Es zerrt. Es schreit und tritt und kratzt und beißt. Es gibt das Drehbuch vor, nach dem der Körper handelt. Bestimmt das Maß der Angst, die in mir ist. Und das Einzige, was mir in solchen Momenten hilft, liegt neben mir, aber ist verboten.
Ich beginne sogar realistische Gedanken. Mein Körper möchte nicht mehr lange so, wie es seit Jahren läuft. Meinen Geist habe ich schon abgeschrieben und solange ich zumindest die Kontrolle über das Leid meines Körpers hatte, ließ es sich aushalten.
Aber nun ist dies auch nicht mehr. Wie kann man Angst haben zu sterben (übertrieben), aber dennoch zich mal am Tag durchgehen, wie man sich am Besten das Leben nimmt. Vielleicht weil Letzteres ein kontrollierter Vorgang wäre.
Und war nicht genau das mein ursprüngliches Ziel? Meinen zähen Körper solang zerstören, bis er nachgibt? Bis er endlich aufgibt?
Und jetzt Angst haben? Absolut feige. Wenn man die Angst bedenkt, die die anderen hatten, denen ich keine Wahl ließ. Denen ich die Kontrolle nahm, über die ich die Kontrolle nahm.
Und dieser Widerspruch. Angst davor, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, welches genauso ist, wie das jetzige. Angst davor, dass nach dem Tod nichts mehr kommt und ich sie nicht mehr wiedersehe. Nie mehr. Ich habe einfach nur solche Angst.
Freitag, 26. März 2010
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Mh. Ich kenne diese Angst. Vorm Sterben und vorm Leben. Vorm Totsein und vor dem, was danach ist oder nicht ist. Vielleicht ist es auch das, was mich (und dich?) noch am Leben hält... und vielleicht kannst du dich ja auch entschließen, wenigstens einige Zeit etwas FÜR dein Leben zu tun und nicht dagegen(?)
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