Freitag, 30. Juli 2010

30. Juli 2010

Es geht wieder los. Hochmotiviert in die Essstörung. Immerhin nicht in Richtung Bulimie oder Binge.

Ich habe ein Stück meiner Selbst und meines Lebens verloren. Anorexie als Lückenfüller?

Soviel zu schreiben, aber die Tasten sind zu laut.

Eins noch, einen wundervollen Brief meiner wundervollen Tante erhalten.

Ich vermisse sie so sehr. Nicht nur meine Tante.





Donnerstag, 29. Juli 2010

29. Juli 2010

Der gestrige Eintrag gefällt mir nicht. Seelischer Schwachsinn.

Über das, was derzeit wirklich zählt schreibe ich nicht. Ehrliche, vertrauensvolle, verzweifelte Hilfe trifft auf mein eisiges Schweigen.

Wortlos.


12:38

Angst vor der Normalität.
Angst vor der Realität.
Angst vor der Suizidalität.

Wahn.Sinn(?).I(ch).G(eh).
Nein, ich bleibe.


Mittwoch, 28. Juli 2010

28. Juli 2010

Drüber. Viel zu lange. Scheiße.

Ansonsten, wie immer. Viele Richtungen in meinem Kopf, die alle ihre gewisse Stundenanzahl über den Tag verteilt bekommen. Gegensätzliches Verhalten, alle paar Stunden. Es wird wenigstens nicht langweilig.

Dreck. Viel zu viel. Eklig.

Wie war das früher. Als es mir auch scheiße ging, aber damals gab es Hoffnung. Zukunftsdenken. Heutzutage bin ich froh, wenn ich die nächsten zwei Tage meines Lebens überblicke. Dahinter schwarz.

Gefühle. Viel zu intensiv. Überforderung.

Ja, ich knalle derzeit wieder durch. Eher meine Sicherungen. Ganz plötzlich. Tagelang absolute Gefühlskälte, nichts da, außer Angst. Heute Abend, TV geschaut und es ging los. Urplötzlich. Unbändiges Verlangen nach Aktivität. Die Nacht durchmachen. Sex, Drugs and Rock n` Roll. Blöder Spruch. Eine Runde mit dem Hund im Wald. Mondschein, seltsame Phantasien, Abkühlung. Gefühle gingen wieder runter.

Angst. Angst. Angst.





Noch sechs sauber abgepackte, neue, scharfe Klingen. Und ich darf nicht.
Das ist nicht meine Hand.

Dienstag, 27. Juli 2010

27. Juli 2010

Ich habe dich nicht vergessen. Niemals. Auch, wenn ich mich wiederhole, es tut mir alles einfach nur unendlich Leid. Meine Antwort wird kommen. Heute.



02:05

Es sollte sorgsam abgewägt werden. Schlafen bedeutet `Nicht essen`. Schlafen bedeutet Alpträume. Nicht schlafen bedeutet Essen,Kotzen,Sport. Irgendetwas davon, vielleicht alles. Nicht schlafen bedeutet aber auch, nicht träumen.
Was nun, wenn weder Schlaf noch Wachzustand eine akzeptable Alternative sind?

Ich fühle mich, als würde ich die Realität nur träumen. 
Und die reale Wirkung meiner Träume macht mir Angst.

Leer.

12:25

Du siehst echt perfekt so aus. Nein. Ich fresse, seit diesem Satz. Kann. Ich. Nur. Noch. Fressen.
Nicht nur deshalb. Aber es war der Auslöser, Gedanken in Realität umzusetzen.
Ich kotze viel zu wenig. Ich kotze viel zu viel.

Ekel.




Montag, 26. Juli 2010

26. Juli 2010

Warum schweigsam in Momenten, in denen Reden so wichtig wäre. Warum redselig in Momenten, in denen es nichts zu sagen gibt.

Wie lang es ist her. Die Wunden, die das Fleisch zerteilten. Verbot, Deal - nennt es, wie ihr wollt, gilt immer noch. Was nicht heißt, dass es an nicht sichtbaren Stellen nicht doch vorhanden ist. Aber das ist nicht das Gleiche. Genausowenig wie verzweifelte Ersatzhandlungen. Man möchte immer das haben, was man nicht haben darf. War das nicht schon als Kind so?

