Man weiß, dass der Kontakt zu seiner Mutter nie wirklich richtig gut und liebevoll war und kann sich daran erinnern, dass auf einmal, im Alter von ungf. 13 oder 14 alles eskalierte und man gar nicht mehr mit seiner Mutter sprechen wollte. Und dass sich all das Negative in einem selbst nach außen kehrte. Dass die Selbstmordgedanken nicht nur mehr ferne Gedankenspielerei waren, sondern sich ernsthafte Überlegungen wandelten. Man überlegt, jahrelang. Man weiß, schon sein Leben lang war man nicht normal, aber wieso kehrte man es auf einmal nach außen? Wieso wurde der Mantel der scheinbaren Fröhlichkeit abgelegt und die nackte Wahrheit ans Licht gebracht?
Und dann, an einem Sonntagnachmittag, bekommt man es gefühllos, nebenbei gesagt. Eine beiläufige Erinnerung, an die ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann.
Es geht weiter. `Danach sind wir noch einmal zusammen zur Oma gefahren. Auf den Geburtstag vom Onkel F. Da saßt du den ganzen Abend bei dem Hund im Zwinger und hast geheult. Und da hat der Onkel F. dich gefragt, was denn los sei. Das weiß ich noch, da kam der Onkel F. zu mir und sagte mir, du wolltest nach Hause, du würdest das hier nicht aushalten, weil im Wald etwas Schlimmes passiert sei.`
Wir sind mittlerweile bei 2 Tafeln Schokolade, 500ml. Buttermilch, 4 Scheiben Toast, 2 Scheiben Aufschnitt, 2 Scheiben Käse, 200gr. Keksen 750ml. Pepsi Light und 500ml. Multivitaminsaft Light angelangt. Ich habe Hunger.
`Als Kind, da musste ich dich immer von der Grundschule abholen. Sehr häufig, weil du dort nicht sitzen konntest. Dir ist sooft schlecht geworden im Unterricht und da musste ich dich immer abholen kommen. Und zweimal, da hattest du dich ganz blutig gekratzt. Da musste ich auch kommen.`
`Mit der Oma (Mutter meines Vaters) war es ja früher auch nicht leicht. Sie wollte ja immer über dich bestimmten und dich für sich alleine haben. Und der Papa hat da natürlich zu ihr gehalten. Ich habe dich ja jeden Mittwoch dorthin gebracht und danach musste ich dann auch direkt gehen, weil die mich nicht dahaben wollten. Außerdem war die Oma ja auch nicht einfach, immer sehr perfektionistisch.`
`Einmal, da hast du als Kind gesagt, ich habe meinen Verstand verloren. Und dann bist du ins Kinderzimmer gegangen und kamst zurück und hast ganz glücklich gesagt, ich habe meinen Verstand wiedergefunden.`
Sie weiß es nicht, oder verdrängt es. Sieht es nicht, hat es nie gesehen. Jede Nacht die schrecklichen Ängste. Schwarze Schatten von Männern habe ich gesehen, die meiner Zimmertüre standen. Nächte, in denen meine Kinderzimmerwand tiefe Risse bekam. Ich habe geschrien, aber es ist niemand gekommen. Nie. Bei Gewitter in der Nacht hatte ich Todesangst.
Die schrecklichen Ängste vor LKW`s. Wenn ich mit meiner Mutter im Auto fuhr und neben uns ein LKW hielt, bekam ich solch eine Panik, dass ich anfing zu schreien und zu heulen und panisch versuchte, das Auto zu verlassen. Ängste vor Aufzügen. Immer wieder die selben Alpträume. Schreien wollen und nicht können. In Aufzügen stecken bleiben, wieder und wieder und wieder. Mit Aufzügen abstürzen. Von Gebäuden fallen, schwarzer Himmel. Nicht zu wissen, ob man träumt, oder ob es Realität ist, was gerade geschieht.
Allergien gegen alles, Atemnot, ständige Übelkeit, vor jedem Urlaub Erbrechen und Krank werden, manches Mal gar nicht in Urlaub fahren können, weil ich es nicht aushielt, von Zuhause weg zu sein, plötzlich nicht mehr Laufen können.
Blaugeschlagene Handknöchel, blutig gekratzte Wunden, absichtliche Unfälle. Gemalte Bilder von Mord, Blut, Tod. Von blutrünstigen, zerfleischenden Drachen und Dinosauriern, von Burgen, in denen Menschen verbrennen, von Piratenschiffen, auf denen sich die Menschen gegenseitig erstechen. Alles meist schwarz. Nur das Blut, das musste leuchtend rot sein.
Seltsam anmutende, nicht enden wollende sexuelle Verhaltensweisen, unangebracht für ein Mädchen, das noch nichteinmal die Grundschule besucht.
Gewalt gegenüber männlichen Bezugspersonen. Meinem Vater habe ich die Arme blutig gebissen, manchmal habe ich versucht, ihn im Bett zu ersticken. Meinen Opa habe ich andauernd verprügelt. Aber nicht mit böser Absicht, ich mochte meinen Opa. Meinen Vater genauso. Ich mag sie beide immer noch. Und ich mochte sie viel mehr, als wie meine Oma oder meine Mutter.
Gewalt gegenüber ... worüber ich nicht schreiben kann. Es ist grausam.
Ständig der Drang, etwas zu zerstören. Plötzlich aufkommende Hassgefühle und Aggressionen. Gedanken, man müsse alles kaputt machen, sich daneben benehmen. Ein innerer Zwang, den man letztendlich doch nicht auslebte.
Und diese Geschichte, die ich nicht loswerde. Mit dem immer gleichen Inhalt nur in abgewandelter Form. Tagsüber fällt oder fiel es mir schwer daran zu denken, sie kam jedes Mal, wenn ich ins Bett ging. Sie kommt heute noch jedes Mal, wenn ich ins Bett gehe. Meine Phantasiegeschichte, meine Fluchtwelt, wie ich sie so gern nenne.
Das alles oben passierte, bis sich meine Eltern trennten. Ich war damals 10.
`Aber im Großen und Ganzen warst du doch eigentlich immer ein glückliches Kind!`
Gestern bin ich zu meiner Mutter gefahren, um mich zu vergewissern, was damals passierte. Mit einer unglaublichen Ruhe, Gleichgültigkeit und Gelassenheit erzählte sie.
Danach Treffen mit meiner besten Freundin, meiner wundervollen besten Freundin. Daraufhin Durcheinander. Ich wollte zu ihr, wir wollten abhauen, ich fuhr zu meinem Freund, wir wollten uns trennen, ich brach zusammen, wir fanden wieder zusammen, genau wie meine beste Freundin und ich. Es ist sehr schwer, zu akzeptieren, dass es zum ersten Mal zwei Bezugspersonen in meinem Leben gibt, die mir gleich wichtig sind. Eine konnte ich bisher akzeptieren und kam damit wunderbar zurecht. Sobald sich eine Zweite anbahnte, wurde die erste oder zweite Bezugsperson verlassen. Diesmal klappte es nicht. Es geht nicht. Nicht ohne sie, nicht ohne ihn.
Und ich habe Angst, dass ich sie verliere, bleibe ich bei ihm. Dass ich ihn verliere, bleibe ich bei ihr. Dass ich sie beide verliere, weil ich mich selbst verliere.
Es ist alles so Durcheinander, meine ganze Ordnung, mein ganzes krankes System bricht. Es musste irgendwann zusammenbrechen und vermutlich habe ich heute selbst damit begonnen, weil sonst nicht das System, sondern ich selbst daran zerbrochen wäre.
Ich werde nun Essen, danach nicht erbrechen. Zerbrechen reicht.
04:26
Schlecht, wenn man als Borderliner keine Fleischwunden sehen kann.
05:05
Es lässt mich nicht los.
