Zurück. So wortlos ich ging, so sprachlos bin ich zurück. Was bleibt ist die Gewissheit, dass es jederzeit wieder passieren kann. Gehen, ohne etwas zu sagen. Für Tage, Wochen, Monate. Der Versuch, durchzuhalten und zu erklären, sollte es wieder einmal soweit sein.
Viel hat sich nicht getan in besagter Zeit. Eigentlich hat sich erneut alles umgeschmissen, mehrmals, aber das liegt noch weit Innen. Gut verpackt, sodass es nur in meinen Träumen sichtbar wird. Und dann in Bildern, die ich ohnehin nicht verstehe.
Seltsam. Alles sehr seltsam. Denn da ist nichts mehr und doch soviel. Verdrängung funktioniert perfekt. Einziger Nachteil, alles versinkt auf den modrigen und dunklen Seengrund. Alles. Das Gute, sowie das Schlechte. Was bleibt ist der kleine Rest, der als Treibgut auf der Oberfläche schwimmt. Ein Klumpen Restmüll aus gefühlloser Angst und Fremden, teils Vertrauten in meinem Kopf, die unaufhörlich reden. Oder schweigen. Oder beleidigen, oder schreien.
15:29
Egoismus = Eigennützigkeit.
Handlungen, die den eigenen Vorteil zum Zweck haben.
Ausschließliche Verfolgung der eigenen Interessen, ohne Rücksichtnahme auf Belange, oder sogar zu Lasten anderer.
Weshalb bin ich so gottverdammt egoistisch?
Ich rede nicht. Nein, ich verletze. Wenn schon nicht mich selbst, dann das, was mir am Herzen liegt. Vielleicht auch eine Art der Selbstverletzung. Alles um sich herum kaputt zu machen. Mit Gefühlen zu spielen. Nicht nur zu spielen. Nein, ich verletze. Zutiefst und bösartig verletze ich.