Essen, läuft heute. Ich weiß es. Morgens schon. Ich kann direkt sagen, ob es heute läuft oder nicht. Heute ist ein laufender Tag. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es herrscht Ruhe in meinem Kopf, Gedanke Abnehmen siegt über Gedanke Fressen. Gedanke Fressen durfte sich gestern ausleben, Gedanke Kotzen hatte kurze Zeit auch Hallo gesagt, aber keine Umsetzung in die Realität gefordert. Am liebsten mag ich Gedanke Abnehmen, zumindest heute. Fordernd, bestimmend, scheinbare Sicherheit vermittelnd. Zerstörend.

09:49

Zerstörend. Wer hat bitte mein Auto zerstört. Ich selbst, weil ich es nicht richtig pflege? Ich liebe mein Auto. Ok, ich fahre nicht häufig in die Waschanlage, von Innen sieht es auch nicht super aus und die letzte Pflichtwartung schiebe ich schon ein Jahr vor mir her.
Aber, sind das wirklich Gründe, weshalb aus den kleinen Macken jetzt eine Große wird? Ohne mein Auto bin ich nichts. Ja, ich darf derzeit nicht damit fahren, aber es ist da. Für den Notfall.

Wenn schon alles kaputt geht, dann auch bitte mein Auto. Damit alles seine Ordnung hat.



Sonntag, 25. Juli 2010

25. Juli 2010

Für heute nichts.


17:24

Nichts. Einfach nichts. Doch, vielleicht. Unwichtig, sehr unwichtig. Besser als nichts. Nahrungsaufnahme über bestimme Kaloriengrenzen hinaus, führt kurzfristig zu heftigen Magenbeschwerden und ist für das längerfristige Vorhaben abzunehmen, nicht sonderlich förderlich.

Aber, dann ist ja doch nicht nichts. Schmerz ist auch Gefühl. Ekel, aber Gefühl. Und wer redet hier überhaupt längerfristig? Wenn Meinungen und Ansichten doch stündlich ihre Richtung wechseln.


Samstag, 24. Juli 2010

24. Juli 2010

Zurück. So wortlos ich ging, so sprachlos bin ich zurück. Was bleibt ist die Gewissheit, dass es jederzeit wieder passieren kann. Gehen, ohne etwas zu sagen. Für Tage, Wochen, Monate. Der Versuch, durchzuhalten und zu erklären, sollte es wieder einmal soweit sein.

Viel hat sich nicht getan in besagter Zeit. Eigentlich hat sich erneut alles umgeschmissen, mehrmals, aber das liegt noch weit Innen. Gut verpackt, sodass es nur in meinen Träumen sichtbar wird. Und dann in Bildern, die ich ohnehin nicht verstehe.

Seltsam. Alles sehr seltsam. Denn da ist nichts mehr und doch soviel. Verdrängung funktioniert perfekt. Einziger Nachteil, alles versinkt auf den modrigen und dunklen Seengrund. Alles. Das Gute, sowie das Schlechte. Was bleibt ist der kleine Rest, der als Treibgut auf der Oberfläche schwimmt. Ein Klumpen Restmüll aus gefühlloser Angst und Fremden, teils Vertrauten in meinem Kopf, die unaufhörlich reden. Oder schweigen. Oder beleidigen, oder schreien.



15:29

Egoismus = Eigennützigkeit.
Handlungen, die den eigenen Vorteil zum Zweck haben.
Ausschließliche Verfolgung der eigenen Interessen, ohne Rücksichtnahme auf Belange, oder sogar zu Lasten anderer.

Weshalb bin ich so gottverdammt egoistisch?

Ich rede nicht. Nein, ich verletze. Wenn schon nicht mich selbst, dann das, was mir am Herzen liegt. Vielleicht auch eine Art der Selbstverletzung. Alles um sich herum kaputt zu machen. Mit Gefühlen zu spielen. Nicht nur zu spielen. Nein, ich verletze. Zutiefst und bösartig verletze ich.