`Im Wald ist etwas Schlimmes passiert. Ich darf nicht darüber sprechen. Im Wald ist etwas ganz Schlimmes passiert.`
Diese Sätze soll ich meiner Mutter angeblich einmal gesagt und mich daraufhin extrem verändert haben. Ich weiß, dass ich mich extrem veränderte, dass da keine Mühen mehr waren, mein kaputtes Inneres geheim zu halten und unter einem Mantel der Fröhlichkeit und Freundlichkeit zu verstecken. Aber ich erinnere mich nicht daran, soetwas jemals gesagt zu haben. Geschweige denn, dass in diesem Wald irgendetwas passiert ist.
Und was mich noch viel mehr interessiert, weshalb fragte meine Mutter nicht weiter nach? Sie sagte mir, zweimal hätte sie mich gefragt und jedes Mal hätte ich wie oben geantwortet. Sie erzählte komplett gefühllos, gleichgültig weiter.
`Das weiß ich noch, danach hast du dich auch so verändert. Da hast du nicht mehr mit mir gesprochen, über gar nichts mehr. Du wolltest auch nicht mehr zu der Oma, weil du immer gesagt hast, dass da im Wald etwas Schreckliches passiert wäre. (Zur Erklärung, dies war die Mutter meiner Mutter und alle lebten bzw. leben eher ländlich. Damals gab es dort einen Hund, den ich jedes Mal, wenn wir dort waren, spazieren führte im besagten Wald. Mir tat der Hund so schrecklich Leid, weil er ein trauriges Zwingerleben fristete.) Und dein Zimmer sah auf einmal aus, so chaotisch und überall ganz dunkle Bilder von Drachen und anderen Sachen an der Wand. Einmal, da hast du so ein schreckliches Bild gemalt, von toten Menschen und Kreuzen, da dachte ich mir, dass ich das einem Psychologen zeigen muss, weil ich mich so erschrocken hatte. Ich hatte mir das Bild in den Schrank gelegt, aber ich glaube, du hast es wieder rausgeholt. Auf einmal war es weg.` (Ich weiß nicht mehr genau, was ich gemalt hatte, aber ich kann mich daran erinnern, dass ich mich geschnitten und es mit meinem Blut übermalt hatte).
Da überlegt man. Jahrelang. Man weiß, dass der Kontakt zu seiner Mutter nie wirklich richtig gut und liebevoll war und kann sich daran erinnern, dass auf einmal, im Alter von ungf. 13 oder 14 alles eskalierte und man gar nicht mehr mit seiner Mutter sprechen wollte. Und dass sich all das Negative in einem selbst nach außen kehrte. Dass die Selbstmordgedanken nicht nur mehr ferne Gedankenspielerei waren, sondern sich ernsthafte Überlegungen wandelten. Man überlegt, jahrelang. Man weiß, schon sein Leben lang war man nicht normal, aber wieso kehrte man es auf einmal nach außen? Wieso wurde der Mantel der scheinbaren Fröhlichkeit abgelegt und die nackte Wahrheit ans Licht gebracht?
Und dann, an einem Sonntagnachmittag, bekommt man es gefühllos, nebenbei gesagt. Eine beiläufige Erinnerung, an die ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann.
Es geht weiter. `Danach sind wir noch einmal zusammen zur Oma gefahren. Auf den Geburtstag vom Onkel F. Da saßt du den ganzen Abend bei dem Hund im Zwinger und hast geheult. Und da hat der Onkel F. dich gefragt, was denn los sei. Das weiß ich noch, da kam der Onkel F. zu mir und sagte mir, du wolltest nach Hause, du würdest das hier nicht aushalten, weil im Wald etwas Schlimmes passiert sei.`
Wir sind mittlerweile bei 2 Tafeln Schokolade, 500ml. Buttermilch, 4 Scheiben Toast, 2 Scheiben Aufschnitt, 2 Scheiben Käse, 200gr. Keksen 750ml. Pepsi Light und 500ml. Multivitaminsaft Light angelangt. Ich habe Hunger.
`Als Kind, da musste ich dich immer von der Grundschule abholen. Sehr häufig, weil du dort nicht sitzen konntest. Dir ist sooft schlecht geworden im Unterricht und da musste ich dich immer abholen kommen. Und zweimal, da hattest du dich ganz blutig gekratzt. Da musste ich auch kommen.`
`Mit der Oma (Mutter meines Vaters) war es ja früher auch nicht leicht. Sie wollte ja immer über dich bestimmten und dich für sich alleine haben. Und der Papa hat da natürlich zu ihr gehalten. Ich habe dich ja jeden Mittwoch dorthin gebracht und danach musste ich dann auch direkt gehen, weil die mich nicht dahaben wollten. Außerdem war die Oma ja auch nicht einfach, immer sehr perfektionistisch.`
`Einmal, da hast du als Kind gesagt, ich habe meinen Verstand verloren. Und dann bist du ins Kinderzimmer gegangen und kamst zurück und hast ganz glücklich gesagt, ich habe meinen Verstand wiedergefunden.`
Sie weiß es nicht, oder verdrängt es. Sieht es nicht, hat es nie gesehen. Jede Nacht die schrecklichen Ängste. Schwarze Schatten von Männern habe ich gesehen, die meiner Zimmertüre standen. Nächte, in denen meine Kinderzimmerwand tiefe Risse bekam. Ich habe geschrien, aber es ist niemand gekommen. Nie. Bei Gewitter in der Nacht hatte ich Todesangst.
Die schrecklichen Ängste vor LKW`s. Wenn ich mit meiner Mutter im Auto fuhr und neben uns ein LKW hielt, bekam ich solch eine Panik, dass ich anfing zu schreien und zu heulen und panisch versuchte, das Auto zu verlassen. Ängste vor Aufzügen. Immer wieder die selben Alpträume. Schreien wollen und nicht können. In Aufzügen stecken bleiben, wieder und wieder und wieder. Mit Aufzügen abstürzen. Von Gebäuden fallen, schwarzer Himmel. Nicht zu wissen, ob man träumt, oder ob es Realität ist, was gerade geschieht.
Allergien gegen alles, Atemnot, ständige Übelkeit, vor jedem Urlaub Erbrechen und Krank werden, manches Mal gar nicht in Urlaub fahren können, weil ich es nicht aushielt, von Zuhause weg zu sein, plötzlich nicht mehr Laufen können.
Blaugeschlagene Handknöchel, blutig gekratzte Wunden, absichtliche Unfälle. Gemalte Bilder von Mord, Blut, Tod. Von blutrünstigen, zerfleischenden Drachen und Dinosauriern, von Burgen, in denen Menschen verbrennen, von Piratenschiffen, auf denen sich die Menschen gegenseitig erstechen. Alles meist schwarz. Nur das Blut, das musste leuchtend rot sein.
Seltsam anmutende, nicht enden wollende sexuelle Verhaltensweisen, unangebracht für ein Mädchen, das noch nichteinmal die Grundschule besucht.
Gewalt gegenüber männlichen Bezugspersonen. Meinem Vater habe ich die Arme blutig gebissen, manchmal habe ich versucht, ihn im Bett zu ersticken. Meinen Opa habe ich andauernd verprügelt. Aber nicht mit böser Absicht, ich mochte meinen Opa. Meinen Vater genauso. Ich mag sie beide immer noch. Und ich mochte sie viel mehr, als wie meine Oma oder meine Mutter.
Gewalt gegenüber ... worüber ich nicht schreiben kann. Es ist grausam.
Ständig der Drang, etwas zu zerstören. Plötzlich aufkommende Hassgefühle und Aggressionen. Gedanken, man müsse alles kaputt machen, sich daneben benehmen. Ein innerer Zwang, den man letztendlich doch nicht auslebte.
Und diese Geschichte, die ich nicht loswerde. Mit dem immer gleichen Inhalt nur in abgewandelter Form. Tagsüber fällt oder fiel es mir schwer daran zu denken, sie kam jedes Mal, wenn ich ins Bett ging. Sie kommt heute noch jedes Mal, wenn ich ins Bett gehe. Meine Phantasiegeschichte, meine Fluchtwelt, wie ich sie so gern nenne.
Das alles oben passierte, bis sich meine Eltern trennten. Ich war damals 10.
