Kakaopulver mit Wasser und Süßstoff schmeckt nicht. Ganz im Gegensatz zu Buttermilch/Milch mit Wasser und Süßstoff. Schmeckt.
Aber es ist egal. Weshalb sonst trinke ich Kakaopulver mit Wasser und Süßstoff, anstatt Buttermilch/Milch mit Wasser und Süßstoff? Es ist doch so egal.
02:06
Bulimie.
Nimm`deine Strafe an. Es ist das Mindeste, du feiges Stück Dreck. Nimm`deine Strafe endlich an!
02:48
Weshalb kommt die Tütenzwiebelsuppe mit raus, die ich vor knapp sechs Stunden gegessen habe?
(Ex)Freund, der mir über meine Waden streichelt:,,Du musst wieder mehr mit dem Hund spazieren gehen, damit du mal wieder mehr Muskeln bekommst.`` Schiebt die Jogginghose weiter hoch und fragt mit teils geschockter, teils wütender Stimme:,,Sag mal, was sind deine Beine schon wieder so dünn?!``
Ich antworte in zickigem Ton:,,Meine Beine sind ja wohl alles andere als dünn!``
Falsche Antwort zu falschem Zeitpunkt. Besonders, nachdem er gestern schon entdeckt hatte, dass ich derzeit `Alice im Hungerland` lese. Besonders, nachdem er vorgestern kritisierte, dass ich etwas mehr als eine Viertel Salatgurke und sonst nichts zu Mittag aß.
Wir haben es durch. Meine ehemalige Magersucht. Die darauffolgende Zeit. Meine derzeitige, seltsame Bulimie. Wir sind schon nicht mehr zusammen. Wir stehen es nicht noch einmal durch. Besonders, wenn er irgendwann einmal wieder meine Arme kontrolliert. Besonders, wenn er es irgendwann einmal zulassen wird zu verstehen, was hinter dem Begriff `Borderline` eigentlich wirklich steckt.
Erneute, wirre Träume. Zuerst, woher kommen die plötzlichen Glücksgefühle? Ja, Erleichterung nach dem Kotzen, ein Druck, der plötzlich, wenn auch nur für kurze Zeit, von mir fällt. Aber Glücksgefühle? Sie waren so lang nicht mehr da, dass es mich gerade sehr verwirrt. Wieso habe ich auf einmal Glücksgefühle nach dem Kotzen?
Erneute, wirre Träume. Ich träumte von einem kleinen Mädchen, das mich verfolgte. Ich befand mich in der Wohnung meiner Mutter. Das kleine Mädchen verfolgte mich, egal, in welchen Raum ich ging. Sie verfolgte mich, als ich zur Toilette gehen wollte. Ich klemmte ihre Hand in der Badezimmertüre ein. Sie weinte, schrie vor Schmerz. Aber wollte dennoch zu mir. Ich schlug ihr ins Gesicht. Sie schrie lauter, wollte aber dennoch zu mir. Ich packte sie beim Pferdeschwanz, zog sie in mein ehemaliges Jugendzimmer, schmiss sie aufs Bett und würgte das kleine Mädchen, bis es die Augen verdrehte und starb. Erschrocken wich ich zurück, blickte in Richtung des Badezimmers. Der Traum ging weiter, doch ich riss bewusst die Augen auf.
Ich weiß die Wahrheit. Was damals im Badezimmer wirklich geschah. Feige, es nicht nocheinmal sehen zu wollen. J. musste es damals sehen. Miterleben. Er riss die Augen auch auf, doch erwachte er nicht. Er starb. Und das nicht im Traum.


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