Es ist lange her, aber ich werde es nicht vergessen. Es wird immer in meinem Herzen bleiben und zu den wenigen, schönen Momenten zählen, an die ich mich zur Zeit zurückerinnere.
Ich weiß, dass ich es Schuld bin, dass wir es schon jahrelang nicht mehr erleben. Und du glaubst nicht, wie es mich manchmal tagelang verfolgt und ich mir jede Richtung ausdenke, die uns geblieben wäre, wäre es damals anders gelaufen.
Auch, wenn ich dir versprochen habe, mich niemals mehr bei dir zu melden, bitte gestatte mir die Gedanken an dich und diese wundervolle Zeit. Besonders heute.
02:12
Eine Essstörung lässt sich nicht austricksen. Wann ich dies begreifen werde, keine Ahnung. Die Ängste verschwinden nicht, indem man sie ignoriert. Es hat bisher mit allen Gefühlen mehr oder weniger geklappt. Bei der Essstörung klappt es nicht mehr.
In Gedanken sehe ich mich essen. Jeden Tag esse ich normal und das, worauf ich Lust habe. In Gedanken bin ich draußen, aktiv, lebensfroh. In Gedanken sind viele Sachen gar nicht passiert, in Gedanken lebe ich nur in dem einen Jahr, in dem ich wirklich einmal glücklich war.
In der Realität sehe ich mich kotzen. Fressen. Kotzen. Fressen. Nicht kotzen. Jeden Tag esse ich entweder viel zu wenig, oder stopfe mich massenhaft voll, um danach erbrechen und Sport treiben zu können. In der Realität bin ich im Haus. Ungefähr 23 Stunden am Tag. Davon knapp 4 oder 5 Stunden vor dem Laptop, mehr vor dem Fernseher, den Rest verbringe ich schlafend im Bett oder bei meinen Tieren. Und der widerrum kleinliche Rest wird in die Nahrungsaufnahme und Gewichtsabnahme investiert. In der Realität sind nicht dur die Sachen der Vergangenheit präsent. Es geschehen Dinge, die nicht in Ordnung gehen. Aber ich lasse es laufen, wie ich es immer laufen lasse. In der Realität lebe ich aufgrund dessen nicht mehr. Eher abgeschaltet. Ich funktioniere. Ein abgeschalteter Computer im StandbyModus.
Wie kann ich jedes Mal, sooft erwarten, dass ich aufstehe und normal essen kann? Ja verdammt und ich kann nochnichteinmal kotzen gehen, weil ich Angst habe, dass mein Zahnfleisch mir endgültig den Rest gibt und mir die Zähne ausfallen. Nein, so drastisch ist es nicht, aber es wird zwangsläufig in ein paar Monaten oder Jahren so passieren.
Die Angst lässt sich gerade nicht mehr unterdrücken. Sie schaltet den Computer immer wieder ein, der verzweifelt versucht, herunterzufahren.
Er läuft. Läuft heiß. Das `An und Ausschalten` würde ihn ansonsten kaputt machen.
Ich will nicht mehr, weil mir in solchen Momenten immer wieder knallhart bewusst wird, dass zwischen dem Leben in Gedankenwelten und der Realität Welten liegen.
02:37
Es ist das letzte Mal. Versprochen.
Sonntag, 4. April 2010
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Hey, ich hab dir ne etwas längere Antwort bei mir geschrieben. ;)
AntwortenLöschenIch hoffe, du findest bald Hilfe. Denn lange packst du das so nicht mehr.
Und glaub mir, es geht, man kann es schaffen da rauszukommen. Mit Hilfe. Und das Leben kann wieder schön sein, auch wenn du dir das im Moment noch nicht vorstellen kannst. Aber du kannst es schaffen, glaub mir. Ich dachte bis vor einem Jahr auch noch nicht, dass es mir mal wieder so viel besser gehen könnte.
Ich wünsch dir so sehr, dass du bald Hilfe bekommen wirst. Und dass du aus dem Teufelskreis wieder raus finden wirst.
Alles Liebe,
sternenstaub ;)
Ich nochmal, sorry weil ich so oft grad schreib. Will ja net nerven. o.O
AntwortenLöschenWollt dich nur fragen, ob du auch twitterst?!
Hoffe, dir geht's so halbwegs okay.
Denk an dich!
Lieben Gruß, sternenstaub ;)