`Aber im Großen und Ganzen warst du doch eigentlich immer ein glückliches Kind!`
Sonntag, 11. April 2010
11. April 2010
Alles wie immer.
Ich werde heute mein Auto verlieren. Zumindest die Schlüssel. Für eine gewisse Zeit. Denn der `Deal` meines Freundes steht immer noch. Deal ist falsch gesagt, ich habe nicht eingewilligt. Schneiden = Autoschlüssel weg.
Aufgestanden. Küche. Schokolade. Aggressionen, falsches Frühstück. Kotzen, dann richtiges Frühstück? Kotzen, keine Kraft mehr. Aggressionen, kein richtiges Frühstück, Massenfressen. Keine Kraft mehr, es bleibt drin. Aggressionen, Panik, Angst, Schneiden an sichtbaren Stellen -> Autoschlüssel weg.
Als ich gestern über mein Essverhalten nachdachte, ist mir etwas aufgefallen. Ich weiß, dass ich seit meinem 10-ten oder 11-ten Lebensjahr Probleme mit meinem Körper habe und anfing, mich zu dick und/oder eklig zu fühlen. Und ich weiß, dass damals schon die Gedanken kamen, nicht mehr zu essen. Sich gut zu fühlen, wenn man nichts mehr essen würde. Dennoch brauchte es 10 Jahre, bis die richtige Essstörung durchbrach.
Jedenfalls kamen mir plötzlich Situationen in den Sinn, in denen ich als Kind schon ein sehr seltsames Essverhalten hatte. Nicht unbedingt in Richtung Essstörung, einfach seltsam.
Mich hat immer wahnsinnig interessiert, wie bestimmte Dinge schmecken. Seife zum Beispiel. Kreide, Parfüm, rohes Fleisch. Und ich habe es tatsächlich probiert. Auch wenn ich mit meinen Freundinnen draußen spielte. Alles habe ich probiert. Blätter, Gräser, Nüsse.
Mit dem Aufschnitt habe ich sehr oft gespielt, dass ich ein Raubtier wäre, das gerade seine Beute frisst. Ich habe immer gern Tierreportagen geguckt, in denen zum Beispiel Löwen eine Antilope rissen und sie fraßen. Faszinierte mich.
Jedenfalls nahm ich den Aufschnitt in die Hand, das war mein totes Tier, das ich gerissen hatte, und zupfte mit dem Mund immer kleine Stücke ab. Oder ich verwandelte Essen auch sehr gerne. Ich stellte mir vor, dass das Brötchen vor mir ein Stück Fleisch sei und verfuhr genauso wie mit dem Aufschnitt.
Ich liebte Tiere schon als Kind, ich weiß es nicht, weshalb es immer Fleisch sein musste.
Später kam irgendwann die Senfphase, in der es massenweise Apfel mit Senf und Schokolade mit Senf gab. Keine Ahnung, weshalb ich bei dem ganzen Gefresse als Kind so schlank geblieben bin, denn Süßigkeiten habe ich schon damals geliebt.
Weniger toll waren allerdings die Situationen, in denen es Fisch gab. Forelle, am Stück. Mit Kopf, Augen, Flossen. Es ekelte mich so sehr, doch ich musste es essen. Zuerst habe ich immer direkt die Augen aus dem Fisch gepult, weil ich es unerträglich fand, dass dieses Tier mich anschaute, während ich es essen sollte. Dann folgten Stunden, in denen ich heulend vor diesem Teller saß und nicht essen konnte. Meiner Mutter war es egal, es wurde solange sitzengeblieben, bis ich aufgegessen hatte. Auch wenn es an die 5 Stunden dauerte.
Sehr interessant finde ich, dass ich damals, wenn ich allein zu Hause war, anfing, alle möglichen Lebensmittel durcheinander zu mixen und sie zu probieren. Es waren keine Fressanfälle, eher pures Interesse daran, wie die gemixten Lebensmittel zusammen aussehen und schmecken. Genauso mit Getränken. Cola, Fanta, Brausetablette, Multivitaminsaft, alles zusammenmixen und probieren.
Weitere Rituale beim Essen waren, erst immer das Ekligste essen, damit es weg ist und das Leckerste für den Schluss aufheben. Bei Rouladen mit Klößen und Rotkohl hieß das, erst der Rotkohl, dann das Fleisch, dann die Klöße mit der Sauce.
Ich weiß auch noch, als wir einmal, als ich klein war, bei meiner Oma essen waren und mir gesagt wurde, es gäbe Hähnchenschenkel. Ich aß und wunderte mich, warum es so lecker und anders schmeckte. Wunderte mich allerdings nicht, warum alle lachten, als ich dies sagte. Dann war ich fertig und meine Mutter verkündete stolz, dass ich gerade Kaninchenkeule gegessen hätte. Wütend, heulend und absolut angeekelt verließ ich den Tisch. Eigentlich nicht meine Art, da ich eher immer schüchtern und ruhig war, aber in diesem Moment ging gar nichts mehr.
Was ich damit sagen will, weiß ich auch nicht.
Ich werde heute mein Auto verlieren. Zumindest die Schlüssel. Für eine gewisse Zeit. Denn der `Deal` meines Freundes steht immer noch. Deal ist falsch gesagt, ich habe nicht eingewilligt. Schneiden = Autoschlüssel weg.
Aufgestanden. Küche. Schokolade. Aggressionen, falsches Frühstück. Kotzen, dann richtiges Frühstück? Kotzen, keine Kraft mehr. Aggressionen, kein richtiges Frühstück, Massenfressen. Keine Kraft mehr, es bleibt drin. Aggressionen, Panik, Angst, Schneiden an sichtbaren Stellen -> Autoschlüssel weg.
Als ich gestern über mein Essverhalten nachdachte, ist mir etwas aufgefallen. Ich weiß, dass ich seit meinem 10-ten oder 11-ten Lebensjahr Probleme mit meinem Körper habe und anfing, mich zu dick und/oder eklig zu fühlen. Und ich weiß, dass damals schon die Gedanken kamen, nicht mehr zu essen. Sich gut zu fühlen, wenn man nichts mehr essen würde. Dennoch brauchte es 10 Jahre, bis die richtige Essstörung durchbrach.
Jedenfalls kamen mir plötzlich Situationen in den Sinn, in denen ich als Kind schon ein sehr seltsames Essverhalten hatte. Nicht unbedingt in Richtung Essstörung, einfach seltsam.
Mich hat immer wahnsinnig interessiert, wie bestimmte Dinge schmecken. Seife zum Beispiel. Kreide, Parfüm, rohes Fleisch. Und ich habe es tatsächlich probiert. Auch wenn ich mit meinen Freundinnen draußen spielte. Alles habe ich probiert. Blätter, Gräser, Nüsse.
Mit dem Aufschnitt habe ich sehr oft gespielt, dass ich ein Raubtier wäre, das gerade seine Beute frisst. Ich habe immer gern Tierreportagen geguckt, in denen zum Beispiel Löwen eine Antilope rissen und sie fraßen. Faszinierte mich.
Jedenfalls nahm ich den Aufschnitt in die Hand, das war mein totes Tier, das ich gerissen hatte, und zupfte mit dem Mund immer kleine Stücke ab. Oder ich verwandelte Essen auch sehr gerne. Ich stellte mir vor, dass das Brötchen vor mir ein Stück Fleisch sei und verfuhr genauso wie mit dem Aufschnitt.
Ich liebte Tiere schon als Kind, ich weiß es nicht, weshalb es immer Fleisch sein musste.
Später kam irgendwann die Senfphase, in der es massenweise Apfel mit Senf und Schokolade mit Senf gab. Keine Ahnung, weshalb ich bei dem ganzen Gefresse als Kind so schlank geblieben bin, denn Süßigkeiten habe ich schon damals geliebt.
Weniger toll waren allerdings die Situationen, in denen es Fisch gab. Forelle, am Stück. Mit Kopf, Augen, Flossen. Es ekelte mich so sehr, doch ich musste es essen. Zuerst habe ich immer direkt die Augen aus dem Fisch gepult, weil ich es unerträglich fand, dass dieses Tier mich anschaute, während ich es essen sollte. Dann folgten Stunden, in denen ich heulend vor diesem Teller saß und nicht essen konnte. Meiner Mutter war es egal, es wurde solange sitzengeblieben, bis ich aufgegessen hatte. Auch wenn es an die 5 Stunden dauerte.
Sehr interessant finde ich, dass ich damals, wenn ich allein zu Hause war, anfing, alle möglichen Lebensmittel durcheinander zu mixen und sie zu probieren. Es waren keine Fressanfälle, eher pures Interesse daran, wie die gemixten Lebensmittel zusammen aussehen und schmecken. Genauso mit Getränken. Cola, Fanta, Brausetablette, Multivitaminsaft, alles zusammenmixen und probieren.
Weitere Rituale beim Essen waren, erst immer das Ekligste essen, damit es weg ist und das Leckerste für den Schluss aufheben. Bei Rouladen mit Klößen und Rotkohl hieß das, erst der Rotkohl, dann das Fleisch, dann die Klöße mit der Sauce.
Ich weiß auch noch, als wir einmal, als ich klein war, bei meiner Oma essen waren und mir gesagt wurde, es gäbe Hähnchenschenkel. Ich aß und wunderte mich, warum es so lecker und anders schmeckte. Wunderte mich allerdings nicht, warum alle lachten, als ich dies sagte. Dann war ich fertig und meine Mutter verkündete stolz, dass ich gerade Kaninchenkeule gegessen hätte. Wütend, heulend und absolut angeekelt verließ ich den Tisch. Eigentlich nicht meine Art, da ich eher immer schüchtern und ruhig war, aber in diesem Moment ging gar nichts mehr.
Was ich damit sagen will, weiß ich auch nicht.
11:09
Es kommt wieder. Es springt herum, wie eine junge Antilope, die nicht weiß, dass sie bald gefressen wird. Es springt von Gefühl in Taubheit. Und andersherum. Hin und her. Denn das Vergessen klappt heute nicht. Dafür habe ich heute zuviel getan, um zu leben. Zuviel gegessen. Nahrung die Gefühle nährt, die ich nicht spüren will. Ich hasse meine Mitleidsworte, aber ich glaube, ich brauche Hilfe.
Samstag, 10. April 2010
10. April 2010
Ich komme mir ehrlich schlimm vor. Wundervolle, liebe Kommentare und ich beantworte nichts. Bitte lasst euch nochmal gesagt sein, dass ich sie lese und mich über jedes einzelne Wort von euch freue, auch wenn ich mit meinen Antworten auf mich warten lasse.
Ansonsten sollte ich mich ernsthaft fragen, wohin ich mit meinem Leben eigentlich möchte. Nein, dafür ist es gerade doch irgendwie zu früh, oder zu spät. Ich mag gar nicht rausgucken. Es wird langsam grün, die Welt erwacht, während ich mich nach einer durchgekotzten und sportlich betätigten Nacht schlafen lege. In Gedanken begleitet mich mein zweites Leben, Parallelleben.
Ich sitze hier, frühstücke mein knuspriges Vollkornbrötchen, lasse mir die frischen Früchte des Multivitaminsaftes schmecken und denke doch nicht allzu sehr über das Essen nach. Schon gar nicht darüber, wie gewölbt mein Bauch nach diesem Mahl sein könnte. Wieviel Fett sich eingelagert haben könnte. Statt dessen schaue ich aus dem Fenster und freue mich über den Anblick, sowie über die Gewissheit, gleich in diese wunderschöne Welt einzutauchen.
Ich ziehe meine `Hundeklamotten` an, schnappe mir die Leine und raus gehts. Ich habe Kraft, fühle mich nicht leer, sondern erfüllt. Nicht vom Essen, sondern von der ersten Frühlingswärme. Ich bin real, bin da, nicht nur körperlich, sondern auch geistig vollkommen anwesend.
Danach einkaufen, ohne Angst, zu spät im Supermarkt zu sein. Ohne Angst, Produkte könnten vergriffen oder weggekauft worden sein. Ohne Angst, den Tagesablauf falsch begonnen zu haben. Einkaufen mit Geld, das ich als fleißige Tiertherapeutin verdiene. Nicht mit mühsam gespartem, zugestecktem Geld. Nein, eigen verdient. Ich kaufe ein, nicht um zu fressen, sondern für einen schönen Grillabend. Verschwende keine Gedanken an Kalorien. Keine Gedanken an Narben und Schnitte, die man an meinen Armen sehen kann. Ich trage ein T-Shirt, denn ich kann meinen Körper, den ich akzeptiere, zeigen und muss ich nicht in 2 Schichten dicker Pullover verstecken.
Weiter kommen meine Gedanken nicht. Bis zu dem Punkt, dann wird es zuviel. Es ekelt mich, wenn ich daran denke, dass ich auch für ein Mittagessen einkaufen würde. Eventuell noch einen Termin am Nachmittag, bei dem ich fremden Leuten begegnen würde. Es ekelt mich beim Gedanken daran, vollgefressen das Haus zu putzen und nochmal mit dem Hund rauszugehen. Abends zu trinken und fetter und fetter und fetter zu werden und mich dann auch noch von meinem Freund berühren zu lassen. Es ekelt mich einfach nur alles an, noch nichteinmal mein Körper, sondern die ganzen alltäglichen Situationen. Die ganze Scheiße von früher kommt wieder hoch, jedes Mal.
Dennoch versuche ich. Habe gestern wieder versucht und bin böse gescheitert. Es reicht allein, wenn mein Freund eine falsche Geste macht, ein falsches Wort sagt und meine erzwungene Illusion einer heilen Welt zerstört und die straffe Hülle, in der ich mich verstecke, Risse bekommt. Risse, durch die der ganze Ekel nur noch stärker nach draußen drängt. Da bleibe ich lieber in meiner eigenen, fernrealen Welt.
21:46
Du isst.
- Ja, und?
Du isst. Du fettes Schwein isst!
- Falsch. Ich fresse.
Richtig. Du fettes Schwein frisst!
- Beleidige keine Tiere.
Ok, richtig. Du fettes Etwas frisst!
- Richtig.
Dann pass` gleich bloß auf, dass sie dich nicht kotzen hören.
- Ich gehe nicht kotzen.
Guter Scherz.
- Kein Scherz, ich gehe nicht kotzen.
?
- Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Ich will verstehen, warum ich nicht zunehmen und essen kann, warum mich mein Körper so ekelt.
Darüber kannst du dir Gedanken machen, wenn du kotzen warst.
- Aber ich gehe doch nicht kotzen.
Dann mach` dir schonmal Gedanken darüber, ob die Brücke, oder doch lieber den Zug nimmst. Pulsadern kennen wir doch schon. Das kannst du nicht richtig. Oder willst es nicht richtig. Wie auch immer.
- Hmm.
Also doch kotzen?
- Was weiß ich denn?! Ich will nicht mehr. So geht es nicht weiter, zunehmend geht es nicht weiter, abnehmend geht es nicht weiter. Und eigentlich ist das Gewicht pure Nebensache.
Und Hauptsache zugleich.
- Wer bist du eigentlich?
Die Stimme, die dir sagt, dass du deinen fetten Schwabbelarsch jetzt zur Toilette bewegst. Und hör` auf mit der Schokolade. Hör` auf! Du weißt es doch genau, es wird ihn nicht interessieren. Er wird dich nicht verstehen. Wie denn auch, wenn du dich selbst noch nichteinmal verstehen kannst. Wenn du noch nichteinmal merkst, dass ich du selbst bin, mit dem du redest.
Ansonsten sollte ich mich ernsthaft fragen, wohin ich mit meinem Leben eigentlich möchte. Nein, dafür ist es gerade doch irgendwie zu früh, oder zu spät. Ich mag gar nicht rausgucken. Es wird langsam grün, die Welt erwacht, während ich mich nach einer durchgekotzten und sportlich betätigten Nacht schlafen lege. In Gedanken begleitet mich mein zweites Leben, Parallelleben.
Ich sitze hier, frühstücke mein knuspriges Vollkornbrötchen, lasse mir die frischen Früchte des Multivitaminsaftes schmecken und denke doch nicht allzu sehr über das Essen nach. Schon gar nicht darüber, wie gewölbt mein Bauch nach diesem Mahl sein könnte. Wieviel Fett sich eingelagert haben könnte. Statt dessen schaue ich aus dem Fenster und freue mich über den Anblick, sowie über die Gewissheit, gleich in diese wunderschöne Welt einzutauchen.
Ich ziehe meine `Hundeklamotten` an, schnappe mir die Leine und raus gehts. Ich habe Kraft, fühle mich nicht leer, sondern erfüllt. Nicht vom Essen, sondern von der ersten Frühlingswärme. Ich bin real, bin da, nicht nur körperlich, sondern auch geistig vollkommen anwesend.
Danach einkaufen, ohne Angst, zu spät im Supermarkt zu sein. Ohne Angst, Produkte könnten vergriffen oder weggekauft worden sein. Ohne Angst, den Tagesablauf falsch begonnen zu haben. Einkaufen mit Geld, das ich als fleißige Tiertherapeutin verdiene. Nicht mit mühsam gespartem, zugestecktem Geld. Nein, eigen verdient. Ich kaufe ein, nicht um zu fressen, sondern für einen schönen Grillabend. Verschwende keine Gedanken an Kalorien. Keine Gedanken an Narben und Schnitte, die man an meinen Armen sehen kann. Ich trage ein T-Shirt, denn ich kann meinen Körper, den ich akzeptiere, zeigen und muss ich nicht in 2 Schichten dicker Pullover verstecken.
Weiter kommen meine Gedanken nicht. Bis zu dem Punkt, dann wird es zuviel. Es ekelt mich, wenn ich daran denke, dass ich auch für ein Mittagessen einkaufen würde. Eventuell noch einen Termin am Nachmittag, bei dem ich fremden Leuten begegnen würde. Es ekelt mich beim Gedanken daran, vollgefressen das Haus zu putzen und nochmal mit dem Hund rauszugehen. Abends zu trinken und fetter und fetter und fetter zu werden und mich dann auch noch von meinem Freund berühren zu lassen. Es ekelt mich einfach nur alles an, noch nichteinmal mein Körper, sondern die ganzen alltäglichen Situationen. Die ganze Scheiße von früher kommt wieder hoch, jedes Mal.
Dennoch versuche ich. Habe gestern wieder versucht und bin böse gescheitert. Es reicht allein, wenn mein Freund eine falsche Geste macht, ein falsches Wort sagt und meine erzwungene Illusion einer heilen Welt zerstört und die straffe Hülle, in der ich mich verstecke, Risse bekommt. Risse, durch die der ganze Ekel nur noch stärker nach draußen drängt. Da bleibe ich lieber in meiner eigenen, fernrealen Welt.
21:46
Du isst.
- Ja, und?
Du isst. Du fettes Schwein isst!
- Falsch. Ich fresse.
Richtig. Du fettes Schwein frisst!
- Beleidige keine Tiere.
Ok, richtig. Du fettes Etwas frisst!
- Richtig.
Dann pass` gleich bloß auf, dass sie dich nicht kotzen hören.
- Ich gehe nicht kotzen.
Guter Scherz.
- Kein Scherz, ich gehe nicht kotzen.
?
- Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Ich will verstehen, warum ich nicht zunehmen und essen kann, warum mich mein Körper so ekelt.
Darüber kannst du dir Gedanken machen, wenn du kotzen warst.
- Aber ich gehe doch nicht kotzen.
Dann mach` dir schonmal Gedanken darüber, ob die Brücke, oder doch lieber den Zug nimmst. Pulsadern kennen wir doch schon. Das kannst du nicht richtig. Oder willst es nicht richtig. Wie auch immer.
- Hmm.
Also doch kotzen?
- Was weiß ich denn?! Ich will nicht mehr. So geht es nicht weiter, zunehmend geht es nicht weiter, abnehmend geht es nicht weiter. Und eigentlich ist das Gewicht pure Nebensache.
Und Hauptsache zugleich.
- Wer bist du eigentlich?
Die Stimme, die dir sagt, dass du deinen fetten Schwabbelarsch jetzt zur Toilette bewegst. Und hör` auf mit der Schokolade. Hör` auf! Du weißt es doch genau, es wird ihn nicht interessieren. Er wird dich nicht verstehen. Wie denn auch, wenn du dich selbst noch nichteinmal verstehen kannst. Wenn du noch nichteinmal merkst, dass ich du selbst bin, mit dem du redest.
Freitag, 9. April 2010
09. April 2010
Nicht gut. Es wird langsam Zeit für den Arztbesuch. Meine Gelenke schmerzen seit knapp 2 Jahren. Ignoriert. Manchmal sogar genossen. Meine Gelenke sind seit fast einem Jahr geschwollen. Ignoriert. Manchmal gewundert über das komische Aussehen. Und vor ein paar Tagen stelle ich fest, meine Finger sind nicht mehr gerade. Im Prinzip ist es mir egal, aber es sieht extrem seltsam aus. Nicht mehr komisch, sehr seltsam.
Auch nicht gut. Gefühle. In einem Moment glaubte ich, es wäre vorbei. Vielleicht das Beste, wenn sogar ich diesen Schritt gehen würde. Und im nächsten Moment wünschte ich, soetwas noch nichteinmal gedacht zu haben, weil es der wundervollste Moment seit Wochen war.
Sehr gut. Meine beste Freundin. Sie holt mich raus. Für ein paar Tage in ein paar Tagen. Länger halte ich es ohne meine Tiere nicht aus. Was ich machen soll, wenn ich wirklich in eine Klinik gehen sollte, weiß ich nicht. Ohne meine Tiere bin ich Nichts. Ich vermisse sie ja schon, allein wenn ich daran denke, sie für ein paar Tage allein zu lassen. Besonders meine kleinen, hilflosen Meerschweinchen. Ich habe Angst, dass man ihnen etwas antut. Absoluter Schwachsinn, mein Freund wird gut für sie Sorgen, aber ich habe unglaubliche Angst, dass ihnen etwas passiert, wenn ich nicht da bin. Ich sehe, wie das Haus brennt, mein Freund sich und notfalls den Hund, evtl. die Katze rettet und meine Meerschweinchen vergisst. Ich sehe meine Meerschweinchen verbrennen und spüre deutlich ihren Schmerz. Immer wieder und wieder und wieder.
Auch nicht gut. Gefühle. In einem Moment glaubte ich, es wäre vorbei. Vielleicht das Beste, wenn sogar ich diesen Schritt gehen würde. Und im nächsten Moment wünschte ich, soetwas noch nichteinmal gedacht zu haben, weil es der wundervollste Moment seit Wochen war.
Sehr gut. Meine beste Freundin. Sie holt mich raus. Für ein paar Tage in ein paar Tagen. Länger halte ich es ohne meine Tiere nicht aus. Was ich machen soll, wenn ich wirklich in eine Klinik gehen sollte, weiß ich nicht. Ohne meine Tiere bin ich Nichts. Ich vermisse sie ja schon, allein wenn ich daran denke, sie für ein paar Tage allein zu lassen. Besonders meine kleinen, hilflosen Meerschweinchen. Ich habe Angst, dass man ihnen etwas antut. Absoluter Schwachsinn, mein Freund wird gut für sie Sorgen, aber ich habe unglaubliche Angst, dass ihnen etwas passiert, wenn ich nicht da bin. Ich sehe, wie das Haus brennt, mein Freund sich und notfalls den Hund, evtl. die Katze rettet und meine Meerschweinchen vergisst. Ich sehe meine Meerschweinchen verbrennen und spüre deutlich ihren Schmerz. Immer wieder und wieder und wieder.
Donnerstag, 8. April 2010
08. April 2010
Das Übliche und noch ein bisschen mehr. Gestern 3 mal geglaubt, ich könne/müsse/dürfe/solle essen. 3 mal eines Besseren belehrt worden. 3 mal gekotzt. 1Stunde und 45Minuten insgesamt gejoggt. 2 Stunden spazieren. Schwindel, Schweißausbrüche, Schweinekälte. Und für 5 Minuten so frei, wie in meinem damaligen, besonderen Jahr.
Mittwoch, 7. April 2010
07. April 2010
Es geht gerade nicht. Ich habe etwas Furchtbares getan. Normalität. Gestern. Gegessen ohne zu erbrechen. Mittagessen. Abendessen. Zwischenmahlzeit. Süßes. Alles liegt noch immer als gemischer Klumpen in mir. Allerdings gut beschützt. Mein Körper krallt sich daran fest, wie ein kleines Kind, das sein lang ersehntes Barbiehaus zu Weihnachten bekommen hat. Ekel.
Und aus den Wunden tropft nicht etwa das Fett, das sich unter der Haut gesammelt hat. Nein, nur die lebenserhaltende, rote Flüssigkeit.
Und aus den Wunden tropft nicht etwa das Fett, das sich unter der Haut gesammelt hat. Nein, nur die lebenserhaltende, rote Flüssigkeit.
13:11
Ihre Beine sind dünner als Stöckchen, eher zarte Zweigchen. Ihr ganzer Körper ist ein einziges, zartes Zweigchen. Sie lief vor mir im Supermarkt. Ihre Mutter auch. Ein fetter Leib, die Haare straff nach hinten gebunden. Während das Mädchen versuchte, sich hinter ihren offen getragenen, dünnen Haaren zu verstecken. Selten guckten die knochigen Hände aus den Ärmeln hervor. Griffen vorsichtig ein Produkt, um es näher zu betrachten. Rückseite. Kalorien- und Nährwertangaben. Sofort ein liebloser, eiskalter Kommentar ihrer Begleiterin, die das kraftlose Mädchen weiterzerrte.
Am liebsten hätte ich ihr dieses Kind aus der Hand gerissen. Sie ihr unter die Augen gehalten und sie angeschrien:
`Siehst du es nicht, du fettleibige Frau? Dein Kind verhungert, weil du ihr all das, was sie zum Leben braucht, weggefressen hast!`
Doch ich habe mich nicht getraut.
Dienstag, 6. April 2010
06. April 2010
Überfordert mit einem Leben, in dem nichts passiert. Ich mache mir den ganzen Tag schon darüber Gedanken, dass ich endlich einmal auf die Kommentare hier antworten sollte und ich schiebe und schiebe und schiebe es vor mir her.
Nicht, weil mir die Kommentare nicht wichtig sind, oder mir nichts bedeuten, ich weiß es nicht weshalb. Es hat absolut nichts mit euch zu tun, die ihr hinter den aufbauenden Worten steht, die mich jedes Mal so erfreuen. Es ist etwas mit mir.
Genauso wie es mit meiner besten und liebsten Freundin ist. Ich möchte den ganzen Tag bei ihr sein, Stunde um Stunde mit ihr verbringen, weil sie solch ein wundervoller Mensch ist. Sie schreibt mir, jeden Tag, aber ich schaffe es nicht. Bin überfordert damit, zurückzuschreiben und für sie da zu sein. Alles in meinem Kopf dreht sich nur um mich.
Nein, nicht ganz. Ich wagte heute bzw. gestern Abend einen Schritt nach draußen, der eiskalt bestraft wurde. Was fiel mir ein, den Kontakt nach draußen zu suchen, wo mich die Krankheit doch so schön eingepackt hat.
Worte verließen nach Stunden zögerlich mein Inneres. Kleinigkeiten huschten aus ihrem gut behüteten Versteck. Es war mein Ostergeschenk, meine Ehrlichkeit. Wie ein rohes Ei zerklatsche es lieblos an der nackten Wand und liefen schleimigtriefend herab.
Versteht er es nicht? Will er es nicht verstehen? Kann er es nicht verstehen? Verstehe ich es nicht? Bin ich einfach nur unglaublich selbstsüchtig und anstrengend?
Vorwürfe prallten mir entgegen, Ablehnung, Unverständnis.
Die Sache war wieder da. Nachdem sie geschehen war, folgte pure Harmonie. Als ob nichts geschehen wäre. Mein Ostergeschenk schon längst vergessen. Meine Welt steht, bricht, baut sich auf, strauchelt, baut sich auf, bricht. Verwirrung im Kopf über Richtig und Falsch. Angst und ständiges Selbstmitleid. Ich kann mich selber nicht mehr hören.
Nicht, weil mir die Kommentare nicht wichtig sind, oder mir nichts bedeuten, ich weiß es nicht weshalb. Es hat absolut nichts mit euch zu tun, die ihr hinter den aufbauenden Worten steht, die mich jedes Mal so erfreuen. Es ist etwas mit mir.
Genauso wie es mit meiner besten und liebsten Freundin ist. Ich möchte den ganzen Tag bei ihr sein, Stunde um Stunde mit ihr verbringen, weil sie solch ein wundervoller Mensch ist. Sie schreibt mir, jeden Tag, aber ich schaffe es nicht. Bin überfordert damit, zurückzuschreiben und für sie da zu sein. Alles in meinem Kopf dreht sich nur um mich.
Nein, nicht ganz. Ich wagte heute bzw. gestern Abend einen Schritt nach draußen, der eiskalt bestraft wurde. Was fiel mir ein, den Kontakt nach draußen zu suchen, wo mich die Krankheit doch so schön eingepackt hat.
Worte verließen nach Stunden zögerlich mein Inneres. Kleinigkeiten huschten aus ihrem gut behüteten Versteck. Es war mein Ostergeschenk, meine Ehrlichkeit. Wie ein rohes Ei zerklatsche es lieblos an der nackten Wand und liefen schleimigtriefend herab.
Versteht er es nicht? Will er es nicht verstehen? Kann er es nicht verstehen? Verstehe ich es nicht? Bin ich einfach nur unglaublich selbstsüchtig und anstrengend?
Vorwürfe prallten mir entgegen, Ablehnung, Unverständnis.
Die Sache war wieder da. Nachdem sie geschehen war, folgte pure Harmonie. Als ob nichts geschehen wäre. Mein Ostergeschenk schon längst vergessen. Meine Welt steht, bricht, baut sich auf, strauchelt, baut sich auf, bricht. Verwirrung im Kopf über Richtig und Falsch. Angst und ständiges Selbstmitleid. Ich kann mich selber nicht mehr hören.
Montag, 5. April 2010
05. April 2010
Der erste Satz dieses Morgens ist direkt der Bulimie gewidmet. Erbärmlich. Gestern sagte ich mir tagsüber, du kannst essen. Du musst essen, dein Körper macht schlapp. Es ist die Chance, jetzt, wo du ohnehin nicht kotzen kannst.
Es begann. Normale Portion. Ein wenig mehr als wie eine normale Portion. Magenschmerzen. In Ordnung. Ritzen, weil gegessen und schlafen, bis es Zeit ist für die nächste Mahlzeit. Es begann. Normale Portion. Ein wenig mehr als wie eine normale Portion. Magenschmerzen. Weitere Portionen. Schlimmere Magenschmerzen. Solange, bis der Schmerz den Heißhunger besiegte.
Angst, Panik, Hass und die Erkenntnis, lieber verrecken, als fett werden.
Ich entferne mich immer weiter von der Realität.
Als Kind gab es schon diese Momente, in denen ich soweit weg war. Damals glaubte ich an Gott und mir war klar, ich muss etwas Besonderes für ihn sein, so besonders bzw. anders, wie ich mich immer fühle.
Als Jugendlicher gab es diese Momente, in denen ich soweit weg war. Mich absichtlich ohne Drogen oder Alkohol ganz weit weg schicken konnte, aber jedes Mal fand ich den Weg zurück in die Realität.
Als Erwachsener gibt es diese Momente, aus denen Monate, dann Jahre wurden, seit denen ich soweit weg bin. Man hat mir die Entscheidung als Selbstschutz abgenommen und mich weggeschickt. Wer auch immer.
Ich weiß nicht mehr, wie es ist, real zu empfinden. Die Dissoziation ist meine Realität geworden.
Dennoch wird mir mein Vater nachher sagen, dass ich in der Klinik ja normal Essen lernen werde und dass danach alles wieder in Ordnung ist. Meine Oma wird mir ein großes Stück Sahnetorte anbieten, denn ich gehe ja in eine Klinik. Dann kann ich doch vorher schonmal wieder normal essen, denn dort muss ich es doch ohnehin.
Sie haben nichts verstanden, als ich ihnen sagte, dass nicht die Essstörung mein Problem ist, sondern dass seit meiner Kindheit etwas ganz und gar nicht stimmt.
Ich möchte nicht mehr, aber was möchte ich? Ich weiß ja noch nichteinmal, ob ich mir ein Leben nach dem Tod wünsche, oder den Tod nach dem Tod. Schon vor Jahren hielt mich der Gedanke an ein Leben nach dem Leben am leben. Am nächsten Tag hielt mich der Gedanke am leben, dass es nach dem Tod endlich vorbei sein wird. Jetzt finde ich beide Vorstellungen furchtbar. Aber eine dritte Option gibt es nicht.
Es begann. Normale Portion. Ein wenig mehr als wie eine normale Portion. Magenschmerzen. In Ordnung. Ritzen, weil gegessen und schlafen, bis es Zeit ist für die nächste Mahlzeit. Es begann. Normale Portion. Ein wenig mehr als wie eine normale Portion. Magenschmerzen. Weitere Portionen. Schlimmere Magenschmerzen. Solange, bis der Schmerz den Heißhunger besiegte.
Angst, Panik, Hass und die Erkenntnis, lieber verrecken, als fett werden.
Ich entferne mich immer weiter von der Realität.
Als Kind gab es schon diese Momente, in denen ich soweit weg war. Damals glaubte ich an Gott und mir war klar, ich muss etwas Besonderes für ihn sein, so besonders bzw. anders, wie ich mich immer fühle.
Als Jugendlicher gab es diese Momente, in denen ich soweit weg war. Mich absichtlich ohne Drogen oder Alkohol ganz weit weg schicken konnte, aber jedes Mal fand ich den Weg zurück in die Realität.
Als Erwachsener gibt es diese Momente, aus denen Monate, dann Jahre wurden, seit denen ich soweit weg bin. Man hat mir die Entscheidung als Selbstschutz abgenommen und mich weggeschickt. Wer auch immer.
Ich weiß nicht mehr, wie es ist, real zu empfinden. Die Dissoziation ist meine Realität geworden.
Dennoch wird mir mein Vater nachher sagen, dass ich in der Klinik ja normal Essen lernen werde und dass danach alles wieder in Ordnung ist. Meine Oma wird mir ein großes Stück Sahnetorte anbieten, denn ich gehe ja in eine Klinik. Dann kann ich doch vorher schonmal wieder normal essen, denn dort muss ich es doch ohnehin.
Sie haben nichts verstanden, als ich ihnen sagte, dass nicht die Essstörung mein Problem ist, sondern dass seit meiner Kindheit etwas ganz und gar nicht stimmt.
Ich möchte nicht mehr, aber was möchte ich? Ich weiß ja noch nichteinmal, ob ich mir ein Leben nach dem Tod wünsche, oder den Tod nach dem Tod. Schon vor Jahren hielt mich der Gedanke an ein Leben nach dem Leben am leben. Am nächsten Tag hielt mich der Gedanke am leben, dass es nach dem Tod endlich vorbei sein wird. Jetzt finde ich beide Vorstellungen furchtbar. Aber eine dritte Option gibt es nicht.
Sonntag, 4. April 2010
04. April 2010
Es ist lange her, aber ich werde es nicht vergessen. Es wird immer in meinem Herzen bleiben und zu den wenigen, schönen Momenten zählen, an die ich mich zur Zeit zurückerinnere.
Ich weiß, dass ich es Schuld bin, dass wir es schon jahrelang nicht mehr erleben. Und du glaubst nicht, wie es mich manchmal tagelang verfolgt und ich mir jede Richtung ausdenke, die uns geblieben wäre, wäre es damals anders gelaufen.
Auch, wenn ich dir versprochen habe, mich niemals mehr bei dir zu melden, bitte gestatte mir die Gedanken an dich und diese wundervolle Zeit. Besonders heute.
02:12
Eine Essstörung lässt sich nicht austricksen. Wann ich dies begreifen werde, keine Ahnung. Die Ängste verschwinden nicht, indem man sie ignoriert. Es hat bisher mit allen Gefühlen mehr oder weniger geklappt. Bei der Essstörung klappt es nicht mehr.
In Gedanken sehe ich mich essen. Jeden Tag esse ich normal und das, worauf ich Lust habe. In Gedanken bin ich draußen, aktiv, lebensfroh. In Gedanken sind viele Sachen gar nicht passiert, in Gedanken lebe ich nur in dem einen Jahr, in dem ich wirklich einmal glücklich war.
In der Realität sehe ich mich kotzen. Fressen. Kotzen. Fressen. Nicht kotzen. Jeden Tag esse ich entweder viel zu wenig, oder stopfe mich massenhaft voll, um danach erbrechen und Sport treiben zu können. In der Realität bin ich im Haus. Ungefähr 23 Stunden am Tag. Davon knapp 4 oder 5 Stunden vor dem Laptop, mehr vor dem Fernseher, den Rest verbringe ich schlafend im Bett oder bei meinen Tieren. Und der widerrum kleinliche Rest wird in die Nahrungsaufnahme und Gewichtsabnahme investiert. In der Realität sind nicht dur die Sachen der Vergangenheit präsent. Es geschehen Dinge, die nicht in Ordnung gehen. Aber ich lasse es laufen, wie ich es immer laufen lasse. In der Realität lebe ich aufgrund dessen nicht mehr. Eher abgeschaltet. Ich funktioniere. Ein abgeschalteter Computer im StandbyModus.
Wie kann ich jedes Mal, sooft erwarten, dass ich aufstehe und normal essen kann? Ja verdammt und ich kann nochnichteinmal kotzen gehen, weil ich Angst habe, dass mein Zahnfleisch mir endgültig den Rest gibt und mir die Zähne ausfallen. Nein, so drastisch ist es nicht, aber es wird zwangsläufig in ein paar Monaten oder Jahren so passieren.
Die Angst lässt sich gerade nicht mehr unterdrücken. Sie schaltet den Computer immer wieder ein, der verzweifelt versucht, herunterzufahren.
Er läuft. Läuft heiß. Das `An und Ausschalten` würde ihn ansonsten kaputt machen.
Ich will nicht mehr, weil mir in solchen Momenten immer wieder knallhart bewusst wird, dass zwischen dem Leben in Gedankenwelten und der Realität Welten liegen.
02:37
Es ist das letzte Mal. Versprochen.
Ich weiß, dass ich es Schuld bin, dass wir es schon jahrelang nicht mehr erleben. Und du glaubst nicht, wie es mich manchmal tagelang verfolgt und ich mir jede Richtung ausdenke, die uns geblieben wäre, wäre es damals anders gelaufen.
Auch, wenn ich dir versprochen habe, mich niemals mehr bei dir zu melden, bitte gestatte mir die Gedanken an dich und diese wundervolle Zeit. Besonders heute.
02:12
Eine Essstörung lässt sich nicht austricksen. Wann ich dies begreifen werde, keine Ahnung. Die Ängste verschwinden nicht, indem man sie ignoriert. Es hat bisher mit allen Gefühlen mehr oder weniger geklappt. Bei der Essstörung klappt es nicht mehr.
In Gedanken sehe ich mich essen. Jeden Tag esse ich normal und das, worauf ich Lust habe. In Gedanken bin ich draußen, aktiv, lebensfroh. In Gedanken sind viele Sachen gar nicht passiert, in Gedanken lebe ich nur in dem einen Jahr, in dem ich wirklich einmal glücklich war.
In der Realität sehe ich mich kotzen. Fressen. Kotzen. Fressen. Nicht kotzen. Jeden Tag esse ich entweder viel zu wenig, oder stopfe mich massenhaft voll, um danach erbrechen und Sport treiben zu können. In der Realität bin ich im Haus. Ungefähr 23 Stunden am Tag. Davon knapp 4 oder 5 Stunden vor dem Laptop, mehr vor dem Fernseher, den Rest verbringe ich schlafend im Bett oder bei meinen Tieren. Und der widerrum kleinliche Rest wird in die Nahrungsaufnahme und Gewichtsabnahme investiert. In der Realität sind nicht dur die Sachen der Vergangenheit präsent. Es geschehen Dinge, die nicht in Ordnung gehen. Aber ich lasse es laufen, wie ich es immer laufen lasse. In der Realität lebe ich aufgrund dessen nicht mehr. Eher abgeschaltet. Ich funktioniere. Ein abgeschalteter Computer im StandbyModus.
Wie kann ich jedes Mal, sooft erwarten, dass ich aufstehe und normal essen kann? Ja verdammt und ich kann nochnichteinmal kotzen gehen, weil ich Angst habe, dass mein Zahnfleisch mir endgültig den Rest gibt und mir die Zähne ausfallen. Nein, so drastisch ist es nicht, aber es wird zwangsläufig in ein paar Monaten oder Jahren so passieren.
Die Angst lässt sich gerade nicht mehr unterdrücken. Sie schaltet den Computer immer wieder ein, der verzweifelt versucht, herunterzufahren.
Er läuft. Läuft heiß. Das `An und Ausschalten` würde ihn ansonsten kaputt machen.
Ich will nicht mehr, weil mir in solchen Momenten immer wieder knallhart bewusst wird, dass zwischen dem Leben in Gedankenwelten und der Realität Welten liegen.
02:37
Es ist das letzte Mal. Versprochen.
Samstag, 3. April 2010
03. April 2010
Falls es gestern nicht mehr jeder gelesen hat, an dieser Stelle nocheinmal vielen Dank für die zahlreichen, lieben und aufbauenden Kommentare! Bitte seid nicht böse, wenn ich nicht alle direkt beantworte. Ich lese sie und freue mich über jedes einzelne Wort von euch!
Das Kotzen muss aufhören. Zumindest solange, bis mein Zahnfleisch wieder abgeheilt ist. Ich habe sehr empfindliches Zahnfleisch und schlage mich seit Jahren mit irgendwelchen Entzündungen rum, gegen die auch die Mittel vom Zahnarzt nur kurzfristig wirken. Wenn ich es dann zum Zahnarzt schaffe, ich habe furchtbare Angst vor ihm, weshalb ich mich nur in einer Zahnklinik, die auf Angstpatienten spezialisiert ist, behandeln lassen kann. Die Angst bleibt dennoch.
Jedenfalls ist das ständige Erbrechen das unförderlichste Mittel, um ein gereiztes Zahnfleisch wieder heilen zu lassen. Der Rest meines Körpers ist mir relativ egal, aber fragt nicht warum, mein Zahnfleisch nicht. Genausowenig wie meine Zähne. So ist es auch bei anderen Menschen. Die meisten sind mir relativ egal, alles an ihnen. Aber was ich nicht leiden kann, das sind ungepflegte Zähne.
Was ich heute mache, weiß ich nicht. Es steht fest, dass die Bulimie zwangsweise Pause hat. Meine Gedanken leider nicht. Ich habe mir für heute 3 Essenspläne erstellt. Einen Schokoladendiätplan, einen Diätplan mit Zwiebelsuppe und Buttermilch und einen normalen Essplan. Am Ende des Tages wird ohnehin wieder alles zusammengeschmissen. Aushalten ist dann die andere Sache.
Mir geht es heute seltsamerweise gut. Richtig gut aus psychischer Sicht. Normalerweise kann ich blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein nicht ertragen, aber gerade gefällt es mir. Die zartblühenden, leicht grünen Sträucher da draußen, die zwitschernden Vögelchen, die Tannen, Bäume, Sträucher und im Hintergrund ein strahlend blauer Himmel. Ich werde mir nachher meinen Hund schnappen und in den Wald flüchten. Allerdings befürchte ich, dass es an einem Ostersamstag bei schönem Wetter nicht gerade leer sein wird.
War es ja heute Morgen im Supermarkt schon nicht. Ständig diese dämlichen Blicke, ganz schlimm sind enge Gänge, in denen Berührungsgefahr besteht. Ich hasse es. Und alle erscheinen sie mir soweit weg. Und so anders.
Laune sinkt. Müdigkeit steigt. Laune steigt. Müdigkeit steigt weiter. Stimmungsschwankungen. Besser als pure Depressionen.
Irgendwann muss ich meinem Freund noch beichten, dass ich mir schon wieder die ganze Zeit die Oberarme zerschneide. Er kontrolliert ja nur die Unterarme. Vielleicht schenke ich ihm zu Ostern meine Ehrlichkeit.
Das Kotzen muss aufhören. Zumindest solange, bis mein Zahnfleisch wieder abgeheilt ist. Ich habe sehr empfindliches Zahnfleisch und schlage mich seit Jahren mit irgendwelchen Entzündungen rum, gegen die auch die Mittel vom Zahnarzt nur kurzfristig wirken. Wenn ich es dann zum Zahnarzt schaffe, ich habe furchtbare Angst vor ihm, weshalb ich mich nur in einer Zahnklinik, die auf Angstpatienten spezialisiert ist, behandeln lassen kann. Die Angst bleibt dennoch.
Jedenfalls ist das ständige Erbrechen das unförderlichste Mittel, um ein gereiztes Zahnfleisch wieder heilen zu lassen. Der Rest meines Körpers ist mir relativ egal, aber fragt nicht warum, mein Zahnfleisch nicht. Genausowenig wie meine Zähne. So ist es auch bei anderen Menschen. Die meisten sind mir relativ egal, alles an ihnen. Aber was ich nicht leiden kann, das sind ungepflegte Zähne.
Was ich heute mache, weiß ich nicht. Es steht fest, dass die Bulimie zwangsweise Pause hat. Meine Gedanken leider nicht. Ich habe mir für heute 3 Essenspläne erstellt. Einen Schokoladendiätplan, einen Diätplan mit Zwiebelsuppe und Buttermilch und einen normalen Essplan. Am Ende des Tages wird ohnehin wieder alles zusammengeschmissen. Aushalten ist dann die andere Sache.
Mir geht es heute seltsamerweise gut. Richtig gut aus psychischer Sicht. Normalerweise kann ich blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein nicht ertragen, aber gerade gefällt es mir. Die zartblühenden, leicht grünen Sträucher da draußen, die zwitschernden Vögelchen, die Tannen, Bäume, Sträucher und im Hintergrund ein strahlend blauer Himmel. Ich werde mir nachher meinen Hund schnappen und in den Wald flüchten. Allerdings befürchte ich, dass es an einem Ostersamstag bei schönem Wetter nicht gerade leer sein wird.
War es ja heute Morgen im Supermarkt schon nicht. Ständig diese dämlichen Blicke, ganz schlimm sind enge Gänge, in denen Berührungsgefahr besteht. Ich hasse es. Und alle erscheinen sie mir soweit weg. Und so anders.
Laune sinkt. Müdigkeit steigt. Laune steigt. Müdigkeit steigt weiter. Stimmungsschwankungen. Besser als pure Depressionen.
Irgendwann muss ich meinem Freund noch beichten, dass ich mir schon wieder die ganze Zeit die Oberarme zerschneide. Er kontrolliert ja nur die Unterarme. Vielleicht schenke ich ihm zu Ostern meine Ehrlichkeit.
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